Archiv für das 'Historisches' Thema

Nov 18 2009

Die Lahn (1) - Ihr Ursprung

Lahnquelle LahnhofDie Lahn entspringt am Südhang des 633 m hohen Ederkopfes, dem südlichsten Punkt im Rothaargebirge. Hier befindet sich das ehemalige Forsthaus “Lahnhof”, das heute als Restaurant und Hotel genutzt wird.

Früher dachte man, die Quelle der Lahn trete im Keller des Lahnhofes aus, was sich allerdings als fälschlich erwiesen hat. Der Ursprung der Lahn liegt nämlich nicht in einer Einzelquelle, sondern in einem kleinen Teich am Lahnhof, der um 1750 angelegt wurde und wo sich mehrere Quellen vereinen.

Nur ca. 82 km Luftlinie trennen den Ursprung der Lahn von ihrer Mündung in den Rhein bei Lahnstein. Tatsächlich sind es, gemessen am vielfach gewundenen Lauf der Lahn, 242 km von der Quelle zur Mündung. Anfangs gen Osten durch einen Teil des Rheinischen Schiefergebirges, wendet sie sich oberhalb von Marburg nach Süden durch das Gießener Becken und tritt letzlich wieder ins Schiefergebirge ein, bevor sie wieder gen Rhein fliesst.

Weitere Daten und Fakten zur Lahn:

  • Ihr Einzugsgebiet beträgt mehr als 5.900 qkm.
  • An ihr liegen u.a. die Städte Laasphe, Biedenkopf, Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg, Limburg, Diez, Nassau und Bad Ems.
  • Ihre Hauptnebenflüsse sind Ohm, Dill, Weil, Elb-Bach, Aar und Gelbach.
  • Sie ist befahrbar für Schiffe bis 210 t

Wer sich für die Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler rund um den Lahnverlauf interessiert, sollte einen Blick auf die vielen Burgen und Schlösser an der Lahn werfen.

Bildrecht: CC 3.0
Fotograf: Brego

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Sep 09 2009

DVD: Rund um Limburg und Weilburg

Rund um Weilburg und Limburg

Die 45 minütige Dokumentation von Regisseur Dietrich Wagner portraitiert die Residenzstadt Weilburg und ihre Umgebung.

Preis: EUR 19,99

Die Amazon Redaktion schreibt über das Werk:

Das Bilderbuch Deutschland - mit Blick auf Lebens- und Arbeitsbedingungen, auf kulturelle Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten, auf Geschichte und Gegenwart.
In kaum einer anderen Region Deutschlands sind die Relikte erdgeschichtlicher und zeithistorischer Entwicklungen auf so engem Raum und in so eindrucksvoller Schönheit versammelt wie hier an der Lahn. Zum Beispiel die Kristallhöhlen von Kubach, 350 Millionen Jahre alt und erst seit 1981 der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Kleinod an der Lahn ist Limburg mit seinem romanischen Dom und den malerischen Fachwerkhäusern. Das Weilburger Schloss, einst Sitz der Nassauer Herzöge, kann ohne weiteres mit seinen französischen Vorbildern konkurrieren. Zu seinen Füßen führt ein Schiffstunnel durch den Fels - im 19. Jahrhundert ein Meilenstein der Transportgeschichte, heute Attraktion für Tausende Freizeit-Paddler und Ruderer, die alljährlich auf dem Fluss unterwegs sind. Als der Tunnel gebaut wurde, sollte er den Transport des “roten Goldes”, des Eisenerzes, erleichtern. Noch bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts hat das Erz von der Lahn fast ein Viertel des deutschen Bedarfs gedeckt. An die Geschichte des Bergbaus in dieser Region erinnert heute ein Museum.

Gleichzeitig zeigt der Film, wie eine traditionsreiche Region sich auf die Herausforderung der Gegenwart einstellt und mit ICE-Schnellstrecken und innovativen Industriebetrieben ihre Zukunftschancen nutzt.

Die DVD Rund um Limburg und Weilburg jetzt bestellen.

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Sep 06 2009

Burgen und Schlösser an der Lahn

Burgen und Schloesser an der LahnBuchempfehlung:

Burgen und Schlösser an der Lahn: Von Biedenkopf und Marburg über Gießen, Wetzlar und Weilburg bis Limburg, Nassau und Lahnstein.

Von Michael Losse

Der 223 Seiten starke Band “Burgen und Schlösser an der Lahn” enthält 151 Objekte von Bad Laasphe und Bad Ems bis Lahnstein. Natürlich ist auch das Weilburger Schloss ausgiebig erwähnt. Alle Objekte sind abgebildet. Grundrisse, Ansichten und Schnitte ergänzen die aufschlussreichen Texte. Der Band ist nicht nur Nachschlagewerk, sondern auch Reiseführer zu einer der reichsten „Burgenlandschaften“ Deutschlands.

Der Autor  Dr. Phil. Michael Losse ist erfahrener Burgen- und Festungsforscher und hat an der Universität Marburg Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik und Pädagogik studiert. Er ist Studienreiseleiter (seit 1993). Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung und Mitglied mehrerer Wissenschaftlicher Beiräte (u. a. Deutsche Burgenvereinigung).

Zahlreiche Buch- und Fachpublikationen zu Burgen, Schlössern und Festungen in Deutschland zählen zu seinen Werken.

Preis : 16,80 Euro

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Jul 08 2009

Der Schlossgarten in Weilburg (2)

Obere Orangerie Die obere Schlossgartenterrasse

Dieser Teil des Schlossgartens in Weilburg entwickelte sich aus dem Renaissancegarten auf einem südlichen Plateau des Schlosses. Der Garten wurde am zur Lahn herabfallenden Felsen von einer Futtermauer umgeben, unterhalb derer vermutlich Wein angebaut wurde. 1665 ergänzte Graf Friedrich den Garten durch Statuen, Wasserkünste, exotische Zierbäume und ein Lusthaus. Graf Johann Ernst nahm erneut Erweiterungen vor und liess extra aus Saabrücken den Gärtner Francois Lemaire anreisen, um eine Neuplanung der Anlage zu realiseren.

1702 wurde nach den Plänen des Baumeister Rothweil die obere Orangerie erbaut. Nach dem Durchschreiten des Lindensaals erreicht man die Dachterasse der unteren Orangerie. Jener Lustgarten wurde von zahlreichen Grotten und Wasserspielen belebt, zu deren Realisierung Peter Guardian das Konzept erstellt hatte, Wasser über eine Rohrbrücke (heutige Kettenbrücke), die aus 10 cm dicken Eisengussröhren bestand, von der anderen Lahnseite heranzuführen, um das Wasser in einem Kupferbehälter auf dem Kirchturm zu speichern, sodass immer ausreichend Wasserdruck für die Wasserspiele erzeugt werden konnte.

Zudem schmückte man den Garten mit etlichen Skulpturen aus der antiken Götterwelt, die jedoch leider heute nicht mehr vorhanden sind. Lediglich zwei der vielen Figuren sind erhalten geblieben, welche sich allerdings jetzt in der unteren Orangerie befinden. Vasen auf Balustrade im Schlossgarten Außerdem existiert heute noch die Balustrade auf der Mauerkrone zum Gebück mit 43 gusseisernen Vasen. Diese Vasen füllte man früher mit Öl und beleuchtete somit den Schlossgarten.

Im Bereich, wo ehemals die Statue von Graf Johann Ernst zu sehen war, findet man nun einen Springbrunnen und vier Gartenfiguren, welche in den sechziger Jahren von Rüdesheim nach Weilburg gebracht und hier aufgestellt wurden. Der Brunnen, der schon fast 400 Jahre alt ist, zeigt eine barocke Allegorie vom Sieg des Guten über das Böse, welcher durch den Kampf von Herkules mit dem Riesen Antaios dargestellt wird. Die vier Gartenfiguren stellen die antiken Gottheiten Poseidon, Gaia, Zeus und Hera dar.

Viele Geschichtchen ranken sich auch um die Steinfigur des “Weilburger Hündchens” am “Pralinée-Eck” des Hochschlosses, von wo außerdem ein Treppenweg hinab durch das Gebück und an der Schlossmühle vortbeiführt.

Buchen Der Nordteil wird dominiert von der riesigen Hainbuche und den Blutbuchen, sie aus dem 19. Jahrhundert stammen, als unter Fürst Friedrich Wilhelm eine Umgestaltung des Gartens erfolgte, währenddessen man geschwungene Wege anlegte und zahlreiche Gehölze pflanzte.

Einzig das Lindenboskett im Südteil blieb bis dato unverändert, dessen Bäume in einem Muster angeordnet sind, wie es z. B. auch für die Anordnung der fünf Augen auf einem Würfel zutrifft.

Die letzte große Veränderung fand 1936-1939 statt, als nach Plänen von Geord Potente eine Rebarockisierung des Gartens erfolgte.

Weilburger Schlossgarten (Teil 1)

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Jul 03 2009

Fairer Handel auch in Weilburg

Weltladen

Wenn die Länder des Überflusses den Entwicklungsländern gerechte Preise für ihre Produkte zahlen würden, könnten sie ihre Unterstützung und ihre Hilfpläne für sich behalten.

Was Dom Helder Camara, oder auch “Bischof der Armen”, hier festgestellt hat, ist stellvertretend für den Leitsatz des sogenannten “Fairen Handels“, der sich entwickelte, als man Anfang der 70er Jahre erkannte, dass südliche Länder im Welthandel entschieden benachteiligt werden. Somit entwickelte sich das Konzept einer partnerschaftlichen Handelsbeziehung mit Kleinproduzenten, welche u.a. von den sog. “Weltläden” aktiv ausgeführt wird, die meist von Vereinen und selbstorganisierten Freiwilligen betrieben werden.


Im rund 700 Läden in Deutschland, etwa 2500 in ganz Europa und tausenden Aktionsgruppen werden mittlerweile aromatischer Kaffe, pikante Gewürze, Schokolade und andere Lebensmittel, aber auch Geschenk- und Gebrauchsartikel wie Korbwaren, Spielzeug, Musikinstrumente und Schmuck zur fairen Preisen angeboten.

Der Faire Handel baut auf feste Grundlagen und Vorraussetzungen:

  • Sozial- und Umweltverträglichkeit (soziale Arbeitsbedingungen, um die Existenz der Produzenten zu sichern, höhere Erlöse für die Produzenten, Vorfinanzierung der Produktion/Ernte, finanzielle Förderung sozialer Verbesserungen)
  • Transparenz (Produzenten, Importeure und Weltläden geben Einblicke in: Zielsetzung, Arbeitsweise, Besitzverhältnisse, finanzielle Situation, Handelswege und Kriterien für die Auswahl der Handelspartner)
  • demokratische Strukturen (unabhängig von formalrechtlichen Strukturen haben Mitarbeiter ausreichend Mitbestimmungsrecht)
  • non-Profit-Orientierung (Gewinnmaximierung ist kein Ziel der Weltläden! Alle Erlöse werden für Gemeinschaftsaufgaben und Stärkung des Fairen Handels verwendet.)
  • Kontinuität (schafft Verlässlichkeit durch langfristige Lieferverträge, intensive Beratung zur Weiterentwicklung von Produkten oder interner Weiterbildung)
  • Informations- und Bildungsarbeit (zahlreiche Kampagnen & politische Aktionen)

Seit 1984 werden auch in Weilburg Waren aus dem Fairen Handel angeboten. 1996 öffnete der Weltladen “Regenbogen” seine Türen, der bis heute von ehremamtlichen Engagierten geführt wird, die nicht nur Informationsveranstaltungen und Aktionen außerhalb des Ladens organisieren, sondern ihre Kunden auch offen über Herkunft der Waren und die Produzenten, über die Preise und ihre Zusammensetzung und über die Vorteile bei den Menschen im Süden aufklären. Träger des Weilburger Weltladens ist der als gemeinnützig anerkannte Verein “Weltladen Regenbogen e.V.“.

Wenn ihr selbst ein Stück aktive Weltpolitik für mehr Gerechtigkeit betreiben möchtet, habt ihr zahlreiche Möglichkeiten. Vom regelmäßgen Einkauf abgesehen könnt ihr z. B. auch Mitglied im Trägerverin werden oder euch aktiv im Laden oder bei Aktionen und Veranstaltungen beteiligen.

Nähere Informationen erhaltet ihr hier:
www.weltladen.de
www.weltlaeden-hessen.de
www.weltladen-weilburg.de (Wir waren sehr überrascht über die Aktualität und Umsetzung der Homepage! Dort findet ihr auch Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten des Weilburger Weltladens.)

In Kürze folgen noch ein paar Fotos aus dem Weltladen “Regenbogen” in Weilburg.

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