Archiv für das 'Christianes Tierwelt' Thema

Aug 25 2009

Kangal des Jahres 2009

Auf der Kangal Projekt Seite von unserer Mitautorin Christiane KANGAL WORLD findet derzeit die Wahl zum Kangal des Jahres 2009 statt. Die inzwischen selbst von Tiermedizinern anerkannte Seite über den Anatolischen Hirtenhund Kangal ist mittlerweile zu DER Anlaufstelle in Bezug auf Ernährung, Erziehung, Rassemerkmale oder Ursprung des Herdenschutzhundes geworden.

Gesammelt, recherchiert, geordnet, sortiert und aufgearbeitet findet man von A wie Anatolischer Hirtenhund bis Z wie Zuchtrichtlinien alles worüber man Bescheid wissen sollte, wenn man damit liebäugelt sich einen solchen eigenwilligen Riesen in sein “Rudel” zu holen.

Bei der Wahl zum Kangal des Jahres kann jeder Kangal teilnehmen, der (bzw sein Halter/in) ein paar Bilder und einen Text einsendet. Der abgebildete Kangal ist übrigens Max und einer der Teilnehmer. Max lebt in Bursa/ Türkei. Also es sind bei Teilnahme auch keine Ländergrenzen gesetzt. Vielleicht hat ja jemand in Weilburg oder Umgebung einen solchen Hirtenhund und möchte Weilburg würdig bei der Wahl vertreten.

Bildquelle: http://kangalworld.blogspot.com

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Apr 09 2009

Grossprojekt 100.000 Bachforellen

Walter Härtl Hr. Renner Winfried KleinDer FSV Oberlahn e.V. 1885 startete diese Woche das Grossprojekt “Bachforelle”.

In dem Großversuch wurden zwischen Leun und Runkel 100.000 Bachforellen an 5 schnellfliessenden Stellen in der Lahn eingesetzt.

Laut dem Gewässerwart und Vorstandsmitglied des FSV Winfried Klein soll in den nächsten 2-3 Jahren beobachtet werden, ob die Bachforelle, die übrigens 2005 Fisch des Jahres war, in den Lahnbereichen anwächst und verbleibt.

Auf dem Bild zu sehen Walter Härtl, Vorstandsmitglied des FSV Oberlahn, Mitglied Hr. Renner und Vorstandsmitglied und Gewässerwart Winfried Klein beim Einsetzen der Fische an der Schleuse am Schiffstunnel in Weilburg.

W. Klein und D. Firzlaff
Die Forellen kommen aus dem Siegerland von Fischzüchter Dietmar Firzlaff aus Siegen. Hier mit Winfried Klein beim Einsetzen in Weilburg am Schiffstunnel an der Schleuse.

Die Bachforellen-Zöglinge wurden in…..

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Apr 09 2009

Die Bachforelle

BachforelleDie Bachforelle wurde nicht umsonst 2005 zum Fisch des Jahres gewählt. Sie gehört mit zu den bekanntesten, heimischen Fischarten und bevorzugt meist klare, kalte und sauerstoffreiche Fließgewässer (teilweise auch Seen bis zu einer Seehöhe von 1500m und wenn ein Zufluss mit Laichmöglichkeit gegeben ist). Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Mitteleuropa, Spanien bis nach Skandinavien.

Grundsätzlich lieben Bachforellen Verstecke und tiefe Stellen im Wasser und sind sehr empfindlich gegen Verschmutzungen. Daher finden sie sich auch sehr selten in größeren Seen und Flüssen ein.

Zur Laichzeit sind sie in kleinen Nebenbächen und schnell durchströmten Flachwasserbereichen zu finden. Zu ihrer Nahrung gehören vorzugsweise Krebse, Würmer, Insekten und selten auch kleinere Fische. Im Durchschnitt beträgt die Größe einer Bachforelle 30 - 60 cm, bei einem Gewicht von ca. 0,5 - 2 kg. Doch bei entsprechend guter Nahrungsaufnahme kann ein Exemplar schonmal eine Größe von bis zu einem Meter und ein Gewicht von über 9 kg erreichen. Erstaunlich ist außerdem die perfekte Tarnung: Sie kann wie ein Chamäleon ihre Farbe und Zeichnung dem Untergrund anpassen, was sie für natürliche Feinde schwer auffindbar macht.

Trotz allem gehört sie zu den bedrohten Tierarten, da ihr Lebensraum durch die Verbauung der Flüsse und zu viele Barrieren (Wehre, Staustufen etc.) extrem eingeschränkt wird. Hinzu kommen die zunehmende Gewässerverschmutzung und der saure Regen, die viele Gegenden für die Bachforelle unbewohnbar machen. Dass sie trotzdem immer noch in vielen Gegenden verbreitet ist, ist nur den Besatzungmaßnahmen der Angler und Fischereiverbände zu verdanken, wie zum Beispiel der Grossversuch des FSV Oberlahn, bei dem 100.000 Bachforellenzöglinge (2 cm) in der Lahn zwischen Leun und Runkel eingesetzt wurden.

Fotograf:
Wolfgang Hauer
Infoquelle:
Verband Deutscher Sportfischer e.V.
V.i.S.d.P.
Wolfgang Düver

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Mär 20 2009

Gibt es schon Nachwuchs im Tiergarten?

MuffelwildAuch im März findet wieder eine tolle Veranstaltung im Weilburger Tiergarten statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen möchten. Am kommenden Mittwoch um 18 Uhr können sich alle Besucher auf eine Wanderung unter dem Motto “Osterlämmer” zu den Skudden und Muffelwild und möglicherweise schon über Nachwuchs freuen.

Die Skudden sind in Nordeuropa beheimatete Landschafe, deren Vorgänger die Mufflons sind und deren Wolle schon vor über 2000 Jahren zum Fertigen von Kleidern genutzt wurde. Während des letzten Jahrhunderts ging ihr Bestand immer weiter zurück, bis er schliesslich in den 80er Jahren einen Tiefstand von weltweit 200 Exemplaren erreichte und die Rasse auszusterben drohte. Engagierten Züchtern und Tierparks ist es zu verdanken, dass heute hierzulande von einem Bestand von 2500 Tieren ausgegangen werden kann.

Der keilförmige Kopf, ein schneckenförmiges Gehörn und eine ausgeprägte Mähne sind zeichnend für die Skudden. Außerdem besitzen die Landschafe einen kurzen, dreieckigen Schwanz, der nur zu einem Drittel bewollt ist.

Erstaunlich im Vergleich zu Wildschafen ist die unabhängige Deckbereitschaft, da weibliche Skudden bereits im ersten Lebensjahr tragen können. Die Geburt der meist ein bis zwei Lämmer erfolgt fast immer ohne menschliche Hilfe.

Böcke erreichen bis zu 60 kg, bei einer Widerristhöhe von 65 cm. Die Weibchen werden bist zu 50 kg schwer und erreichen nur eine Widerristhöhe von ca. 60 cm. Die Lebenserwartung beträgt bei beiden Geschlechtern ca. 20 Jahre.

Da Skudden sehr anspruchslose und gesundheitlich robuste Tiere sind, können sie problemlos auf kargen Weiden mit offenem Unterstand ganzjährig gehalten werden.

Muffelwilder haben eine ereignisreiche Vergangenheit zu verzeichnen und es ist erstaunlich, dass sich die Wildschafe bis heute erhalten konnten. Durch die Klimaveränderung während der Eiszeit überlebten nur einige Tiere auf Korsika und Sardinien. Hinzu kam eine starke Bejagung im 16. Jahrhundert, wodurch der Bestand weiter zurückging, bis Ende des 20. Jahrhunderts ein Jagtverbot erlassen wurde.

1935 waren einige Tiere in den Weilburger Tiergarten gebracht worden, wo sie sich allerdings nicht lange aufhielten und allesamt über die 2m hohe Mauer in den Wald ausbrachen.

Zeichnend sind kurzes, braunrotes Sommerfell und ein langes, dichtes Winterkleid. Unterseite der Beine und Schnauze sind grauweiß. Hinzu kommt eine weiße Zeichnung auf dem Rücken, der sog. Sattelfleck. Ab dem ersten Lebensmonat wachsen die schneckenartigen Gehörne der Muffellämmer und können bei ausgewachsenen Tieren eine Länge von bis zu 80 cm bei vollständiger Rundung erreichen.

Nach der Paarungszeit und ca. 22 Wochen Tragezeit, können in der Regel im April Nachwuchstiere (meist ein Tier pro Schaf) erwartet werden, die dann im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif werden. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 16 Jahren, in der der freien Wildbahn etwas niedriger. Die Kopf-Rumpf-Länge eines Muffelwildes beträgt in der Regel 110 - 130 cm, die Schulterhöhe 65 - 90 cm und das Gewicht 25 - 50 kg.

Meist in Laub- und Mischwäldern zu Hause, ernähren sich die Tiere hauptsächlich von Gräsern. Sie leben gesellig mit ihrem Rudel zusammen und sind in der Regel tagaktiv.

Die Besucher können gespannt sein, ob die Weilburger Muffelwilder schon ausgetragen haben. Weilburg-online.de wünscht viel Spaß bei der ersten Frühlingswanderung :-)

Bildquelle: pixelio.de
Fotograf: Ernst Rose

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Feb 20 2009

Jurassic Park im Weilburger Tiergarten?

Am kommenden Aschermittwoch um 16:30 Uhr ist es wieder soweit: Der Weilburger Tiergarten lädt zu einer spannenden Führung, bei der bereits der Titel vielversprechend wirkt.

“Jurassic Park?” oder: Kann man Tiere zurückzüchten?

Passend zum Thema findet eine Wanderung zu den Tarpanen und den Auerochsen statt, deren ursprüngliche Arten lange schon ausgestorben sind.

Nachweise für den Aufenthalt von Auerochsen in Deutschland reichen bis in eine Zeit von vor 250.000 Jahren zurück. Im 9. Jahrhundert fanden jedoch große Rodungsperioden statt, wodurch derAuerochsen im Weilburger Tiergarten Artenbestand schon drastisch verringert worden war, bis die ursprüngliche Art 1627 endgültig ausstarb. Die Pflanzenfresser und Herdentiere wurden damals bis zu 1000 kg schwer (die Männchen schwerer als die Weibchen) und nahezu zwei Meter groß. Hinzu kamen 80 cm lange Hörner. Die Fellfarben reichten von schwarzbraun bis grauweiss. Durch einen damals sehr stark ausgeprägten Mondkult, begann man Rinder zu Kultzwecken zu domestizieren. Die Hörner der Rinder symbolisierten die Mondgöttin, welche Fruchtbarkeit verkörpern sollte. 1934 begannen zwei Brüder damit, Rückzüchtungen durchzuführen.

Sie kreuzten verschiedene Rinderrassen, bei denen das ursprüngliche Aussehen der Auerochsen weitestgehend bewahrt worden war. Dadurch kann man sich zwar heute ein ungenaues Bild davon machen, wie diese Tiere einmal ausgesehen haben, kann die Rasse jedoch nicht wiederbeleben, da das Erbgut mit der letzten Kuh für immer ausgestorben ist.

Die Tarpane gehören zu einer Pferdeart, die wahrscheinlich mit zu den ursprünglichen Pferdeformen des heutigen Hauspferdes gehört. Etwas kräftiger als Wildpferde, suchten sie in den Wäldern Osteuropas Schutz vor Wölfen und Bären. Noch vor 200 Jahren wurden sie wild lebend beobachtet und galten bis 1798 als jagbares Wild. Privaten Pferdenarren ist es zu verdanken, dass die Art damals nicht ausgestorben ist. Diese sorgten mit einer Einfangaktion dafür, dass die noch reinen Tarpane in einem Wildpark angesiedelt wurden und sich weitervermehren konnten. Aus finanziellen Gründen konnten sie dort nur knapp 3 Jahrzehnte bleiben, und wurden anschliessend, weil als nutzlos angesehen, an die umliegenden Bauern verschenkt, was gleichwohl ihr Ende bedeutete, da die reine Art des Tarpans fortan mit “gewöhnlichen” Hauspferden gekreuzt wurde. Auch hier fanden wenig später Rückzüchtungen statt, die uns heute ein Abbild von einer Tierart liefern, die wir selbst ausgerottet haben.

Ein interessantes Thema also, für das es sich lohnen wird am Mittwoch in den Tiergarten zu fahren.

Außerdem weisen wir auch darauf hin, dass am 01.03.09 wieder eine Fütterungstour stattfindet.

Bildquelle: www.weilburg-lahn.info / Rudi Müller

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