Dez 30 2008
Milliardengewinne - Strom wird trotzdem teurer
Trotz der Krise und dem tiefen Fall des Ölpreises steigen die Strompreise weiterhin an. Der Ölpreis und steigende Kosten wurden bisher immer als Beweggrund für Preiserhöhungen vorgeschoben - Nun zu Zeiten der Preisstürze bleibt der Aufwärtstrend für Strompreise trotzdem ungebrochen.
Die Stromriesen scheffeln Milliardengewinne und drehen weiter an der Preisschraube.
Die vier größten deutschen Stromanbieter haben ihre Gewinne einer Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahren stark gesteigert. Zwischen 2002 und 2007 verdienten die Unternehmen insgesamt 80 Milliarden Euro, wie die Grünen-Bundestagsfraktion unter Berufung auf eine in ihrem Auftrag verfasste Studie mitteilte.
Neuer Anstieg beim Strompreis im Januar
Ohne Steuern und Abgaben sei Strom in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2008 um 51 Prozent teurer geworden, teilte die Grünen-Fraktion mit Verweis auf die Studie der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes mit. Allein in diesem Jahr stieg demnach der Strompreis um rund 6,5 Prozent.Für Januar und Februar 2009 hätten insgesamt 480 deutsche Stromanbieter weitere Preiserhöhungen um durchschnittlich 8,4 Prozent angekündigt. Von dem neuen Anstieg seien insgesamt 50 Millionen Bundesbürger betroffen.
Auch für 2008 deutet sich Rekordgewinn an
Die vier großen deutschen Stromkonzerne - RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW - konnten ihre Gewinne in diesem Jahr in den ersten neuen Monaten im Schnitt um elf Prozent steigern, heißt es in der Studie. So habe EnBW ein Gewinnplus von fast einem Fünftel verzeichnet, RWE steigerte den Ertrag um sieben Prozent, E.ON um acht Prozent. Vom schwedischen Vattenfall-Konzern hätten keine separaten Zahlen für dessen Deutschland-Tochter vorgelegen. Damit deute sich für die vier großen Stromkonzerne nach dem Rekordjahr 2007 mit einem Gesamtgewinn von knapp 20 Milliarden Euro für 2008 trotz des Wirtschaftsabschwungs ein neues Rekordgeschäft an. Die Studie macht für die Gewinnsteigerungen der Konzerne vor allem den Anstieg der Strompreise verantwortlich.
Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, forderte die Verbraucher auf, sich bei Verbraucherzentralen und im Internet über günstigere Tarife zu informieren und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.
Infoquelle: tagesschau.de
Bildquelle: rii-seez-power.ch












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