Archiv für das 'Politisch gesehen' Thema

Aug 05 2010

R.I.P. Loveparade

Love goes onNachdem nun ein klein wenig Zeit vergangen ist und die sensationslüsternen Bilder vom Unglück der Loveparade 2010 in Duisburg die Schlagzeilen etwas verlassen haben, ist es Zeit für einen Rückblick. Bewusst haben wir darauf verzichtet, während und nach des Unglücks, auf den Medienhype aufzuspringen. Natürlich haben auch wir das Ganze mitverfolgt, ja mitverfolgen müssen. Gezwungen wurde man förmlich dazu. Egal ob durch Radio, TV, Zeitungen, Magazine und nicht zuletzt das Netz. Binnen Minuten wurde man mit neuen Schlagzeilen, Todesfallmeldungen und dramatischen Bildern versorgt. Ob man wollte oder nicht. Lediglich im Bett, mit dem Kissen über dem Kopf, hätte man dem multimedialen Spektakel entgehen können. Ja - multimediales Spektakel - so muß man es leider nennen.

Direkt danach ging die Treibjagd auf den Schuldigen los.
Wer ist verantwortlich für die Tragödie? Der Veranstalter Rainer Schaller, der sich nur noch per Anwalt äussert und nun ein, von einem Priester zensiertes Kondulenzforum moderieren lässt, dort wo einst die prachtvolle Seite der Loveparade zu sehen war.

Oder doch der OB Adolf Sauerland?
Der schiebt jedoch jegliche Schuld von sich mit Äusserungen wie, Zitat: “Ich habe nichts unterschrieben”

Das mag man ihm sogar noch abnehmen, dass er es nicht persönlich unterschrieben hat, was auch immer er damit gemeint hat nicht unterschrieben gewollt zu haben.

Aber Hand aufs Herz, Herr Sauerland. Wollen sie allen Menschen, die von dem voraussehbarem Unglück direkt und indirekt betroffen sind, noch Hohn hinterher spotten und sie für blöd verkaufen? Es will einem doch keiner erzählen, dass das Megaevent Loveparade 2010 in Duisburg, bei dem 3 mal so viele Menschen erwartet wurden, wie Duisburg Einwohner hat, die untergeordneten Behörden so mir nichts, dir nichts diese kleine Feierlichkeit am OB Sauerland vorbei, heimlich absegneten. Das dieses ganze Gezerre um den Posten des Bürgermeister nur statt findet, weil der Herr erst ab Oktober Pensionsanspruch hat, merken die wenigsten. Oder würden sie einen Platz einfach räumen, den es nur noch 3 Monate zu verteidigen gilt, wenn eine fette Pension lockt? Sicherlich nicht. Aber dass Herr Sauerland nichts von den Warnungen der Polizei, den Rettungseinheiten und der Feuerwehr nichts gewußt haben will, ist doch dann schon sehr unglaubwürdig. Großherzig bietet der OB an, sich abwählen zu lassen.

Hui - Respekt - mit dem Wissen, dass die CDU Freunde und die Grünen Deckung geben und und einer Abwahl widersprechen, läßt es sich gut brüllen. Sorry Herr Sauerland, dass man es so derbe ausdrücken muß, aber ein Mann mit Eiern in der Hose hätte Verantwortung übernommen, wäre zurückgetreten und hätte DANN für eine rücksichtslose Aufklärung gesorgt.

Oder war es am Schluß doch eine Strafe Gottes? So posaunt es zumindest Eva Herman durch die Gegend. Solch ein Unsinn läßt einen nur noch mit dem Kopf schütteln. So sehr wir die grundlegende Arbeit des Kopp Verlag schätzen - aber das Zeitstadium der “bad news are good news” sollten für den Verlag vorbei sein und man sollte sich überlegen, ob solche Herman’chen Kapriolen dem Kopp Verlag eher dienlich sind oder doch die ohnehin schon weitläufige Meinung der “Weltverschwörungstheorien des Kopp Verlag” forcieren.

Umso erfreulicher ist es, wenn man im Netz dann auf Projekte, wie www.lovegoeson.net stösst. Der gebürtige Duisburger sowie Gründer und CEO der Plattform starvolution.net, Robert Janke, hat kurzerhand das Projekt lovegoeson.net ins Leben gerufen. Hier kann man sein Beileid mitteilen in Form eines kleinen Bildchen, welches auf eine Art virtuelle Pinwand geladen wird. Es ist eine Spendenmöglichkeit eingerichtet, deren Erlös direkt und unbürokratisch an Verbände und Hilfstellen geleitet wird, die direkt in das Duisburger Unglück involviert waren oder es immer noch in Form von Nachbetreuung sind. So schreibt R. Janke z.B.

Ich vermisste Angebote für eine schnelle, direkte Hilfe für die Opfer, damit meine ich nicht nur die Toten, deren Angehörigen und die Verletzten, sondern auch all diejenigen, die mittel- und umittelbar betroffen waren. Seien es die Besucher, von denen viele erst später realisierten was passiert war, bzw. die Besucher die sich im Kern der Katastrophe befanden und um ihr Leben fürchten mussten, oder denen die tatkräftig bemüht waren in dieser, teilweisen surrealen, Situation ihr Bestes zu geben um noch schlimmeres zu verhindern.
Dabei wäre es in meinen Augen auch die Pflicht der Medien gewesen hier etwas zu initiieren, anstatt im Rahmen der Einschaltquoten mit immer mehr, zum Teil schockierenden, Bildern das Sommerloch zu füllen.

So sehen wir das auch und den Satz:

Ich liebe Musik, wobei es mir nicht auf ein bestimmtes Genre ankommt, sondern vielmehr wie Musik unterschiedlichste Kulturen miteinander verbindet und somit zu einer gemeinsamen Sprache wird.

können wir so nur unterschreiben - aus diesem Grunde unterstützen wir die Aktion. Auch du kannst dich hier eintragen und wenn du möchtest auch direkt an die Hilfs-Organisationen spenden.

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Jul 10 2010

Abkühlung für das Sonnenwochenende


Am kommende Wochenende rollt eine Hitzewelle auf uns zu. Örtlich sollen die Temperaturen bis zu 38 Grad erreichen. Bei diesen Gluttagen wäre ein solche Abkühlung durchaus brauchbar. Schonmal eine Wasserbombe ins Gesicht bekommen? Nein! - dann sollte man sich das Super SloMo Video mal anschauen. Alleine das Anschauen erfrischt ;)

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Jun 07 2010

Schweinegrippe Panik wurde von der Pharmaindustrie finanziert?

SchweinegrippeWissenschaftliche Autoren der WHO standen auf den Gehaltslisten von GlaxoSmithKline (GSK) und Roche. Beide Hersteller profitierten mit Relenza und Tamiflu von der Pandemiepanik.

Wer hätte es gedacht?!

“Unglaublicherweise” fanden britische Journalisten Beweise dafür, dass WHO Mitarbeiter, welche die Empfehlungen für das Verhalten bei einer Schweinegrippe Pandemie verfassten, auf der Gehaltsliste der bekannten Pharmariesen standen, die ZUFÄLLIGERWEISE den Impfstoff herstellen, so die Welt in einem Artikel am Freitag.

Sowas aber auch. Anständige Journalisten hätten die Zusammenhänge der Pandemiepläne, der WHO und der Pharmaindustrie aber schon vor der deutschen Steuerverschleuderung von einer Milliarde Euro für sinnlose Bevorratung von Tamiflu und sonstigen Impfstoffen herausfinden können.

Mindestens drei der beteiligten Wissenschaftler standen gleichzeitig auf der Gehaltsliste GlaxoSmithKline (GSK) und Roche. Beide Hersteller profitierten mit Relenza und Tamiflu maßgeblich von der Angst vor der Schweinegrippe.

Die Richtlinien wurden bereits 2004 herausgegeben. Wenn man sich zurück erinnert war es damals die Vogelgrippe, die unser ganzes Land im Ernstfall dahin raffen sollte. Auch dort wurde seitens der Pharmaindustrie und der “seriösen” Presse der Panikzug aufs Gleis gestellt. Jedoch hat dieser Zug sein Ziel nie erreicht. Es starben wohl zu wenig Menschen und die Tatsache, dass unsere alljährliche Wintergrippe gefährlicher war und man in verschiedenen Ländern diese “todbringenden H1N1 - H1N5 Viren” einfach nur mit Paracetamol behandelt hat, war dem Geschäft mit wesentlich teureren Impfstoffen nicht zuträglich.

Aber der mediale Druck auf die Politik, die zwangsläufig durch solche Panikmachen ausgelöst wird, hat mal wieder funktioniert. Die Verstrickung von Politik und Wirtschaft tut den Rest und alle sind glücklich. Zumindest da oben, denn die Milliarde wird sicherlich nicht von den Politikern getragen.

Fast genau auf den Tag vor einem Jahr hat Weilburg Online bereits auf die mediale Panikmache mit der Schweinegrippe hingewiesen. 2 Monate später erschien dieser Artikel von William Engdahl. Auch hier sind die “Neuigkeiten” schon 2009 bekannt gewesen. Vielleicht sollten die Herren und Damen von der Qualitätspresse, die sich auch noch Journalisten schimpfen, hier und dort auch einmal recherchieren, bevor sie bequemerweise wieder einfach vorgelegte Pressemeldungen in ihre Blätter kopieren.

Bildquelle: pixelio.de/Gert Altmann

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Jun 03 2010

Kreis Limburg Weilburg wäre nur das Bohrloch.

oelteppich-weilburgWenn man die Bilder der Ölkatastrophe in den “haushaltsüblichen” Medien verfolgt, dann erhält man ständig das Bild im Golf von Mexico. Dort ist ja auch das schlimme Unglück, weit von uns entfernt. Auf der Karte von ifitwasmyhome.com kann man seinen Ort eintragen und sich den Ölteppich in seiner unmittelbaren Umgebung anschauen.
Das verschafft einen besseren Überblick über die unfassbare Grösse des verseuchten Gebietes.

Wenn man den Ursprung des Unglücks, das offene Bohrloch, über Weilburg legen würde, dann sieht man, wie weit sich dieser Ölteppich zieht.

Erschreckend ist auch die Tatsache, in welcher Geschwindigkeit sich dieser Ölteppich ausbreitet. Wenn man alleine den Unterschied der letzten 24 Stunden betrachtet, dann kann einem Angst und Bange werden. Wenn man den Bohrpunkt über Berlin legt, so wie es in dem Artikel von Spreeblick (danke für den Bericht) vollzogen wurde und jetzt uptodate auf der Seite von ifitwasmyhome.com wiederholt, dann erkennt man eindeutig, wie schnell der Teppich wandert und grösser wird.


Auf unsere Gefilde umgelegt wäre der gesamte Kreis Limburg - Weilburg demenstprechend nur der direkte Umkreis des Bohrlochs und der Ölteppich zieht sich im Osten bis Eisenach, nördlich bis hinter Paderborn, im Westen bis Brüssel und südlich bis Kaiserslautern. Wenn man nun noch in Betracht zieht, dass täglich mehrere Millionen Liter hinzukommen, dann gute Nacht Ökosystem.  Aber zum Glück halten wir alle an unserer Energiepolitik fest. Allen voran unsere wirtschaftlich gesteuerten Politmarionetten.

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Mai 13 2010

Steuersklaven an die Volksfront

EZB Gebäude in FrankfurtVerträge sind dazu da, um gebrochen zu werden!” sagte einst Adolf Hitler, und nicht anders verhielten sich die EU Finanzkommandierenden am Wochenende in Brüssel und Frankfurt. Sagen doch die bestehenden Verträge aus, dass es bei finanziellen Problemen in einem Staat der EU keine Finanztransfers geben darf. Und wen interessieren eigentlich die vertraglich festgehaltene Stabilitätskriterien, die aktuell gerade mal 2 aller Euro-Länder einhalten?

All das aus den Augen verloren, wurde trotzdem die virtuelle Gelddruckmaschine angefeuert. Mit einem 750-Milliarden „Rettungsschutzschirm“ sichern die EU-Länder und der IWF die schwachen Südeuropäischen Staaten gegen den Staatsbankrott ab. (Deswegen sollte man sich da auf Weilburger Ebene nicht soviel Gedanken machen - solche Verhaltensweisen werden doch im grossen Stil vorgelebt - aber das nur btw.)

Wunderbar, meine Damen und Herren. Wissen Sie eigentlich was da passiert?

Nachdem sich die Amerikaner, die Briten und die Japaner Geld aus dem Nichts geschaffen haben, um Staatsdefizite auszugleichen, die nicht auszugleichen sind, generiert die EU gerade ihre bürokratischen Institutionen, um jetzt auch beim “fröhlichen Gelddrucken” mit zu machen. Zum erstenmal in der Geschichte der EZB wurden bereits plazierte Staatsanleihen am Sekundärmarkt aufgekauft. Jeder ist doch bei jedem verschuldet - scheinbar hat es nur noch keiner gemerkt. Jetzt hat sich auch die EZB endgültig vom Ziel der Geldwertstabilität verabschiedet.

Aber Griechenland ist ja auch erst der Anfang.

Italien, Irland stehen ganz vorne in der Pleitegeierliste - Portugal und Spanien wurden von Ratingagenturen bereits abgestuft und weitere Staaten werden folgen. Diesem Strudel kann sich keiner über kurz oder lang entziehen. Neue Panikreaktionen an den Börsen werden die Folge sein.

Aber warum sollten wir solche Milliardenbeträge (22,4 die sicher sowieso noch aufgestockt werden müssen) in Bildung und soziale Gerechtigkeit stecken, wenn man sich als verkapter Retter der EU brüstet und in Wirklichkeit hier nur wieder ein Steuergeschenk an die Herren Banker auf Rücken des kleinen Steuerzahlers macht.

“Wieso?”, fragen Sie sich? Wenn man weiß, dass die Hauptgläubiger der Griechen “solvente und vertrauenswürdige” deutsche Landesbanken und Institutionen wie die Hypo Real Estate sind, dann wird einem vielleicht einiges klarer.

Aber ein “Griechenland Rettungspaket” hört sich ja auch besser an, wie ein erneutes Bankengeschenk auf Steuerkosten. Wenn man sich jedoch die Fakten des Bloombergartikels vom 7. Mai anschaut, wird einem sicher deutlich, dass hier nur ein weiterer Bankencrash verschleiert und verschoben wurde.

Und das Bundesverfassungsgericht, auf dass man zumindest in letzter Zeit immer nochmal hoffen konnte, macht bei dem Spielchen mit. Der Eilantrag für einen Stopp der Griechenland-Hilfe der 5 Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty wurde vom Bundesverfassungsgericht am 8.Mai abgelehnt.
Zitat welt-online:

„Das Bundesverfassungsgericht hat keine hinreichenden Anhaltspunkte, die zu der Annahme zwingen, dass die währungs- und finanzpolitische Einschätzung der Bundesregierung fehlerhaft ist“, heißt es in der Entscheidung. Sollte jetzt eine Einstweilige Anordnung ergehen, die Übernahme der Gewährleistung des Bundes für die Notkredite von bis zu 22,4 Milliarden Euro sich später aber als verfassungsrechtlich zulässig erweisen, „drohen der Allgemeinheit schwere Nachteile“.

Nun ja - da traut man dem wirtschaftsgesteuerten Schmierentheater da oben aber einiges zu.

Fazit des ganzen Fiaskos:

Es bleibt dabei im Bankgeschäft - Gewinne bleiben privat, die Verluste kauft der Staat.
Und damit jeder von Ihnen mit. Herzlichen Glückwunsch!

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