Archiv für das 'Christianes Tierwelt' Thema

Mär 20 2009

Gibt es schon Nachwuchs im Tiergarten?

MuffelwildAuch im März findet wieder eine tolle Veranstaltung im Weilburger Tiergarten statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen möchten. Am kommenden Mittwoch um 18 Uhr können sich alle Besucher auf eine Wanderung unter dem Motto “Osterlämmer” zu den Skudden und Muffelwild und möglicherweise schon über Nachwuchs freuen.

Die Skudden sind in Nordeuropa beheimatete Landschafe, deren Vorgänger die Mufflons sind und deren Wolle schon vor über 2000 Jahren zum Fertigen von Kleidern genutzt wurde. Während des letzten Jahrhunderts ging ihr Bestand immer weiter zurück, bis er schliesslich in den 80er Jahren einen Tiefstand von weltweit 200 Exemplaren erreichte und die Rasse auszusterben drohte. Engagierten Züchtern und Tierparks ist es zu verdanken, dass heute hierzulande von einem Bestand von 2500 Tieren ausgegangen werden kann.

Der keilförmige Kopf, ein schneckenförmiges Gehörn und eine ausgeprägte Mähne sind zeichnend für die Skudden. Außerdem besitzen die Landschafe einen kurzen, dreieckigen Schwanz, der nur zu einem Drittel bewollt ist.

Erstaunlich im Vergleich zu Wildschafen ist die unabhängige Deckbereitschaft, da weibliche Skudden bereits im ersten Lebensjahr tragen können. Die Geburt der meist ein bis zwei Lämmer erfolgt fast immer ohne menschliche Hilfe.

Böcke erreichen bis zu 60 kg, bei einer Widerristhöhe von 65 cm. Die Weibchen werden bist zu 50 kg schwer und erreichen nur eine Widerristhöhe von ca. 60 cm. Die Lebenserwartung beträgt bei beiden Geschlechtern ca. 20 Jahre.

Da Skudden sehr anspruchslose und gesundheitlich robuste Tiere sind, können sie problemlos auf kargen Weiden mit offenem Unterstand ganzjährig gehalten werden.

Muffelwilder haben eine ereignisreiche Vergangenheit zu verzeichnen und es ist erstaunlich, dass sich die Wildschafe bis heute erhalten konnten. Durch die Klimaveränderung während der Eiszeit überlebten nur einige Tiere auf Korsika und Sardinien. Hinzu kam eine starke Bejagung im 16. Jahrhundert, wodurch der Bestand weiter zurückging, bis Ende des 20. Jahrhunderts ein Jagtverbot erlassen wurde.

1935 waren einige Tiere in den Weilburger Tiergarten gebracht worden, wo sie sich allerdings nicht lange aufhielten und allesamt über die 2m hohe Mauer in den Wald ausbrachen.

Zeichnend sind kurzes, braunrotes Sommerfell und ein langes, dichtes Winterkleid. Unterseite der Beine und Schnauze sind grauweiß. Hinzu kommt eine weiße Zeichnung auf dem Rücken, der sog. Sattelfleck. Ab dem ersten Lebensmonat wachsen die schneckenartigen Gehörne der Muffellämmer und können bei ausgewachsenen Tieren eine Länge von bis zu 80 cm bei vollständiger Rundung erreichen.

Nach der Paarungszeit und ca. 22 Wochen Tragezeit, können in der Regel im April Nachwuchstiere (meist ein Tier pro Schaf) erwartet werden, die dann im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif werden. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 16 Jahren, in der der freien Wildbahn etwas niedriger. Die Kopf-Rumpf-Länge eines Muffelwildes beträgt in der Regel 110 - 130 cm, die Schulterhöhe 65 - 90 cm und das Gewicht 25 - 50 kg.

Meist in Laub- und Mischwäldern zu Hause, ernähren sich die Tiere hauptsächlich von Gräsern. Sie leben gesellig mit ihrem Rudel zusammen und sind in der Regel tagaktiv.

Die Besucher können gespannt sein, ob die Weilburger Muffelwilder schon ausgetragen haben. Weilburg-online.de wünscht viel Spaß bei der ersten Frühlingswanderung :-)

Bildquelle: pixelio.de
Fotograf: Ernst Rose

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Feb 20 2009

Jurassic Park im Weilburger Tiergarten?

Am kommenden Aschermittwoch um 16:30 Uhr ist es wieder soweit: Der Weilburger Tiergarten lädt zu einer spannenden Führung, bei der bereits der Titel vielversprechend wirkt.

“Jurassic Park?” oder: Kann man Tiere zurückzüchten?

Passend zum Thema findet eine Wanderung zu den Tarpanen und den Auerochsen statt, deren ursprüngliche Arten lange schon ausgestorben sind.

Nachweise für den Aufenthalt von Auerochsen in Deutschland reichen bis in eine Zeit von vor 250.000 Jahren zurück. Im 9. Jahrhundert fanden jedoch große Rodungsperioden statt, wodurch derAuerochsen im Weilburger Tiergarten Artenbestand schon drastisch verringert worden war, bis die ursprüngliche Art 1627 endgültig ausstarb. Die Pflanzenfresser und Herdentiere wurden damals bis zu 1000 kg schwer (die Männchen schwerer als die Weibchen) und nahezu zwei Meter groß. Hinzu kamen 80 cm lange Hörner. Die Fellfarben reichten von schwarzbraun bis grauweiss. Durch einen damals sehr stark ausgeprägten Mondkult, begann man Rinder zu Kultzwecken zu domestizieren. Die Hörner der Rinder symbolisierten die Mondgöttin, welche Fruchtbarkeit verkörpern sollte. 1934 begannen zwei Brüder damit, Rückzüchtungen durchzuführen.

Sie kreuzten verschiedene Rinderrassen, bei denen das ursprüngliche Aussehen der Auerochsen weitestgehend bewahrt worden war. Dadurch kann man sich zwar heute ein ungenaues Bild davon machen, wie diese Tiere einmal ausgesehen haben, kann die Rasse jedoch nicht wiederbeleben, da das Erbgut mit der letzten Kuh für immer ausgestorben ist.

Die Tarpane gehören zu einer Pferdeart, die wahrscheinlich mit zu den ursprünglichen Pferdeformen des heutigen Hauspferdes gehört. Etwas kräftiger als Wildpferde, suchten sie in den Wäldern Osteuropas Schutz vor Wölfen und Bären. Noch vor 200 Jahren wurden sie wild lebend beobachtet und galten bis 1798 als jagbares Wild. Privaten Pferdenarren ist es zu verdanken, dass die Art damals nicht ausgestorben ist. Diese sorgten mit einer Einfangaktion dafür, dass die noch reinen Tarpane in einem Wildpark angesiedelt wurden und sich weitervermehren konnten. Aus finanziellen Gründen konnten sie dort nur knapp 3 Jahrzehnte bleiben, und wurden anschliessend, weil als nutzlos angesehen, an die umliegenden Bauern verschenkt, was gleichwohl ihr Ende bedeutete, da die reine Art des Tarpans fortan mit “gewöhnlichen” Hauspferden gekreuzt wurde. Auch hier fanden wenig später Rückzüchtungen statt, die uns heute ein Abbild von einer Tierart liefern, die wir selbst ausgerottet haben.

Ein interessantes Thema also, für das es sich lohnen wird am Mittwoch in den Tiergarten zu fahren.

Außerdem weisen wir auch darauf hin, dass am 01.03.09 wieder eine Fütterungstour stattfindet.

Bildquelle: www.weilburg-lahn.info / Rudi Müller

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Feb 05 2009

Eine Vorstellung des Weilburger Tiergartens

Wolf im Weilburger Tiergarten
Das Gelände des Tierparks ist ca. einen Quadratkilometer groß und wird von einem Netz aus Pfaden und einem großen Rundweg durchzogen, der gute 6 km lang ist und von dem aus man an alle Gehege gelangt. Auf dieser Umrundung kommt man nicht nur an den zahlreichen Wildtieren vorbei, sondern auch an Baumdenkmälern, die über 400 Jahre alt sind und für die man sogar jetzt Patenschaften übernehmen kann. (Gilt natürlich auch für alle Tiere.)

Nicht weit vom Eingang der Tiergartens entfernt befindet sich ein hübsches Fachwerkhaus, das eine über 200-jährige Geschichte vorzuweisen hat und ursprünglich bei Limburg stand, später aber niedergelegt und in Weilburg wieder aufgebaut wurde. Nun befindet sich darin die Gaststätte “Hessenhaus”, die den Besuchern ganzjährig sowohl einen Gastraum als auch ein großes Sitzgelände im Freien bietet. Zudem hat der Garten ein eigenes Museum zu bieten, direkt neben der Gaststätte. In diesem Bauernmuseum kann sich jeder interessierte in die Lebensverhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhhunderts zurückversetzen lassen. Außerdem beinhaltet das Bauernhaus eine umfangreiche Sammlung an Brutvögeleiern aus ganz Deutschland und eigene Veranstaltungsräume.

Doch nicht nur tier- und naturbegeisterte Erwachsene kommen auf ihre Kosten. Auch für die Kleinen ist gesorgt, die sich auf dem großen Kinderspielplatz austoben können oder die süßen Kaninchen und Meerschweinchen im nahegelegenen Gehege bestaunen können.
Auch das Leben im Wasser kommt nicht zu kurz. Im Tiergarten befinden sich drei Teiche, in denen man Karpfen und etliche Wasservögel beobachten kann. In den Gehegen leben sowohl heimische Tiere, als auch solche, deren Heimat sich mittlerweile verlagert hat. Dazu gehören: Rehwild, Rotwild, Schwarzwild, Silkawild, Steinwild, Auerochsen, Elche, Tarpane, Waldkatzen, WIsente, Wölfe, Damwild, Fischotter, Luchse, Muffelwild und Przewalskipferde.

Zusätzlich informiert ein interessanter Pilzlehrpfad über die Notwendigkeit von Pilzen beim Umsetzen des Waldbodens. In der Nähe des Forsthauses befinden sich außerdem mehrere Bienenstöcke und ein in einer Schutzhütte errichteter Informationsstand.Luchs im Weilburger Tierpark

Der Tierpark engagiert sich durch einige Zuchtprogramme außerdem beim Erhalt gefährdeter Tierarten und konnte schon erfolgreich dazu beitragen, dass in Bayern Wildkatzen ausgewildert werden konnten, die in Weilburg das Licht der Welt erblickt hatten.

Am Sonntag lädt der Tiergarten außerdem zur ersten Veranstaltung des neuen Jahres ein, die unter dem Motto “Menschen, Tiere und Doktoren” steht. Beginnend um 14:00 Uhr wird darüber informiert, wie es den Wildtieren ergeht, wenn sie erkranken. Wer sich also dafür interessiert ob Wildtiere häufig krank werden, wie sie selbst damit umgehen und was der Tierarzt in solchen Fällen macht, sollte das auf keinen Fall verpassen.

Bildquelle: www.wolfgangblock.com
Fotograf : Wolfgang Block

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Feb 02 2009

Neue Serie über den Weilburger Tiergarten

Luchs im Weilburger Tiergarten (c) Wolfgang BlockEine gute Nachricht für alle Tierfreunde aus Weilburg und Umgebung:

Ab sofort wird in unregelmässigen Abständen eine Artikelserie rund um den Weilburger Tiergarten starten. Unter anderem wird über die Geschichte und Entwicklung des Tiergartens berichtet werden, sowie über die Tiere im Einzelnen. Außerdem versuchen wir euch bzgl. Veranstaltungen, Ausstellungen, Thementagen etc. auf dem Laufenden zu halten.

Wer dem Tiergarten noch keinen Besuch abgestattet hat, sollte dies unbedingt nachholen. Einlass wird ganzjährig gewährt, von 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung. Innerhalb des Gartengeländes befindet sich außerdem die Gaststätte “Hessenhaus” (Montags Ruhetag!). Nach Vereinbarung werden auch Führungen veranstaltet. Einzig Hunde haben keinen Zutritt.

Die Eintrittspreise sind sehr gering gehalten. So zahlen Kinder zwischen 4 und 14 Jahren, Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende nur 2 €, Erwachsene 4 €. Familien mit Kindern bis 4 Jahre zahlen 12 €, Schulklassen 2 € pro Person und bei Personengruppen ab 20 Personen fallen auf jeden Besucher 3,50 € ab.

Tierische Grüße,

eure Christiane

Bildquelle: www.wolfgangblock.com
Fotograf : Wolfgang Block

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Jan 31 2009

Kangal - der Anatolische Hirtenhund

Alles ueber den Anatolischen HirtenhundHeute möchten wir euch die Seite Kangal World vorstellen. Es ist die Seite unserer Gastautorin Christiane. Auf der Kangal Page findet man alles rund um den Anatolischen Hirtenhund. Von Geschichte, über Rassestandarts, Erziehung, Ernährung und Krankheiten bis hin zu Bildern und Videos. Hier findet man alle nötigen Informationen zu diesen imposanten Herdenschutzhunden.

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