Archiv für Mai, 2011

Mai 11 2011

Runen, Items, Gartensamen…alles virtuelle Ware

Das Geschäft mit virtuellen Gütern.

Der Markt für die sogenannten virtuellen Güter scheint schier unerschöpflich. Einige hundert Millionen Euro fliessen jährlich über die virtuellen Theken von Spieleanbietern, Browsergameseiten, App-Plattformen und Ebookverkäufern. Software und Hilfsprogramme für Smartphones wie z.B. das Iphone von Apple, die sogenannten Apps, eröffnen den Anbietern schier unerschöpfliche Möglichkeiten mit teils geringem Aufwand Unmengen an Umsätzen zu generieren.

Bei Amazon haben die Verkäufe von digitalen Waren in Form von MP3’s oder Ebooks exorbitant zugenommen. Im letzten Quartal überstiegen die Verkaufszahlen in diesem Bereich erstmals die Umsätze mit Hardcover Büchern. Diese Tatsache ist sicherlich auch durch den Erfolg des Ebookreaders Kindle begründet. In den USA ein Verkaufsschlager und mittlerweile auch in Deutschland erhältlich.

In der Spielewelt ist der Handel von virtuellen Dingen schon seit Jahren etabliert.

World of Warcraft (WoW) oder Diablo 2 sind zwei gute Beispiele. Millionen von Gamern spielen diese Spiele, jedoch hat nicht jeder die Geduld die erforderlichen Level oder Aufgaben zu lösen um beispielsweise an bestimmte Items, Künste oder Fähigkeiten zu gelangen. Wo Nachfrage besteht, läßt das Angebot nicht lange auf sich warten. So haben sich um diese Spiele ganze Handelsplattformen und Shops gebildet, die einem die gewünschten Fähigkeiten oder Items anbieten. Wer gerne mehr darüber erfahren möchte oder sogar Diablo 2 Items sucht, der sollte bei www.d2shopit.de mal reinschauen. Hier findet man allerlei Diablo 2 Items oder Diablo 2 Runen.

Browsergames sind in der Regel nicht so aufwendig und haben kein eigentliches Spielgeschehen in dem man eine Figur oder einen Charakter durch die Spielewelten bewegt was der Beliebtheit aber keinen Abbruch tut. Die Community der Browsergame Zocker wird immer größer. Das Game selbst ist kostenfrei, jedoch werden auch hier Umsätze mit speziellen Items, Skills oder VIP Specials generiert. Manchmal geht es auch lediglich um das Sammeln von bestimmten Items, deren Serienvervollständigung wiederum belohnt wird. Auch hier hat sich ein Wandel vollzogen. Sammelte man früher Abziehbildchen, Briefmarken oder Bierdeckel, ist man heute auch dazu bereit, für fehlende virtuelle Sammlerstücke in die Tasche zu greifen.

Die Zeiten ändern sich und die Möglichkeiten sein Geld auszugeben mit ihnen.

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Mai 03 2011

Diplom in die Tonne - wem nutzt das Bachelor/Master System?

bachelorBereits seit 10 Jahren laufen die Umstellungen des berüchtigten “Bologna-Prozesses”. Dies ist die europaweite Angleichung des Studiensystems. Für deutsche Studenten hat sich einiges geändert. Das bisher gültige Diplom gibt es nicht mehr. Diese wurde ersetzt durch das einheitliche Bachelor und Master System. Bis dato war die Regelstudienzeit in Deutschland für ein Diplomstudium 4 Jahre und wurde mit einem Diplom- oder Magisterabschluß beendet. Nun ist der Studierende bereits nach 3 Jahren mit einem Bachelor bereit für den Eintritt ins Berufsleben. Oder man hängt den Master mit einer zweijährigen Studienzeit hinten dran.

Ziel war und ist es, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen und die Gewährleistung zu haben, dass jeder Student eine vergleichbare Qualifikation hat, um z.B. nach dem Bachelor Abschluß in einem anderen Land sein Masterstudium zu absolvieren. Die Bachelorarbeit oder auch Bachelorthesis ist die schriftlich, wissenschaftlich ausgerichtete Arbeit, die das Bachelorstudium dann hoffentlich erfolgreich beendet. Über den “Gleichheitsfaktor” läßt sich jedoch streiten, wenn man zugrunde legt, dass der Betreuer an einem Lehrstuhl, den jeder Bachelor Absolvent für seine Bachelorthesis benötigt, ziemliche freie Entscheidung hat, wie umfangreich diese Arbeit zu sein hat. Hier bewegen sich die Vorgaben zwischen bis zu 60 Seiten und weniger als 20 Seiten, je nach Betreuer und Hochschule. Auch bei der Bewertung und Gewichtung der Bachelorarbeit gibt es keine definierten Vorgaben.

Wie viele ECTS-Punkte für die Bachelorarbeit gerechnet werden und damit der Einfluss der Bachelorarbeit auf die Gesamtnote ist ebenfalls nicht einheitlich definiert. An einigen Hochschulen wird die Bachelorarbeit nur mit 8 ECTS-Punkten bewertet und fällt damit kaum mehr ins Gewicht als eine übliche Vorlesung. Anderenorts kann die Bachelorarbeit aber auch bis zu 20% der Abschlussnote ausmachen.

Ein Vorteil ist, dass eine Spezialisierungen oder sogar ein Fachrichtungswechsel häufig möglich ist.
So könnte man beispielsweise nach einem BWL-Studium und einem Bachelorabschluss dann in Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht oder ähnlichen themenverwandten Studiengängen seinen Masterabschluß machen.

Ob dem bis zuletzt so hoch angesehenen deutschen Diplomabschluß, der jetzt durch einen internationalen Standart ersetzt wurde, der eigentlich keiner ist, später hinterher geheult wird, bleibt abzuwarten. Weitere Informationen rund um die Neuerungen im Studiensystem und das Thema BWL Studium kann man der Seite www.bwl-studieren.net entnehmen.

Bildquelle: nayyade stock - deviantart

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