Kategorie-Archiv: Sieben Fragen – unzensiert!

Exklusiv Interview mit dem Initiator der Anti-Wendler Seite

Andreas K - Anti-Wendler Page BetreiberWer hartnäckig dran bleibt, bekommt sein Interview.

Wir sind stolz darauf, dass wir nicht aufgegeben haben, uns an die Fersen des Gründers der Anti-Wendler Seite bei Facebook geheftet zu haben. Mühe und Einsatz lohnt sich. Wir haben eine Antwort auf unsere Fagen bekommen. Wenn auch später, wie wir es erhofft haben, können wir mit Stolz das erste Statement des Initiators der Anti-Wendler Fanpage präsentieren. Sieben Fragen unzensiert – Andreas K.* stellt sich unseren Fragen.

Andreas K.* im Interview:

Du/ihr hast/habt die Facebook Seite ” Gibt es 100.000 Menschen, die Michael Wendler Scheisse finden” erstellt. Wie bist/seid du/ihr darauf gekommen?
Ich wollte nur mal sehen, wie viele Leute auf so eine Seite klicken. Ich mag den Wendler nicht, einen Hassturm wollte ich nicht auslösen.

Du/ihr bist/seid für alle der/die grosse(n) Unbekannte(n). Hast/habt du/ihr jemandem davon erzählt, bevor diese Seite durch alle Medien ging und kannst/könnt du/ihr uns etwas über dich/euch erzählen?

Ich habe gerade genullt, sprich ich bin 30 geworden. Ich studiere derzeit und habe vor meinem Studium eine Ausbildung zum Finanzkaufmann absolviert. Zum Glück habe ich niemandem davon erzählt, dass ich die Facebookseite erstellt habe. Ich hatte bei dieser schnellen Entwicklung auch nicht mehr die Zeit, jemanden grossartig einzuweihen. Im nachhinein bin ich auch ganz froh darüber.

Was mach(s)t du(ihr, wenn du/ihr nicht gerade Anti-Wendler Seite(n) erstell(s)t?

Naja – ich studiere in Stuttgart. Studiengang und auf welcher Uni möchte ich aber nicht mitteilen. Das würde hier sicher schnell die Runde machen und könnte sich negativ für mich auswirken. Man hat ja gesehen, wie sich die Seite selbst entwickelt hat. Sicherlich würden mir einige auf die Schulter klopfen, aber es gibt mit genauso hoher Wahrscheinlichkeit auch Leute hier, die mir das ziemlich übel nehmen würden.

Hast/Habt du/ihr damit gerechnet, dass diese Seite eine solche Welle los treten würde?

Erhlich gesagt, nein. Ich konnte mir zwar denken, dass es einige Menschen gibt, die Michel Wendler auch nicht leiden können, aber dass es solche Ausmaße annimmt, hätte ich niemals für möglich gehalten.

Es wurde von verschiedenen Seiten behauptet, dass für diese Seite Fans gekauft wurden. Wie äusser(s)t du/ihr dich/euch zu solchen Vorwürfen?

Das habe ich natürlich mit bekommen. Ich selbst habe keine Fans gekauft oder ertauscht, aber mich hat selbst etaws verwundert, dass bei den ersten 30.000 – 40.000 Fans sehr wenig deutschsprachige dabei waren. Es kann sein, dass Befürworter dieser Seite, Fantauschprogramme für die Seite laufen hatten. Das kann ich aber weder bestätigen noch bestreiten. Im weiteren Verlauf ging alles viel zu schnell und ich hatte den Überblick verloren, um hier jetzt detailierte Aussagen zur Fanentwicklung zu machen. Mehr möchte ich zu diesem Thema auch nicht sagen.

Im Netz gab es Gerüchte, dass hinter dieser Seite eventuell RTL oder der Springer Verlag stecken könnte. Was sag(s)t du/ihr dazu?

Das kann ich mit ruhigem Gewissen verneinen. Ich arbeite weder für RTL noch für den Axel Springer Verlag. Eine Mitarbeiterin von RTL war zwar die erste, die mich kontaktiert hat, aber die Anfrage nach einem Interview habe ich abgelehnt. Ich war zwar extrem überrascht, dass ich so schnell von RTL angeschrieben wurde, habe es aber damit in Verbindung gebracht, dass Mitarbeiter von RTL im Netz nach Reaktionen auf die Sendung am Mittwoch abend gesucht haben und dabei auf meine Facebookseite gestossen sind. Von BILD Online wurde ich kurz darauf angeschrieben. Genaueres möchte ich auch hierzu nicht erläutern.

irekt nach der Schliessung der Anti-Wendler Seite ist eine neue Anti-Fanpage angelegt. Bist/seid du/ihr  der/die Betreiber dieser Seite?

Klare Antwort: Nein. Das würde ja auch keinen Sinn ergeben. Warum sollte ich die erste Seite offline nehmen, um eine nächste online zu stellen, bei er sich die gleiche Problematik öffnet? Sich als ein Nicht-Fan eines Künstlers, Politikers oder sonstiger Person des öffentlichen Lebens zu outen, ist eine Sache und steht jedem frei. Was hier jedoch passiert ist, ging dann einige Schritte zu weit.

Zu dem Interview einige Punkte zur Erklärung.
Die Fragen wurden per Email an die Mailadresse gesendet, die als Kontakmail auf der Anti-Wendler Seite angegeben war. Zumal zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, ob es sich um eine Person oder mehrerer Betreiber handelt, wurden die Fragen genau in diesem Wortlaut gestellt. Nur falls sich jemand über die Fragestellung wundern sollte. Versendet wurden die Fragen am Mittwoch letzter Woche, nachdem klar war, dass die Anti-Fanseite wohl endgültig offline genommen wurde. Die Antworten haben jetzt wiederum genügend Anlaß gegeben, weiter nach zu bohren, bzw. haben sich nun auch weitere Fragen ergeben.

Aufgrund der Art und Weise der Interviewführung ergab sich diese Möglichkeit nicht. Natürlich haben wir nach dieser Antwort, die wir heute morgen in aller Frühe bekommen haben, direkt weiter nachgefragt. Bis dato haben wir jedoch keine Antwort bekommen. Um diese absoluten News nicht weiter hinter dem Berg zu halten, haben wir uns entschieden, das Interview dann so zu veröffentlichen, wie es ist.

Sollten wir weitere Infos bekommen, werden wir sie natürlich umgehend kund tun. Wir bleiben am Ball.

*Name wurde auf Wunsch des Interviewgebers von der Redaktion geändert.

The POLYCORNS im Interview

The Polycorns InterviewIch habe die große Aufgabe übernommen, mich nach frischen, interessanten und begabten Künstlern umzusehen, und bin bei meiner Suche bei den POLYCORNS hängengeblieben. Caleb Campbell – einer der beiden Jungs – hat sich die Zeit genommen, uns ein kleines Interview zu geben, in dem er u.a. verrät, warum er grundsätzlich etwas gegen die Musik aus dem Radio hat …

Die Musik ist garantiert nicht jedermanns Stil – wer jedoch das Individuelle und Neuartige liebt, wird hier eventuell eine neue Lieblingsband kennenlernen.

Hier unser Interview:

WO: Wolltest du schon immer professionell Musik machen?
TP: Meine Familie hat mein Leben lang alles begrüßt und gefördert, was irgendwie mit Musik zu tun hatte. Außerdem wollte ich auch mal Filmproduzent werden. Und nicht zu vergessen der ewig beliebte Astronaut ..

WO: Stell dir vor, die Welt geht unter. Welchen Song von welchem Künstler würdest du retten, um ihn für die Nachwelt zu bewahren?
TP: Wow, eine sehr epische Frage. Nicht leicht zu beantworten … ich könnte mir einen Künstler vorstellen, den man in Millionen von verschiedenen Szenarien festhält … von Niel Young bis Deerhoof.

WO: Wo nimmst du die Ideen für deine Songs her?
TP: Normalerweise entsteht ein Song, wenn ich vollkommen in einem Rhythmus oder Akkord von der Gitarre oder dem Klavier eintauche. Ich sitze dann stundenlang einfach nur da und probiere alle möglichen verschiedenen Varianten davon aus, was unglaublich viel Spaß macht. Nach ein paar Tagen ist der Song dann einfach da, manchmal passiert es phasenweise – dann mal wieder ganz schnell.

WO: Was unterscheidet eure Musik vom typischen Radio-Mainstream?
TP: [lacht] Naja, ich denke, dass genau diese “radio-freundliche” Musik ganz viel zur Zerstörung der Radiokultur beiträgt. Es sind die Firmenchefs der größten Labels, die alle zusammenarbeiten und entscheiden, was sich am besten verkaufen wird … dadurch geht die komplette Musikentwicklung verloren. Sie geht nicht nur verloren, sondern wird gefördert von einer Truppe Menschen, die gar nicht weiß, wie beschissen die Musik ist, die sie da im Radio hören. Von klein auf wird den Menschen schon beigebracht, wie man den kleinen Kerl im Keller ignoriert, der seine eigene musikalische Revolution macht. Ich hoffe wirklich, dass mehr Menschen aufwachen und realisieren, dass das, was jetzt “Indi Musik” genannt wird, das sein wird, was die Menschen in vielen Jahrzehnten einstudieren werden – und nicht die One Hit Wonder aus dem Radio. Das ganze Zeug hört sich doch alles gleich an … schlecht.

WO: Glaubst du an so etwas wie wahre Liebe?
TP: Ja und nein. Es kann nur dann wahre Liebe sein, wenn beide Beteiligten zur gleichen Zeit auf der gleichen Wellenlänge sind.

WO: Wie würdest du deine Musik in drei Worten beschreiben?
TP: Frühstück, Mittagessen, Abendbrot

WO: Welches Gefühl kommt am intensivsten in euren Songs rüber?
TP: Das kommt auf den Song an und auf den, der ihn hört. Ich persönlich halte nichts davon, Menschen zu erklären, was bei einem Song rüberkommen soll. Denn wenn diejenigen den Song hören, werden sie sich ja doch eigene Gedanken darüber machen. Und die möchte ich ihnen nicht nehmen. Das ist wie bei einem Gemälde. Man interpretiert es irgendwie und ist sich niemals mit anderen einig über Gefühle und Bedeutungen. Daher liegt jeder richtig, mit dem, was er sagt.

Interview geführt  von C. Wahr

Hier gehts zum Original Interview mit den POLYCORNS

Interview mit Julian Gath

Julian Gath Studentensprecher Kids CollegeHier klicken – Kids College Information!

Julian Gath ist der Studentensprecher des KidsCollege.
Wir freuen uns besonders, dass wir ein Interview aus der Reihe “Sieben Fragen – unzensiert!” führen durften und Julian bereitwillig Rede und Antwort stand. Es war garnicht so einfach an den vielbeschäftigten Julian heran zu kommen.

Umso mehr freuen wir uns, euch das Interview präsentieren zu können. Die Vorstellung seiner Person überlassen wir ihm selbst.

Ich bin Julian Gath, 11 Jahre alt und wohne in Löhnberg. Seit letztem Sommer gehe ich auf das Gymnasium in Weilburg. Wenn ich nicht gerade mit dem KidsCollege unterwegs bin, bin ich noch in anderen Vereinen aktiv: Manta Divers zum Tauchen, SC Oberlahn zur Leichtathletik und Stamm Rochus Spiecker als Pfadfinder.

1. Du bist von Anfang an dabei. Was findest du in der Entwicklung des KidsColleges am besten?

Ich bin von Anfang an dabei, als das KidsCollege noch Kinder-Uni hieß. Es war als Ferienprogramm gedacht und ich fand klasse, dass man sich einzelne Vorlesungen herauspicken konnte und nicht eine Woche lang von morgens bis abends „berieselt“ wird. Im Herbst 2006 fing alles mit Chemie an. In den Vorlesungen mussten wir die Versuche selber durchführen und kamen dadurch auch selber zu einem Ergebnis. Das Warum wurde uns dann so erklärt, dass wir das auch verstanden. Heute gibt es viele Dozenten mit verschiedenen Angeboten und dadurch wird die KidsCollege sehr viel interessanter. Was ich auch schön finde ist, dass nun viele Bereiche, wie z. B. Chemie altersgemäß aufgeteilt werden. Man meldet sich nur zu den Vorlesungen, die einen interessieren. Man muss nichts machen, zu was man keine Lust hat.

2. Wenn du fürs KidsCollege einen Wunsch frei hättest, der auch erfüllt werden würde, welcher wäre das?

Wenn ich für KidsCollege einen Wunsch frei hätte … Ich würde mich freuen, wenn viele Vereine oder Betriebe unser Projekt unterstützen würden. Es könnte einen Tag der Vereine geben – vielleicht gibt es ja kleine Vereine, von deren Existenz unsereins gar nichts weiß. Kleinere oder mittlere Betriebe könnten Betriebsführungen durchführen. Es ist doch bestimmt interessant, wie es in einer Backstube, einer Autowaschanlage oder in einer Metzgerei zugeht. Wir waren schon bei einem Zahnarzt und bei einem Frisör und es ist schon interessant, was da alles so passiert. Außerdem kommen Kinder nicht nur aus Weilburg, Löhnberg und Weinbach. Vielleicht kann man die Bürgermeister aus den anderen Orten für das KidsCollege begeistern und somit würde somit das Angebot erweitert.

3. Welche Wunschvorlesung würdest du dort gerne einmal besuchen?

Ich würde gerne die Möglichkeit haben, verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ich bin jedoch sehr vielseitig interessiert, so dass ich mich gar nicht für eine Wunschvorlesung entscheiden könnte. Vielleicht, wie ein Auto hergestellt wird, die Logistik in einem Restaurant, was passiert mit meinem Geld auf der Bank, Informatik …

4. Wie würdest du jemandem das KidsCollege beschreiben, der noch nie davon gehört hat?

Das musste ich schon etliche Male.

Das KidsCollege bietet Vorlesungen in ganz vielen verschiedenen Bereichen hauptsächlich in den Ferien an. Die verschiedenen Angebote stehen auf unserer Homepage und dann muss man sich anmelden. An einem Vor- oder Nachmittag lernst du dann näheres über dieses Thema kennen und das Schöne ist, du bekommst es nicht – wie in der Schule – eingetrichtert, nach Lehrplan oder so, sondern du musst alles selber herausfinden. Wenn du eine Frage oder Anregungen hast, wird der Dozent sofort darauf reagieren. Wir als Studenten bestimmen quasi den Ablauf, bzw. haben ein Mitbestimmungsrecht. Zuerst gibt es ein wenig Theorie, um auf das Thema einzustimmen und dann wird das Erzählte in die Tat umgesetzt. In Chemie und Physik mit Hilfe von Versuchen, in den Forstwissenschaften z. B. mit einem Parcours o. ä. Die Dozenten lassen sich schon immer etwas einfallen und du wirst zu nichts gezwungen. Falsch ist zu denken, dass wir nur irgendwie beschäftigt werden.

5. Was könnte man deiner Meinung nach am KidsCollege noch verbessern?

Im Moment sind hauptsächlich die Vorschul- und Grundschulkinder angesprochen. Wir müssen aufpassen, dass es für uns Ältere auch noch Vorlesungen gibt.

Vielleicht könnte man auch ein Portal einrichten, dass wir Studenten uns untereinander austauschen können. Ich weiß aber nicht, ob das wegen Datenschutzgesetz und so, überhaupt möglich ist.

6. Du hast es ja bereits zum Jugendsprecher geschafft. Wie soll deine weitere Karriere dort aussehen und wie lange möchtest du noch mitmachen?

Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich zum Studentenvertreter ernannt worden bin. Ich sehe meine Aufgabe hauptsächlich darin, die Anregungen und Interessen der Studenten zu ordnen und darüber mit Torsten zu diskutieren, ob und was man daraus machen kann. Ich bin einfach nur stolz, wenn ich etwas dazu beitragen kann, dass das Projekt KidsCollege weitergeführt wird. Ich habe mir auch schon so einige Gedanken gemacht. Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen, so lange das gewünscht und machbar ist.

7. Wie war es für dich, am Eröffnungstag der Ausstellung eine eigene Rede vor so viel Prominenz vorzutragen?

Es war das erste Mal, dass ich vor großem Publikum sprechen musste und ich war schon ganz schön aufgeregt. Aber Torsten und auch meine Eltern haben mir Mut gemacht. Das Publikum war schnell vergessen. Außerdem habe ich aus Überzeugung gesprochen und habe die Rede selber vorbereitet, dann fällt einem das schon leichter.

Liebe Christiane, das war mein erstes Interview und das ist ein tolles Gefühl. Ich habe sehr gerne über das KidsCollege berichtet und bedanke mich bei Dir für die Anfrage. Über Anregungen, Berichte und Fragen von Studenten oder die, die es gerne werden möchten, freue ich mich.

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Wir haben dir für das Interview zu danken, lieber Julian.

Wer Fragen an Julian hat, der kann die Möglichkeit per Mail nutzen.
Hier gehts zur Kontaktmöglichkeit.

Das Bild wurde uns freundlicherweise von Julian und seiner Familie zur Verfügung gestellt.