Sep 25 2008

Warum wir keine Fotogalerie haben

Gute Frage - aber leicht beantwortet.

Als Onlinemedium lebt man generell von Besuchern der Seite.
Die Masseinheit mit der ein solches Medium gemessen wird, sind PI (Pageimpressions).

Diese lassen sich natürlich durch Tools wie Fotogalerien erheblich erhöhen, jedoch ist ein interessierter User, der den Weg über eine Rechercheanfrage bei einer Suchmaschine gefunden hat, wesentlich mehr wert.

Seitenaufrufe, die durch wildes Fotoklicken entstehen, verwässern eine solche Statistik natürlich extrem.

Im Blog des Handelsblattes war diesbezüglich ein netter Bericht zu lesen, der dieses Thema aufgreift.


Die Überlegung stand schon im Raum eine Fotogalerie zu integrieren, jedoch fiel die Entscheidung zugunsten der Qualität und nicht der Quantität.

Schliesslich soll den Werbepartnern in Bezug auf die Besucherzahlen und PI nichts vorgegaukelt werden.
100 Besucher aufgrund von Informationsbedürfnis sind allemal mehr wert als 1000 Fotoklicker - zumindest für die Werbenden.

Sollte das Verlangen nach einer Bildergalerie jedoch grösser werden, dann wird es eine geben - jedoch statistisch getrennt von den anderen Mediadaten. Wenn wir uns für eine Galerie entscheiden wird es auch nur ein paar wenige Bilder geben, die vorher ausgewählt werden, denn auch hier geht Qualität vor Quantität.

Total besoffenEin weiterer Punkt sind die mittlerweile weit verbreiteten Abmahnungen bzw Klagen wegen Verstoss gegen das Persönlichkeitsrecht. Mittlerweile ist es kaum noch möglich eine Veranstaltung zu besuchen, ohne später auf irgendeiner Plattform wie flickr, imageloop, sevenload oder einer sonstigen Fotohostingseite sein Konterfei zu entdecken.

Im schlimmsten Falle könnte damit das Ansehen der fotografierten Person wirklich geschädigt werden. Stell dir einfach vor, dein Chef findet ein Foto von dir mit 2,3 Promille auf der letzten Kirmes. Schlimmer noch wenn es ein eventuell “zukünftiger” Arbeitgeber findet. Das könnte die Auswahl des Entscheiders für die Stelle beeinflussen und man bekommt eine Absage und weiss garnicht was der wahre Grund dafür ist.

Wie steht ihr zu einer Fotogalerie? Kommentare sind willkommen.

Bildquelle: photobucket.com/Nancker

Das war wohl ein brandneues Thema.

11 Kommentare zu diesem Artikel to “Warum wir keine Fotogalerie haben”

  1. D. Schmitzon 25 Sep 2008 at 08:41

    Auch wenn es vom Autor nicht gesagt wurde ist dieses doch ein Angriff auf eine andere bekannte Plattform aus Weilburg.
    Ich ersöhnlich finde Fotoalben gut, wir selbst haben jede Menge auf unsere Seite. Wir haben dieses Jahr sogar Filme mit ins Programm genommen.
    ABER:
    Es sollte auch zu einer Website passen, und einen Grund für ein Fotoalbum geben. Auch wenn die Besuherzahlen durh Party-Fotos steigen entfernt man sich dadurch jedoch auch vom Sinn der eigenen Website.

    Zur Aussage das man abgelehnt wird weil man auf Party-Fotos 2,3 Promille hat:
    Da sieht man wieder mal: Es geht nur um Meinungsmache. Der Bewerber der nie auf Partys geht, nicht im Internet oder in der Öffentlichkeit aktiv ist, was soll man von so jemandem halten? Zurückgezogener Alleingänger? Da wäre mir pers. der Party-Man lieber.
    Man sollte Personen nicht nach wenigen ausschnitten in seinem Leben bewerten.
    Die Weltmeister darin sind sicher die Amis. Die wählen ihren Präsidenten (und andere Repräsetanten) nur nach dem was in der PResse über sie verbreitet wird. Leider jedoch nicht nach deren Qualifikation oder können. Es gewinnt immer der über den weniger Schmutz verbreitet wurde.

  2. Chanelon 25 Sep 2008 at 12:58

    Hallo Herr Schmitz,

    richtig erkannt, dass es nicht gesagt wurde - war auch nicht so gemeint. Gibt es denn noch ein andere Plattform in Weilburg?

    Aber Spaß beiseite - hierbei handelt es sich um einen allgemeinen Artikel, der das Thema des Handelsbattes aufgegriffen hat.

    Wie der Autor Thomas Knüwer des Artikels im Handelsblatt schrieb:

    “Es wird Zeit, auf Entzug zu gehen, von der Droge Klicks. Und stattdessen zu erkennen, dass Leser das Wichtigste sind - nicht ihre nervösen Zeigefinger.”

    Weiterhin geht es auch darum, dass besonders Jugendliche in Bezug auf ihre Zukunft, sehr genau darauf achten sollten, was über sie im Internet zu finden ist.

    Es geht auch nicht alleine um Bilder, sondern auch um sonstige Dinge im Netz. Fotos sind nur ein Teil davon.
    Z.B. Forenmitgliedschaften - die “falsche” Parteizugehörigkeit - die persönlichen Interessen und Hobbys oder Neigungen.
    Es gibt Millionen von Foren und Networks, die sich im Netz präsentieren und man sollte immer daran denken, ob das, was ich heute im Netz äussere auch morgen noch meiner Meinung entspricht - Meinungen und Neigungen ändern sich, das Internet hat jedoch ein “unauslöschliches Gedächtnis”

  3. D. Schmitzon 25 Sep 2008 at 15:11

    Wem sagst du das….. :-)

    Dennoch finde ich Fotogallerien interessant.
    Und stehe da nicht alleine.

    Aber ja die Gefahr das Fotos und Informationen missbraucht werden ist nicht nur da, sondern es wird schon gemacht.

    Leider findet man halt immer nur die schlechten News über jemanden.
    Es ist wie mit der Schlange im Supermarkt:
    Du gehst 0 mal einkaufen und nur 1x must du länger als 2 Min. an der Kasse stehen. Schon denkst du das du ja die anderen 9 mal auch ewig hast schlange stehen müssen.

    Oder die Nachrichten: über 90% Gewalt und verbrechen, oder zusammengefasst und als Politik verkauft :-)

    Gute News will doch keiner hören, oder doch?

    Also schaut man über wen man am wenigsten Schmutz im I-Net findet und den stellt man dann ein.

  4. Andrea W.on 26 Sep 2008 at 13:16

    @ Herr oder Frau Schmitz,
    es wäre doch sogar noch besser, wenn anstatt möglichst wenig negatives sogar etwas positives über den “potentiellen” Bewerber zu finden ist.

    Man könnte das ja auch für sich nutzen.

    @Chanel
    bei den ganzen Bildern und Videos die mittlerweile im Internet zu finden sind (Gewalt - Komasaufen - usw) macht sich in ein paar Jahren bestimmt der eine oder andere Jugendliche einen Vorwurf und bereut die tollen Clips und Bildchen die nun unwiderruflich im Internet plakatiert sind.

  5. D. Schmitzon 26 Sep 2008 at 18:16

    @Andrea W.
    Es ist Herr

    Wer berichtet schon über positives?
    Negatives zieht doch viel mehr aufmerksammkeit auf sich.

    Welchen Bericht würdest du eher lesen,?
    Ein Kind das als Pfadpfinder Kekse verkäuft,
    oder
    ein Kind das bei einem trgischem Unfall getötet wurde?

    Jeder will wissen warum das Kind sterben musste.

    Man muss doch nur mal die Zeitungen aufschlagen…

    Aber wenn selbst Medienpresänte Personen Firmengelder im Bordell ausgeben und danach immer noch nen Job finden, oder andere Fußballtrainer Drogen nehmen und dann doch wieder nen Job finden.
    Mein Gott, jeder hat Fehler, wer keine hat soll den 1. Stein werfen, oder wie war das?
    Leider werden Personen immer nach kurzen Ausschnitten Ihres Lebens bewertet und icht nach dem gesamten Leben.
    Das ist leider sehr schade.

  6. Weilburg Bloggeron 26 Sep 2008 at 19:31

    Ihr weicht wohl etwas vom Thema ab - hier aber nochmal ein Link zum Thema. Beim Blog ohne Namen von Meister Doener hat man sich auch mit der Thematik befasst.

  7. Andrea W.on 26 Sep 2008 at 22:03

    @ Herr Schmitz
    das sind 2 verschiedene Dinge - es ging ja nicht um positive oder negative Berichterstattung, sondern um Bilder, Videos oder Informationen über einen selbst, die im Netz zu finden sind und von einem “zukünftigem Chef” oder Personalchef gefunden wird.

    Das die Presse, egal ob Print- oder Onlinemedium, mit Negativmeldungen mehr Auflage haben als mit Friede Freude Sonnenschein Berichten ist schon klar, aber das sollte man schon differieren.

    @Weilburg Blogger
    Nicht abgewichen, sondern ausgeweitet…

  8. Miriamon 28 Sep 2008 at 00:04

    Also ich hatte in der Bekanntschaft den Fall, dass unschöne Bilder von einer Abiparty im Netz kursierten. Leider auf einem amerikanischen Server und den Betreiber gibt es nicht mehr - die Inhalte lagen aber noch dort und sind auch nicht so einfach entfernen zu lassen.
    Das war eine ganz schöne Aktion, zumal die Betroffene eine Beamtenlaufbahn anstrebt und da könnte das ganze nicht so gut aussehen, wenn das mal rausgekommen wäre.

  9. Weilburg Bloggeron 28 Sep 2008 at 18:52

    @Miriam - ähnliche Fälle kenne ich zu genüge. Gerade bei Bildern, die schon etwas älter sind, und man sich da noch gar keine Gedanken gemacht hat, dass es vielleicht in ein paar Jahren ein Nachteil sein könnte.

    @Andrea W. - na gut - lassen wir gelten ;)

  10. Anonymuson 04 Okt 2008 at 01:13

    Mir ist dass alles egal. Sollen doch Bilder von mir im Vollrausch im Netz stehen. Macht mir nichts aus. Ich weiss garnicht warum sich da alle so drüber aufregen.

  11. Weilburg Bloggeron 04 Okt 2008 at 13:13

    @Anonymus - naja wer anonym unterwegs ist, dem kann auch alles egal sein. Wenn es dir nichts ausmacht, warum nennst du dann deinen Namen nicht?

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