Archiv der Kategorie: KIDsCollege

Suchtprävention durch Theater

Theather RequiSiT am Weilburger Philippinum

Bild: Gymnasium Philipinum Weilburg

Unterhaltsame Improvisation und Kommunikation

Am 30. April und 2. Mai 2019 war zum wiederholten Male die Theatergruppe des Vereins „Suchhilfe im Taunus“ RequiSiT zu Gast. Die Darsteller, die in der Aula des GPW ein unterhaltsames Improvisationsstück präsentierten, sind alle ehemalige Drogenabhängige. Besucher der Vorstellung waren die Jahrgangsstufen 9, die nach der Aufführung die Chance hatte, mit den Darstellern ins Gespräch zu kommen und vorbereitete Fragen zu stellen.

Laut Christof Trümner, dem verantwortliche Lehrer für Sucht- und Drogenprävention am Gymnasium Philippinum, ist das eigentliche „Herzstück“ der Veranstaltung das anschließende Gespräch in der Klasse mit ein oder zwei Darstellern der Theatergruppe. Weiter hieß es, die Gelegenheit des Austausches wurde von den Jugendlichen intensiv genutzt.

Die Gesprächsrunde war schockierend, interessant und informativ

Schüler nach der Veranstaltung


Auch die Lehrkräfte hatten nach dem Theaterstück Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Gespräch. Hier stand Diplom- und Theaterpädagogin Nora Staeger, die Leiterin des Projektes „Theater RequiSiT“ aus Hattersheim, Rede und Antwort.

Das Improvisationstheater tritt unter anderem an verschiedenen Schulen auf und bietet es auch für andere interessierte Schulen an. Das Theater RequiSiT ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, gemäß § 75 KJHG i.v.m. § 10 Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches. 

Info/Bildquelle: Gymnasium Philippinum
Foto: Oben rechts – Christof Trümner – Mitte – Projektleiterin RequiSiT, Nora Staeger

Gott ist tot…

Sorry Kids..oder: Warum niemand unersetzlich ist!

Seit einigen Tagen herrscht helle Aufregung um das Kids College. Zumindest macht es den Anschein, denn die örtliche Presse und die regionalen Internetplattformen werden ja bestens gefüttert mit „Informationen“.

Begonnen hat es mit „hochoffiziellen“ Ankündigung durch Thorsten Heimann, dass er zum 30. Juni 2010 das Kids College verlässt. Da findet man doch Wehklagen an vereinzelten Stellen, die immer wieder aus der selben Richtung kommen.

Oh Gott – der „MACHER“ ist weg. Es wurde sogar vom Zusammenbruch der Region geschrieben. Einem Netzwerk, dass zusammenbricht und einen unwiederbringlichen Verlust für den hiesigen Wirtschaftsstandort. Beim „Volksnetwork“ wkw wurde sogar von jemandem angeregt, das Fernsehen zu informieren. Als ob das wirklich jemanden interessiert. Solche Querelen passieren tagtäglich. Und selbst wenn das Fernsehen kommt – so bleibt auch das nur kurzweilig wie ein kleine Strohfeuer in den Gedanken derjeniger, die den Bericht gesehen haben. Morgen gibt es ja neue News über die man sich aufregen kann.

Also mal ehrlich – hier sollte die Kirche mal im Dorf gelassen werden – niemand ist unersetzlich – und auch der Weggang vom „Macher“ werden die Städte und Gemeinden Weilburg, Weinbach und Löhnberg nicht in den sicheren Untergang stürzen. Viel eher sollte man nach den wahren Gründen suchen.

Das ganze wird natürlich zum politischen Thema – klar – Kinder und Jugendthemen lassen sich da immer gut vermarkten. Da spricht man ja dem Wähler aus der Seele. Lustigerweise immer aus Oppositionsreihen. Ist man selbst am Ruder schiebt man das Verbockte eben auf den Vorgänger.

Die SPD in Weilburg verlangt hier nun bedingungslose Aufklärung über den Weggang von Thorsten Heimann. Aus Löhnberg hört man nichts, obwohl dort nach dem Bürgermeisterwechsel im vergangenen Jahr die Gängeleien erst angefangen haben. Dort sitzt mit Dr. Frank Schmidt, wer hätte es gedacht, ein Sozialdemokrat auf dem Bürgermeistersessel. Dieser war schon im Frühjahr 2009 auf Anfrage zu jugendpolitischen Themen in Bezug auf das Kids College zu keiner Stellungnahme bereit. Vielmehr berief man sich in einem 2 Zeiler darauf, dass dort unter anderem auch eine Frage zum „Kinderpornographie Gesetz“ im Bundestag auftauchte und Herr Dr. Frank Schmidt nicht mehr Mitgleid des Bundestages wäre. (obwohl der Titel MdB noch auf der eigenen Homepage verwendet wurde) So kann man sich natürlich auch vor unliebsamen Fragen schützen. Wirklich sehr sozialdemokratisch.

Nicht grundlos wurden die Berichte über das Kids College von Weilburg-Online im Mai 2009 eingestellt.

Im Grunde geht es hier weder um Macht, Politik oder gar etwas soziales für die Kinder. Hier geht es rein ums Geld.
Die Stadt- und Kommunenkassen sind leer. Pleite! Verschuldet! So sieht es nunmal aus. Und an Bildung lässt es sich ja vortrefflich sparen. Die grossen Herren der Politikszene machen es ja täglich vor.

Doch wo sind die Gelder hingeflossen? Bei einem Pressetermin zur Vorstellung des Ausbauprojektes Teen Academy wurde erwähnt, dass die Stadt Weilburg einen finanziellen Aufwand von 64.000 Euro im Jahr für das Kids College betreibt. Zusätzlich stehen noch Löhnberg und Weinbach auf der Finanzierer-Liste. Selbst wenn von dort keine Gelder geflossen sind, bzw die Summe von 64.000 Euro den Gesamtbetrag darstellt, fragt man sich – wo versickern diese Gelder? Und was ist aus dem groß angekündingtem Bildungsprojekt für Hauptschüler geworden? Ausser heisser Luft und einem Pressetermin um mal wieder in die Kameras zu lächeln und zu zeigen: Hey schaut her – wir tun was für die Jugend! – ist nichts passiert – Taten? Fehlanzeige!

Der Grossteil der Kids College Dozenten arbeitet ehrenamtlich. Die Unkosten für etwaige Bastelmaterialien wurden von den Eltern der teilnehmenden Kids gezahlt. Nach unserem Wissen sitzt selbst die Band Raketenklee, die in einem aufwendigen Workshop mit den Kids einen Song produziert und in einem Profi Tonstudio aufgenommen haben, auf den Kosten für das Tonstudio, obwohl hier eine Deckung zugesagt wurde. Lediglich die Studiokosten sollten getragen werden. Statt dessen sitzen Musiker, die sich für ein solches Projekt engagieren und viel Zeit investieren, auch noch auf externen Kosten.

Unser Rat an alle die Trauernden, die auf die Politik einprügeln und denken die Welt geht nun nach Heimann’s Weggang unter:

Nehmen Sie doch Ihre Kids einfach mal selbst mit in den Wald oder in den Tiergarten. Treffen Sie sich mit anderen Eltern und stellen selbst solche Kurse auf die Beine. Aber für einige ist es sicher einfacher auf die Politik zu schimpfen und andere dafür verantwortlich zu machen um sich aus der  Verantwortung der Erziehung und Bildung zu ziehen.

Es reicht doch, dass die Politiker, anstatt etwas zu tun, sich damit  beschäftigen den Schuldigen zu suchen und ständig Aufklärung verlangen. Langsam sollte doch jedem klar sein, dass aus der Politik nur Lug und Trug zu erwarten ist.

Selbst der „beste“ Politiker kann ohne finanzielle Mittel nichts erreichen. Er kann nur möglichst lange versuchen den anstehenden, finanziellen Komplettzusammenbruch zu vertuschen, nach hinten zu schieben und hoffen, dass es für die nächste Wahlperiode noch reicht.

Karl Lagerfeld und der Hunger nach Anerkennung

Karl LagerfeldHeute feiert der Pionier der Modedesigner, Karl Lagerfeld, vielleicht seinen 71. Geburtstag. Zumindest offiziell tut er dies, auch wenn sein Geburtsdatum nur eine der vielen Absonderlichkeiten ist, die diesen Mann umgeben. Offiziell gibt er zwar 1938 als Geburtstdatum an. Jedoch wurden vor wenigen Jahren Auszüge aus dem Hamburger Taufregister veröffentilcht, die eine andere Jahreszahl, nämlich 1933, sprechen.

Nicht nur durch diese Alters-Mogelei hat der Modeschöpfer sich negativ in die Schlagzeilen gedrängt. Auch da er sich immer wieder gegen das Laufstegverbot für zu dünne Models ausspricht, sowie auch selbst nur dünne bis dürre Models für sich engagiert, gerät er oft ins Visier der Medien.

2004 hatte Lagerfeld zu aller Überraschung eine günstige Kollektion für H&M entworfen. Doch auch dieser Erfolg blieb nicht lange ohne Schatten. Als H&M die Mode auch in größeren Größen vertrieb, bemerkte Lagerfeld: „Was ich entworfen habe, ist eine Mode für schmale, schlanke Leute. Das war die ursprüngliche Idee.“

Viel früher schon, 1993, als er Claudia Schiffer kurzzeitig als seine Muse entdeckt hatte, erregte er öffentliches Aufsehen, als er diese in einem mit Koranversen bestickten Mieder über den Laufsteg tänzeln liess.

Bekannt ist er außerdem für sein eigenes Abspeckprogramm. Innerhalb kurzer Zeit nahm Lagerfeld über 42 kg an Gewicht ab.

[ad#jessen-neu-468]Karl Lagerfeld – ein Mann, der nach Aufmerksamkeit hungert?

Karl Lagerfeld 1997
Vielleicht. Jedenfalls ist die Mode nicht das einzige Steckenpferd, das ihm Öffentlichkeit und Ruhm gebracht hat. Daneben entdeckte er die Kostümbildnerei und die Fotografie für sich, wo er ebenfalls Preise einheimste. Natürlich blieb auch das nicht lange gänzlich ohne Kritik. Viele beschwerten sich, seine Fotografien seien zu gleichförmig und dilettantisch. Man warf ihm vor, den Preis und das Geld nur wegen seines Namens erhalten zu haben. „Der Mann kann eben auch Langeweile perfekt verkaufen.“

Bei einem sind sich jedoch alle einig: Über einen Mangel an Aufmerksamkeit und Glamour im Leben kann er nicht klagen. Die größten Labels und schönsten Models hat er weit hinter sich … wie will er das noch toppen, ohne die Schlagzeilen zu verlassen?

Bildquellen:
Bild1: www.kitmeout.com
Bild2: cnn/1997