Archiv für April, 2009

Apr 30 2009

Morgentliches Lustwandeln im Schlossgarten

Morgentliches Lustwandeln im Weilburger Schlossgarten

Bilder sagen mehr als Worte.

Wer also Lust hat “Lustzuwandeln” sollte sich am Sonntagmorgen, 3. Mai 2009 ab 8.00 Uhr im Weilburger Schlossgarten einfinden.

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Apr 29 2009

Das Weilburger Landtor - Teil 2

Landtor Inschrift

Nachdem weilburg-online.de in einem vergangenen Artikel schon über die Vorgeschichte des Landtores berichtete, folgt hier nun die Historie des eigentlichen Entstehungsprozesses dieses Monumentes, um das kein Besucher der Altstadt in Weilburg herumkommt.

Auf Wunsch des Fürsten von Nassau-Weilburg entstand der Entwurf des klassizistischen Landtores - 10m breit, 11m hoch, mit einer Durchfahrt von 3,50m Breite und 4m Tiefe. Erbaut werden sollte das Tor später aus Lahnmarmor und außerdem durch ein doppelflügeliges Tor mit Türchen ergänzt werden.

Ein Blick auf die Pläne des damaligen Architekten zeigt uns ein anderes Landtor, als das, wie wir es heute kennen. Ursprünglich sollte es ein schmuckreicher Bau werden mit reich gestaltetem Toraufsatz und vorgestellten Säulen. Man kann nur vermuten, weshalb das Monument so viel schlichter als geplant ausgefallen ist. Möglicherweise hatte man die Kosten nicht decken können. Vielleicht lag es auch an der langen Unterbrechung während der Bauausführung, die wohl aufgrund des Siebenjährigen Krieges erfolgte. So dauerte es vom Legen des Grundsteines am 17. September 1759 ganze neun Jahre, bis der Bau fertiggestellt wurde.

Landtor Weilburg

Interessant zu wissen ist außerdem, dass in den Grundstein des Baus Weilburger Münzen, Weilburger Wein und eine Kupferplatte mit eingravierter Inschrift eingemauert wurden, was uns eine Aufzeichung des damaligen Pfarrer in das Kirchenbuch erzählt. Die Inschrift (im Original in Latein) lautet übersetzt wie folgt:

Sei gegrüßt, Du freundlich gesinnte Nachwelt, der Du ein Interesse daran hattest, das tiefe Fundament (dieses Bauwerks) zu durchforschen! Wer es gelegt, wer darüber das feste Gefüge aus viereckigen Blöcken errichtet hat als Tor und Schmuck seiner Vaterstadt, willst voll Eifer Du wissen? Karl war es Nassaus durchlauchtigster Fürst, Graf zu Saarbrücken und Saarwerden, Herr zu Lahr, Wiesbaden und Idstein, der angenehmste und mildeste Vater des Vaterlandes, dem Alter nach noch ein Jüngling, doch an Frömmigkeit, Tugend und Standhaftigkeit den Ersten voraus und nach Planung und Führung seiner Regierung ein (weiser) Greis. Nachdem er von frühester Jugend an unter Führung des hochedlen Herrn Carl de le Pottrie als Gefolgsmann der Musen in fremde Lande gezogen war, ist er jetzt selbst ein Führer des Vereinigten Belgien und im Begriff, bei den Batavern glücklich seinen heimischen Herd und seine Ehe zu gründen. Doch hat er sein Vaterland nicht hintangesetzt, sondern mit großem eignen Aufwand baut er die Hauptstadt aus, schmückt sie, legt Straßen an und säumt den Fluß mit einer Mauer. Durch Wohltätigkeit, Freigebigkeit, Milde und schließlich mit väterlicher Liebe hilft er seinem Volk, erfüllt es mit neuer Kraft und richtet das Staatswesen auf’s beste ein. Du aber mögest das Andenken an diesen allerbesten Fürsten heilig halten und in Ruhe und Sicherheit ein Leben in Würde führen können, das dem unseren nicht nachsteht.
Weilburg, am 17. September im Jahre des Erlösers 1759

Die Weilburger ahnten also schon damals, dass dieser Bau eine lange Zeitspanne dort verbringen würde. Hoffen wir, dass er uns noch viele weitere Jahre erhalten bleibt …

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Apr 29 2009

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Apr 29 2009

An Mutter denken…

…und Rosen verschenken. So könnte der Titel zum Bild lauten.

Rosen zum Muttertag

Am 10. Mai ist Muttertag. Höchste Zeit sich Gedanken über das anstehende Muttertagsgeschenk zu machen. Diese Woche präsentieren wir Tips, Trends und Anregungen rund um den Muttertag.

Egal ob Blumen , Reisen oder andere Überraschungen - Selbstgebasteltes oder ein “Dienstleistungsgutschein” - es soll Freude machen.

Vielleicht verschenken sie einfach mal ein Wochenendaufenthalt oder eine Übernachtung in Weilburg.

Denken sie einfach mal drüber nach.

Rechtzeitig geplant entsteht auch nicht der übliche “Last minute” Stress und der Muttertag wird für alle zum wohlverdienten Erholungs- und Entspannungstag.

Bildquelle: Igelballprinzessin/ pixelio.de

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Apr 28 2009

Der Weilburger Schlossgarten (1)

Für Touristen stellen die Schlossanlagen und der Schlossgarten sicherlich einen der ersten Anlaufpunkte während ihrer Tour durch Weilburg dar.

Blick-SchlossgartenAllein der Blick vom südlichen Gartenende auf das Lahntal ist auf jeden Fall einen Ausflug in den Garten wert.
Die Anlagen, die sich über ca. 3,3 ha Fläche erstrecken, wurden auf verschiedenen Terrassen und Plateaus über mehrere Geländestufen hinweg errichtet.

Mit dem Anlegen des Gartens begann man schon im 16. Jahrhundert unter Graf Philipp III., was unter seinem Nachfolger Graf Albrecht fortgesetzt wurde. Die ersten Gartenanlagen entstanden südlich des neu erbauten Schlosses. Man hielt eine solche gärtnerische Anlage für erforderlich als passende Ergänzung zu den Schlossbauten. Nachdem jedoch die Schäden des Dreißigjährigen Krieges beseitigt werden mussten, ergriff man die Initiative für eine Komplettveränderung und -erweiterung der Anlagen, und machte daraus einen Lustgarten mit sich überkreuzenden Wegen und Wasserspielen.

Graf Johann Ernst v. Nassau-Weilburg nahm wiederum sowohl in den Gartenanlagen als auch in der gesamten Stadt umfangreiche Baumaßnahmen vor, wodurch es zu einer umfassenden Neugestaltung des Gartens kam.

1702 wurde der Garten durch weitere Elemente ergänzt. Baumeister Rothweil erstellte die Pläne für eine “obere Orangerie” und eine “untere Orangerie“, die wesentlich zur Gestaltung der barocken Gartenräume beitrugen. Neben dem Gebäude, das die Orangerien verbindet, befinden sich Freitreppen. Ursprünglich wurde der Bau dort als Gewächshaus zur Überwinterung der Kübelpflanzen genutzt - heute befindet sich dort seit langem das “Schlosscafe“.

Untere Orangerie

Die Grundstruktur der Anlagen ist bis heute geblieben (mit den Orangerien, den Stützmauern, den Balustraden und dem Lindensaal), jedoch ist der barocke Originalzustand nicht mehr gegeben, sondern wurde im Nachhinein nachgebaut durch eine Rebarockisierung zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

Eine nachträgliche Erweiterung des Gartens stellt auch das Gebück dar. Durch entsprechende Bepflanzung wurde das Hindernis, welches allein schon durch den vorhandenen Steilhang gegeben war, noch verstärkt. Die Zugangswege und die Umgestaltung zum Landschaftspark folgten jedoch im 18. Jahrhundert.

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