Archiv für Januar, 2009

Jan 23 2009

Feuerzangenbowle und Faschingsparty

FeuerzangenbowleHeute geht die Faschingsparty sowie das fröhliche Treffen am Bowlenkessel los.

Hier nochmal sämtliche Informationen zur Feuerzangenbowle und der Faschingsparty am heutigen Tag in Weilburg.

Der Ausschank der Feuerzangenbowle ist ab 17 Uhr auf dem Marktplatz vorgesehen.

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Jan 22 2009

Der Friseur von Hindukusch

Geposted von Igelballprinzessin unter Frei gedacht

Der Herrscher von Hindukusch legt einen solchen Wert auf das Äußere, dass er dazu einige Gesetze erlässt. Der Barbier der Stadt bekommt eine äußerst seltsame Anweisung. Er soll jedem einzelnen Bürger innerhalb von 6 Monaten die Haare schneiden. Wer danach noch keinen Haarschnitt hat soll enthauptet werden. Hobbybarbiere werden aus Hygienegründen nicht zugelassen. Keiner darf sich die Haare selbst schneiden, weswegen der Barbier rund um die Uhr überwacht wird, dass auch wirklich er die Arbeit macht. Sollte er schummeln würden ihm die Hände abgehackt werden.

Zu Anfang ist der Barbier glücklich, da er sich schon im Geld schwimmen sieht, wenn er den Auftrag richtig ausführt. Doch dann bekommt er beim Nachdenken einen Schock. Einen Tag später flieht er in die Berge, wo er sich die nächsten 20 Jahre versteckt hält.

Warum lässt er sich diese einmalige Gelegenheit, viel Geld zu verdienen, entgehen?

Ganz einfach: Er wurde durch den Gedanken an seine eigenen Haare erschreckt. Was er auch tut, er muss die Regeln brechen!

Dieses Problem ist eine Variation einer sehr alten Fragestellung, die von Bertrand Russel wiederentdeckt wurde. Dieser sprach von der “Menge aller Mengen, die sich nicht selbst als Element enthalten” und ob diese Mengen dann ein Element ihrer selbst sind oder nicht. Dieser Mangel an Logik liess ihn denken, sein Lebenswerk sei zerstört, so dass er wochenlang weder schlafen noch essen konnte. Sein Kollege, ein Mathematik Philosoph, sprach hier von einer “Erschütterung der Arithmetik”.

Viele Lösungsversuche wurden für dieses Problem herausgearbeitet, überzeugen jedoch konnte keines. Zum Beispiel lautete eines, dass der Barbier einfach versuchen sollte die Wächter mit geschickten Argumenten zu verwirren. Oder der Barbier sollte sich selbst einen so großen Schock zufügen, dass ihm alle Haare ausfallen. Dies geht aber alles am Kern vorbei.

In seinem Werk Principia Mathematica versucht Russel Lösungen für 7 unterschiedliche Variationen dieses Problems zu finden und formuliert seine ursprüngliche Fragestellung um. “Ist die Menge aller Mengen, die nicht Teil ihrer selbst sind, Teil ihrer Selbst oder nicht, und wenn sie es nicht ist, ist sie es dann?” Das ist zwar sehr präzise ausgedrückt , löst aber keinesfalls den Widerspruch auf.

Russel meinte daher radikal, dass sämtliche Aussagen als verboten oder bedeutungslos angesehen werden müssten, die sich auf sich selbst beziehen. Er vergaß leider, dass es viele selbstreferenzielle Aussagen gibt, die genau dadurch erst ihre Bedeutung erhalten …

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Jan 16 2009

KidsCollege Ausstellung voller Erfolg

KidsCollegeHier klicken - Kids College Information!

Die Eröffnung der KidsCollege Ausstellung im Rathaus Löhnberg war ein voller Erfolg. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zu den Eröffnungsansprachen von Torsten Heimann, den Bürgermeistern, Julian (KC Student), Dozenten und Förderern des Projektes Kids College drängten sich dutzende Eltern, Dozenten, Politiker und Pressevertreter im Rathaus. Eltern mit ihren Kindern und Interessierte konnten sich anhand von Videos, Bildern und der neuen Ameisenfarm ein Bild machen über die vergangenen Projekte und die geplanten Veranstaltungen und Vorlesungen.
Julian bei seiner Eröffnungsrede zur KidsCollege Ausstellung
Im Anschluss an die Rede von Julian (Studienteilnehmer der ersten Stunde), die übrigens den meisten Applaus zu verzeichnen hatte, folgte die Vorstellung des eigens produzierten KidsCollege Songs, der demnächst mit den teilnehmenden Kids im Tonstudio aufgenommen werden soll.

Einige Kinder, die an dem Projekt teilnehmen waren anwesend und zeigten sich für die Feuerprobe im voraus zum Erstaunen der Band Raketenklee schon sehr textsicher.

Die Kleeblätter, aka Tobias Biedert, Raimund Rieger und Marc Schamp waren nicht nur erstaunt sondern schlichtweg begeistert. Somit sollte auch bei diesem Projekt der Erfolg vorprogrammiert sein.Raketenklee bei der Vorstellung des KidsCollege Songs

Weitere Bilder zur Eröffnung der Kids College Ausstellung gibts hier.

Natürlich wollen wir es auch nicht versäumen, der Hauptantriebsfeder des Projektes KidsColleges, Torsten Heimann, recht herzlich zum heutigen Geburtstag zu gratulieren. Also auf diesem Wege alles Gute und viel Erfolg weiterhin mit den laufenden und geplanten Projekten wünscht die Crew von weilburg-online.de.

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Jan 15 2009

KidsCollege Ausstellung im Rathaus Löhnberg

KidsCollege Hier klicken - Kids College Information!

Heute beginnt die Ausstellung zu Ehren des Kids Colleges im Löhnberger Rathaus.

Die Bürgermeister, H.P. Schick aus Weilburg, Jörg Sauer aus Löhnberg und Torsten Sprenger aus Weinbach werden die Dauerausstellung um 17.00 Uhr eröffnen.

Weiter Infos zur Ausstellung in Löhnberg

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Jan 14 2009

Bauer Pepe und die Kuh Charlotte

Geposted von Igelballprinzessin unter Frei gedacht

Die Protagonisten meiner heutigen Geschichte sind Bauer Pepe und seine Kuh Charlotte (für die er bereits mehrere Auszeichnungen erhalten hat). Irgendwann begann Pepe sich Sorgen zu machen um seine Kuh. Selbst als sein Knecht Franz ihm versicherte, dass sie friedlich auf einer Weide grase, beruhigte ihn das nicht, denn er wollte sich nicht nur zu 99 %, sondern zu 100 % sicher sein. Er wollte also nicht glauben, dass es Charlotte gut geht, er wollte es wissen.

Er ging also hinaus und sah in der Ferne hinter den Bäumen ein schwarz-weißes Etwas, das er als Charlotte erkannte. Zurück am Hof berichtete er beruhigt, dass mit der Kuh alles in Ordnung sei. Aber weiß Bauer Pepe das wirklich?

Als sein Knecht Franz ebenfalls hinausging um nach dem Rechten zu sehen, fand er Charlotte schlafend in einer versteckten Senke, die Pepe vom Gatter aus gar nicht hätte sehen können! Außerdem entdeckte er ein großes schwarz-weißes Papier, das sich in einem der Bäume in der Ferne verfangen hatte.

Also Charlotte befand sich tatsächlich auf der Weide, genauso wie Pepe geglaubt hatte. Durfte er aber behaupten, dies zu wissen?

Die meisten denken, dass wir etwas wissen wenn:

  • wir glauben, dass es so ist;
  • wir einen relevanten, nachprüfbaren Grund für unsere Überzeugung haben
  • und sich dieser auch als wahr erweist

Im Fall von Bauer Pepe jedoch, waren alle diese Bedingungen erfüllt, trotzdem konnte er nicht behaupten, es zu wissen. Darauf sehen wir, dass wir wohl eine veränderte Definition von “Wissen” brauchen. Obwohl Wissen auf gerechtfertigten, wahren Überzeugungen beruht, bedingen diese jedoch nicht das Wissen.

Viele Philosophen haben versucht, dieses Problem zu lösen. Manche erweiterten die Defnition einfach um den Punkt, dass Wissen nicht auf fälschlichem Glauben beruhen kann. (Das wirft die Frage auf, was denn dann “richtiger Glaube” ist. Ist das nicht Wissen? ) Oder sie strichen die komplette Behauptung und ermöglichten auch ein Wissen ohne Glauben. Oder sie machten Wissen nicht nicht vom Glauben abhängig, sondern von der sogenannten “Akzeptanz”.

Dieses Problem der absoluten Gewissheit stellt die Basis für einen großen Teil der alten, griechischen Philosophie, die von Descartes auf den Punkt gebracht wurde. Er glaube die Antwort gefunden zu haben, indem er sich auf die Gewissheit seiner eigenen Existenz als denkendes Wesen berief. Diese definiert sich durch den berühmten Ausspruch “Cogito, ergo sum.” (Ich denke, also bin ich) Das war nach seiner Ansicht auch etwas, das er mit Sicherheit wusste und nicht nur glaubte.

Wie man sieht ein umstrittenes Thema, bei dem ich auch nicht unbedingt eine Antwort bieten möchte. Letztlich läuft es wieder auf die Definitionsfrage hinaus.

Ich weiß nur eines … dass ich glaube zu wissen.

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