Archiv für das 'Frei gedacht' Thema

Sep 26 2009

Bundestagswahl und keiner geht hin

Bundestagswahl am 27.September 2009Zumindest ein grosser Teil der Wahlberechtigten wird auch dieses Jahr wieder nicht zur Wahlurne gehen.

Politikverdrossenheit, fehlende Alternativen, Hoffnungslosigkeit und Misstrauen gegenüber den Politikern, veranlasst eine ganze Menge Menschen dazu, den Gang zum Wahllokal zu verweigern.

An alle diese Nichtwähler möchten wir das Wort richten und einen offenen Brief von Tobias Schlitt veröffentlichen, der treffender nicht sein kann.

Liebe Nichtwähler,

wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die stärkste politische Kraft in diesem Land seid. Bei der Europawahl habt ihr mit 46,7% alle Parteien weit hinter euch gelassen. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr voraussichtlich zum ersten Mal stärker als CDU und SPD sein. Herzlichen Glückwunsch!

Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Wir haben von der Politik in diesem Land auch die Nase voll. Alle vier Jahre dürfen wir Bürger unser Kreuzchen für Kandidaten und Landeslisten machen, die von Parteifunktionären in Hinterzimmern aufgestellt werden. Dafür wird uns vor der Wahl in professionell gestalteten Werbekampagnen das Blaue vom Himmel versprochen. Nach der Wahl werden diese leeren Versprechen dann eiskalt wieder einkassiert. Die Sachzwänge sind dann schuld, oder die leeren Kassen.

Zwischen den Wahlen haben wir Bürger ruhig zu sein. Die Politiker wollen bei ihrer wichtigen Arbeit nicht gestört werden. Sie bekommen schließlich von den Lobbyverbänden eine Menge Geld dafür, deren Entwürfe zu Gesetzen zu machen. Von den knappen Diäten kann man ja kaum leben, und es ist auch viel bequemer, die Vorlagen der Lobbyisten zu verwenden, als selbst nachdenken zu müssen.

Kein Wunder, dass dabei oft Gesetze herauskommen, die nichts als Schaden anrichten. Nach dem elften September 2001 wurden zum Beispiel viele Gesetze beschlossen, die uns angeblich vor dem Terrorismus schützen sollen. In Wirklichkeit beschneiden sie unsere bürgerlichen Freiheitsrechte immer mehr. Unsere Daten werden gespeichert, unsere E-Mails gelesen, unsere Computer heimlich durchsucht. Die Politiker behaupten, sie hätten nicht die Absicht, einen Überwachungsstaat zu errichten. Dennoch bauen sie so fleißig daran, dass George Orwell oder die STASI ihre Freude hätten.

Liebe Nichtwähler, wir respektieren es, wenn ihr diesmal wieder nicht zur Wahl geht. Aber wisst ihr eigentlich, dass jede Nichtwählerstimme vor allem den großen Parteien zugute kommt? Wer nicht wählen geht, stärkt die Große Koalition. Wollt ihr das wirklich? Die gute Nachricht: Es gibt bei dieser Wahl eine echte Alternative für Nichtwähler – die Piraten. Wenn ihr eure Stimme nicht an die Altparteien verschenken wollt und ein deutliches Zeichen setzen möchtet, dass sich in diesem Land etwas grundlegend ändern muss, solltet ihr am 27. September Piratenpartei wählen. Wir versprechen euch, dass wir nie etwas versprechen werden, das wir nicht halten können.

Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, dass ihr genau wisst, wofür wir stehen:

*für die Stärkung der Bürgerrechte und gegen den Überwachungsstaat

*für einen transparenten Staat und gegen den „gläsernen Bürger“

*für eine bessere Demokratie, bei der die Bürger die Politik aktiv mitgestalten können

*für freien Zugang zu Kultur und Bildung

Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie die Altparteien bieten wir bewusst nicht an.

Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse interessieren uns nicht. Wir können unser Geld woanders besser verdienen. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die außer Parteipolitik nichts gelernt haben. Die Lobbyisten werden natürlich versuchen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich.

Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der deutschen Geschichte noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise nicht zu Hause bleibt, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ruck durch dieses Land gehen.

Wir stehen bei euch im Wort. Wenn wir uns korrumpieren lassen sollten wie die Altparteien, dürft ihr uns abwählen und beim nächsten Mal wieder zu Hause bleiben. Gebt uns dieses Mal eure Stimme und wir werden euch nicht enttäuschen!

Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine!

Eure Piraten

Quelle: schlitt.info - An alle Nichtwähler

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Sep 15 2009

Kornkreise: Fake oder außerirdische Intelligenz?

Kornkreis

Das Phänomen Kornkreise wird immer wieder heiß diskutiert. Die meisten Menschen halten Kornkreise allesamt für gefaked. Wenn man sich jedoch näher mit Kornkreisen beschäftigt, wird einem schnell klar, dass es sich nicht bei allen Kornkreiserscheinungen um Dumme-Jungen-Streiche handelt, bei denen eine Gruppe Teenager mit Brettern unter den Füßen durch ein Kornfeld stapft und wilde Muster hinterlässt.

Wussten Sie eigentlich, wie viele Kornkreise im Jahr weltweit registriert werden? Wussten Sie, dass etliche Kornkreiserscheinungen nachweislich ohne menschliche Einflussnahme entstanden sind? Bei nuoviso.tv gibt es eine Dokumentation rund um das Thema Kornkreise, die man sich mal in Ruhe zu Gemüte führen sollte. Mit Sicherheit werden Sie nach dieser Doku dem Thema Kornkreise anders gegenüberstehen.

Auch bei Google ist auf das Thema Kornkreise heute sogar durch das Google Logo aufmerksam gemacht worden.

Bildquelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com

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Jun 25 2009

Wir haben die Medien einer Diktatur

Demokratie

Vergleicht man einmal die Merkmale von Medien in einer Demokratie und die in einer Diktatur, fällt das auf, was sich schon lange deutlich angekündigt hat: Wir arbeiten nicht darauf hin, sondern wir leben bereits in einer Diktatur. Einer Schein-Demokratie. Seien wir mal ehrlich - welche Macht hat das Volk? Wir dürfen alle 4 Jahre einmal ein Kreuzchen auf ein Blatt Papier machen. Über den Rest haben wir keine Kontrolle. Volksentscheide? Petitionen? Werden einfach ignoriert. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind eigentlich wichtige Fundamente einer Demokratie. Haben wir die noch?

Ein weiteres Merkmal, was dafür spricht, dass wir es bereits mit einer Diktatur zu tun haben, ist das Verhalten der Medien. Im Idealfall (der Demokratie) sollten die Medien auf der Seite der Bevölkerung stehen (1) und dieser helfen, sich über Wahrheit und Tatsachen zu informieren (2). Sie sind sachlich, unabhängig und unparteiisch, kennzeichnen daher Beiträge mit Meinungen ausdrücklich zum Beispiel als Kommentare (3). Es wird deutlich gemacht, worüber man bereits sichere Erkenntnisse hat und worüber nur vage Vermutungen bestehen (4). Zudem sollte eine Medienvielfalt herrschen (5), so dass sie sich im Einzelnen gegenseititg korrigieren und ergänzen können, und der Medienkonsument die dargestellten Infos zu umfassender eigener Meinungsbildung nutzen kann (6). Dies ist der Fall einer Demokratie. Vergleichen wir mit der momentanen Situation:

(1 ) Unsere Medien stehen eindeutig auf der Seite der Herrschenden. Die etablierten Medien versuchen mit allen Mitteln der Propaganda die Macht der Herrschenden zu unterstützen, indem sie Informationen verschweigen, manipulieren und Emotionalisierungstechniken anwenden, gegen die sich der normale Bürger nicht wehren kann, weil er sie gar nicht kennt. Und wenn dann tatsächlich einmal jemand eine unvoreingenommene Untersuchung der Massenmedien durchführt, sind alle schockiert, weil sie feststellen müssen, dass es in Deutschland im Wesentlichen gar keine Pressefreiheit mehr gibt, sondern schon fast eine Gleichschaltung der Medien.

(2) Wahrheiten und Tatsachen sind in den Medien eine Rarität geworden. Gerade die großen, etablierten und für seriös gehaltenen Medien, kopieren ihre Fast-Food-Nachrichten aus der dpa. Hauptsache möglich schnell möglicht viel möglichst schockierenden Content. Statt selbst nachzurecherchieren wird gar nicht mehr auf den Wahrheitsgehalt der einzelnen Meldungen geachtet. Und der dumme Kleinbüger glaubt es natürlich - die können doch in so großen Zeitungen und im Fernsehen nichts falsches bringen.

(3) Sehr selten findet man einmal einen völlig unabhängigen, meinungslosen Artikel in einem großen Medium. Manchmal ist es ganz offensichtlich, manchmal eher versteckt. Aber grundsätzlich versucht ein Artikel immer und überall die Meinung der Menschen in eine Richtung zu lenken. Sogenannte “Journalisten” (besser: Kopierer) können das natürlich prima für sich ausnutzen. Wenn man dann auch noch dafür bezahlt wird - na hallo! Und dann schaut man von dort verachtend auf kleine Blogger herab, obwohl diese mehr Journalismus betreiben, als die “hauptberuflichen”.

(4) Gerade heute lieferten uns die Medien ein Beispiel, wie voreilig man Schlüsse zieht und versucht, den Menschen Informationen aufzudrängen, über die man nicht mehr als eine vage Vermutung hegt. Heute berichtete die BILDzeitung beispielsweise, die CDU plane die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel fast zu verdreifachen - auf 19 %. Spiegel Online hingegen meldete, die CDU distanziere sich von Steuererhöhungen und stehe für Senkungen, was auch in ihrem Wahlprogramm stehe. Kein Beispiel könnte schöner verdeutlichen, wie stark man die Sensationsgeilheit der Menschen befriedigen möchte - ganz egal, ob die Meldungen stimmen, nicht stimmen, oder man sich nicht sicher ist. Hauptsache es wird erst einmal veröffentlicht.

(5) Manch einer mag sagen, wir hätten doch eine Vielfalt an Medien. Das stimmt nur teilweise, denn eigentlich müsste es heißen: Wir haben eine Vielfalt an Namen für die Medien. Denn von vielfältigen Inhalten kann keine Rede sein. Insgesamt bietet sich uns in jeder etablierten Zeitung ein Mischmasch aus dpa und BILDzeitung - mit jeweils angepasster Dramaturgiestufe. Die einen setzen höher an, die anderen versachlichen eher, weil sie ihren Ruf der Seriösität wahren wollen. Von Vielfalt ist hier nichts zu sehen.

(6) Fazit also: Zur eigenen Meinungsbildung sind unsere etablierten Medien weniger als wenig geeignet. Sie strotzen vor Manipulation und Gleichschaltung - das alles herumgebaut um immer die gleichen, dpa-kopierten Nachrichten.

Es gibt kritische Stimmen. Zwar nur wenige, aber es gibt sie, und dort hat man eine Nische, wo man sich unvoreingenommen informieren kann - allerdings nicht über die Massenmedien. Sich informieren - nicht sich informieren lassen … darum geht es.

Dies alles wird besonders deutlich, wenn es um die aussenpolitische Bericherstattung geht, d.h. um alle Kriege und kriegsähnliche Zustände. Aktuell besonders offensichtlich beim Thema Iran, wo wir eine derart einseitige Berichterstatung erleben, wie selten zuvor. Kritische Fragen werden einfach ausgeklammert, und es werden Stimmungen erzeugt, statt über Hintergründe der Vorkommnisse zu informieren. Ab und an lässt man ganz kurz eine vom Mainstream abweichende Stimme zu - aber nur, weil sonst die grenzenlose Propaganda und Gleichschaltung der Herrschenden allzu auffällig würde.

Bildquelle: pixelio.de/Geralt Altmann

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Jun 17 2009

Zensursula hat es geschafft, jetzt ist es amtlich

Zensur findet nicht stattEs ist nicht zu fassen. Selbst 134.000 Petitionsstimmen interessieren keinen Menschen. Ab morgen ist das Zensursula Stopschild aktiv.
Ursula von der Leyen, die mit Ihrem Gesetz zum Schutz gegen Kinderpornografie eindeutig gegen das Grundgesetz Artikel 5 verstösst, setzt ihr Stopschild durch. Die sinnlose DNS Sperre, die die eigentliche Ursache nicht bekämpft, wird Grundlage zum ersten Schritt einer verkapten Internetzensur.

Mit Suggestivbefragungen, Medienmache und Politgetoese wird die Beschneidung des Artikel 5, Grundgesetz, durchgepaukt.
Die Uploader sind die Bösen. Ohne die Urheber gäbe es auch keine Downloader. So einfach ist das.
Aber der wahre Grund hinter dem neuen Gesetz ist ein anderer.
Zwar wurde das Gesetz etwas “abgeschwächt” in der Form, dass zum Beispiel die direkte Meldung an die Staatsanwaltschaft nicht mehr stattfinden soll. Auch sollen keine persönlichen Daten gespeichert werden. Hallooo !!! Die IP langt - so lässt sich zumindest der Anschlussteilnehmer noch mindestens 6 Monate ermitteln.
Auch das Kontrollgremium, dass nun das BKA und deren Listen überwachen soll, ist eigentlich nur eine Schönheitsreparatur um Zensurgegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Das hastig erfundene “unabhängige Expertengremium” wirkt dabei wie ein Feigenblatt für undemokratische Handlungen. Weder wird die komplette Liste überprüft, noch geschehen diese Prüfungen annähernd häufig genug. Und was passiert, wenn Angebote auf der Liste landen, die dort nichts zu suchen haben? Der Gesetzesentwurf sagt uns, diese müssten dann vom BKA entfernt werden. Das bedeutet, dass die Verantwortlichen für derartige ungerechtfertigte Sperrungen selbst im Falle einer Entdeckung nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Die Experten haben hier offensichtlich die undankbare Aufgabe eines Alibi-Gremiums
via gulli news

Am schlimmsten ist die Tatsache, dass die Gegner beginnen zu kapitulieren. Das darf nicht passieren. Auch Christian Bahls von MOGIS (Missbrauchs Opfer Gegen Internet Sperre) hat eine weitere Aktion gestartet. Gib deiner Stimme ein Gesicht. So lautet die Devise. Die Aufrechterhaltung der Demokratie ist zwingend erforderlich. Wenn man es realistisch betrachtet, bekommen wir Demokratie sowieso nur noch vorgegaukelt, also sollte vielleicht direkt mit einer Neuauflage einer wahren Demokratie begonnen werden.

9 Kommentare zu diesem Artikel

Jun 13 2009

Schweinepest ?! Ist schon klar…

SchweinegrippeSchweinepest = Trafficsau !

So würde es zumindest die Bloggerszene beschreiben, wenn es darum geht mit gruseligen und angsteinflössenden Headlines Quote zu machen.

Hier betrifft es natürlich alle Medien. Im Fernsehen, im Radio, im Netz und in den Zeitungen sowieso. Auflage, Quote , Reichweite - das ist es was zählt. Um jeden Preis. Auch um den Preis der Objektivität und des Wahrheitsgehaltes.

Jeden Tag gibt es neue Horrormeldungen über die vermeintliche Killergrippe und den todbringenden Mexiko Virus.

Was steckt jedoch wirklich dahinter.

Denk! - Selbst!

So lautet die Devise und der Kurs, den Weilburg Online eingeschlagen hat. Dafür haben wir auch schon einiges an Schelte einstecken müssen.

Wir wären parteiisch - hat man uns vorgeworfen. Nun gut, wenn es darum geht eine Ideologie der freien Bildung, der freien Meinungsäusserung, der Datensicherheit und und der freien Informationsbeschaffung für alle zu unterstützen - OK - dann sind wir gerne parteiisch.

Aber zurück zum Thema Schweinegrippe.

Der Bericht zum Thema Hühnergrippe von 2006 ist aktueller denje, zumal der Virus mit dem gleichen Impfstoff behandelt werden soll. H5N1 H1N1 - scheint völlig egal, wenn es darum geht Millionen von Menschen zu impfen und ein riesen Geschäft damit zu machen. Sehen sie sich den Bericht in aller Ruhe bis zum Ende an und recherchieren sie selbst. Wir können nur dazu beitragen die Möglichkeiten des Internets zu nutzen um eine andere Ansicht der Dinge zu ermöglichen. Entscheiden muss jeder für sich selbst, wem er was glaubt.

) Video zum Thema H5N1 und anderen Viren (

Auch empfehlenswert der Bericht von Impfkritik zum Thema Schweinegrippe.

Bildquelle:pixelio.de/Gert Altmann

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