Archiv für das 'Sieben Fragen - unzensiert!' Thema

Okt 01 2009

The POLYCORNS im Interview

The Polycorns InterviewIch habe die große Aufgabe übernommen, mich nach frischen, interessanten und begabten Künstlern umzusehen, und bin bei meiner Suche bei den POLYCORNS hängengeblieben. Caleb Campbell - einer der beiden Jungs - hat sich die Zeit genommen, uns ein kleines Interview zu geben, in dem er u.a. verrät, warum er grundsätzlich etwas gegen die Musik aus dem Radio hat …

Die Musik ist garantiert nicht jedermanns Stil - wer jedoch das Individuelle und Neuartige liebt, wird hier eventuell eine neue Lieblingsband kennenlernen.

Hier unser Interview:

WO: Wolltest du schon immer professionell Musik machen?
TP: Meine Familie hat mein Leben lang alles begrüßt und gefördert, was irgendwie mit Musik zu tun hatte. Außerdem wollte ich auch mal Filmproduzent werden. Und nicht zu vergessen der ewig beliebte Astronaut ..

WO: Stell dir vor, die Welt geht unter. Welchen Song von welchem Künstler würdest du retten, um ihn für die Nachwelt zu bewahren?
TP: Wow, eine sehr epische Frage. Nicht leicht zu beantworten … ich könnte mir einen Künstler vorstellen, den man in Millionen von verschiedenen Szenarien festhält … von Niel Young bis Deerhoof.

WO: Wo nimmst du die Ideen für deine Songs her?
TP: Normalerweise entsteht ein Song, wenn ich vollkommen in einem Rhythmus oder Akkord von der Gitarre oder dem Klavier eintauche. Ich sitze dann stundenlang einfach nur da und probiere alle möglichen verschiedenen Varianten davon aus, was unglaublich viel Spaß macht. Nach ein paar Tagen ist der Song dann einfach da, manchmal passiert es phasenweise - dann mal wieder ganz schnell.

WO: Was unterscheidet eure Musik vom typischen Radio-Mainstream?
TP: [lacht] Naja, ich denke, dass genau diese “radio-freundliche” Musik ganz viel zur Zerstörung der Radiokultur beiträgt. Es sind die Firmenchefs der größten Labels, die alle zusammenarbeiten und entscheiden, was sich am besten verkaufen wird … dadurch geht die komplette Musikentwicklung verloren. Sie geht nicht nur verloren, sondern wird gefördert von einer Truppe Menschen, die gar nicht weiß, wie beschissen die Musik ist, die sie da im Radio hören. Von klein auf wird den Menschen schon beigebracht, wie man den kleinen Kerl im Keller ignoriert, der seine eigene musikalische Revolution macht. Ich hoffe wirklich, dass mehr Menschen aufwachen und realisieren, dass das, was jetzt “Indi Musik” genannt wird, das sein wird, was die Menschen in vielen Jahrzehnten einstudieren werden - und nicht die One Hit Wonder aus dem Radio. Das ganze Zeug hört sich doch alles gleich an … schlecht.

WO: Glaubst du an so etwas wie wahre Liebe?
TP: Ja und nein. Es kann nur dann wahre Liebe sein, wenn beide Beteiligten zur gleichen Zeit auf der gleichen Wellenlänge sind.

WO: Wie würdest du deine Musik in drei Worten beschreiben?
TP: Frühstück, Mittagessen, Abendbrot

WO: Welches Gefühl kommt am intensivsten in euren Songs rüber?
TP: Das kommt auf den Song an und auf den, der ihn hört. Ich persönlich halte nichts davon, Menschen zu erklären, was bei einem Song rüberkommen soll. Denn wenn diejenigen den Song hören, werden sie sich ja doch eigene Gedanken darüber machen. Und die möchte ich ihnen nicht nehmen. Das ist wie bei einem Gemälde. Man interpretiert es irgendwie und ist sich niemals mit anderen einig über Gefühle und Bedeutungen. Daher liegt jeder richtig, mit dem, was er sagt.

Hier könnt ihr das Album “Goldfish Graveyards” der POLYCORNS downloaden. Natürlich gibt es auch einzelne Songs zum Download.

Einfach mal reinhören:

Interview geführt  von C. Wahr

Hier gehts zum Original Interview mit den POLYCORNS

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Feb 23 2009

Interview mit Julian Gath

Julian Gath Studentensprecher Kids CollegeHier klicken - Kids College Information!

Julian Gath ist der Studentensprecher des KidsCollege.
Wir freuen uns besonders, dass wir ein Interview aus der Reihe “Sieben Fragen - unzensiert!” führen durften und Julian bereitwillig Rede und Antwort stand. Es war garnicht so einfach an den vielbeschäftigten Julian heran zu kommen.

Umso mehr freuen wir uns, euch das Interview präsentieren zu können. Die Vorstellung seiner Person überlassen wir ihm selbst.

Ich bin Julian Gath, 11 Jahre alt und wohne in Löhnberg. Seit letztem Sommer gehe ich auf das Gymnasium in Weilburg. Wenn ich nicht gerade mit dem KidsCollege unterwegs bin, bin ich noch in anderen Vereinen aktiv: Manta Divers zum Tauchen, SC Oberlahn zur Leichtathletik und Stamm Rochus Spiecker als Pfadfinder.

1. Du bist von Anfang an dabei. Was findest du in der Entwicklung des KidsColleges am besten?

Ich bin von Anfang an dabei, als das KidsCollege noch Kinder-Uni hieß. Es war als Ferienprogramm gedacht und ich fand klasse, dass man sich einzelne Vorlesungen herauspicken konnte und nicht eine Woche lang von morgens bis abends „berieselt“ wird. Im Herbst 2006 fing alles mit Chemie an. In den Vorlesungen mussten wir die Versuche selber durchführen und kamen dadurch auch selber zu einem Ergebnis. Das Warum wurde uns dann so erklärt, dass wir das auch verstanden. Heute gibt es viele Dozenten mit verschiedenen Angeboten und dadurch wird die KidsCollege sehr viel interessanter. Was ich auch schön finde ist, dass nun viele Bereiche, wie z. B. Chemie altersgemäß aufgeteilt werden. Man meldet sich nur zu den Vorlesungen, die einen interessieren. Man muss nichts machen, zu was man keine Lust hat.

2. Wenn du fürs KidsCollege einen Wunsch frei hättest, der auch erfüllt werden würde, welcher wäre das?

Wenn ich für KidsCollege einen Wunsch frei hätte … Ich würde mich freuen, wenn viele Vereine oder Betriebe unser Projekt unterstützen würden. Es könnte einen Tag der Vereine geben – vielleicht gibt es ja kleine Vereine, von deren Existenz unsereins gar nichts weiß. Kleinere oder mittlere Betriebe könnten Betriebsführungen durchführen. Es ist doch bestimmt interessant, wie es in einer Backstube, einer Autowaschanlage oder in einer Metzgerei zugeht. Wir waren schon bei einem Zahnarzt und bei einem Frisör und es ist schon interessant, was da alles so passiert. Außerdem kommen Kinder nicht nur aus Weilburg, Löhnberg und Weinbach. Vielleicht kann man die Bürgermeister aus den anderen Orten für das KidsCollege begeistern und somit würde somit das Angebot erweitert.

3. Welche Wunschvorlesung würdest du dort gerne einmal besuchen?

Ich würde gerne die Möglichkeit haben, verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ich bin jedoch sehr vielseitig interessiert, so dass ich mich gar nicht für eine Wunschvorlesung entscheiden könnte. Vielleicht, wie ein Auto hergestellt wird, die Logistik in einem Restaurant, was passiert mit meinem Geld auf der Bank, Informatik …

4. Wie würdest du jemandem das KidsCollege beschreiben, der noch nie davon gehört hat?

Das musste ich schon etliche Male.

Das KidsCollege bietet Vorlesungen in ganz vielen verschiedenen Bereichen hauptsächlich in den Ferien an. Die verschiedenen Angebote stehen auf unserer Homepage und dann muss man sich anmelden. An einem Vor- oder Nachmittag lernst du dann näheres über dieses Thema kennen und das Schöne ist, du bekommst es nicht – wie in der Schule – eingetrichtert, nach Lehrplan oder so, sondern du musst alles selber herausfinden. Wenn du eine Frage oder Anregungen hast, wird der Dozent sofort darauf reagieren. Wir als Studenten bestimmen quasi den Ablauf, bzw. haben ein Mitbestimmungsrecht. Zuerst gibt es ein wenig Theorie, um auf das Thema einzustimmen und dann wird das Erzählte in die Tat umgesetzt. In Chemie und Physik mit Hilfe von Versuchen, in den Forstwissenschaften z. B. mit einem Parcours o. ä. Die Dozenten lassen sich schon immer etwas einfallen und du wirst zu nichts gezwungen. Falsch ist zu denken, dass wir nur irgendwie beschäftigt werden.

5. Was könnte man deiner Meinung nach am KidsCollege noch verbessern?

Im Moment sind hauptsächlich die Vorschul- und Grundschulkinder angesprochen. Wir müssen aufpassen, dass es für uns Ältere auch noch Vorlesungen gibt.

Vielleicht könnte man auch ein Portal einrichten, dass wir Studenten uns untereinander austauschen können. Ich weiß aber nicht, ob das wegen Datenschutzgesetz und so, überhaupt möglich ist.

6. Du hast es ja bereits zum Jugendsprecher geschafft. Wie soll deine weitere Karriere dort aussehen und wie lange möchtest du noch mitmachen?

Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich zum Studentenvertreter ernannt worden bin. Ich sehe meine Aufgabe hauptsächlich darin, die Anregungen und Interessen der Studenten zu ordnen und darüber mit Torsten zu diskutieren, ob und was man daraus machen kann. Ich bin einfach nur stolz, wenn ich etwas dazu beitragen kann, dass das Projekt KidsCollege weitergeführt wird. Ich habe mir auch schon so einige Gedanken gemacht. Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen, so lange das gewünscht und machbar ist.

7. Wie war es für dich, am Eröffnungstag der Ausstellung eine eigene Rede vor so viel Prominenz vorzutragen?

Es war das erste Mal, dass ich vor großem Publikum sprechen musste und ich war schon ganz schön aufgeregt. Aber Torsten und auch meine Eltern haben mir Mut gemacht. Das Publikum war schnell vergessen. Außerdem habe ich aus Überzeugung gesprochen und habe die Rede selber vorbereitet, dann fällt einem das schon leichter.

Liebe Christiane, das war mein erstes Interview und das ist ein tolles Gefühl. Ich habe sehr gerne über das KidsCollege berichtet und bedanke mich bei Dir für die Anfrage. Über Anregungen, Berichte und Fragen von Studenten oder die, die es gerne werden möchten, freue ich mich.

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Wir haben dir für das Interview zu danken, lieber Julian.

Wer Fragen an Julian hat, der kann die Möglichkeit per Mail nutzen.
Hier gehts zur Kontaktmöglichkeit.

Das Bild wurde uns freundlicherweise von Julian und seiner Familie zur Verfügung gestellt.

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Jul 23 2008

Five Four rocken Berlin

Five Four Rap BerlinDie beiden Rapper Dr. Denon und HD-SYS im Interview. Die beiden abtrünnigen Weilburger rocken nun die Hauptstadt Berlin. Wir konnten die 2 abgreifen und auf den heissen Stuhl locken.

Sie standen uns Rede und Antwort und waren ready für
“Sieben Fragen - unzensiert!”

Selbst beschreibt sich Five Four übrigens so:

Es war einmal am Rand vom Wald irgendwo in Hessen und Rheinland-Pfalz. In der Abgeschiedenheit entwickelte sich, frei von irgendwelchen seltsamen Einflüssen, ein Rap-Prototyp aus zwei Teilen immer weiter bis zum aktuellen Sound in der Hauptstadt. Das ist alles was ihr Wissen müßt: Unsere Musik erzählt den Rest.

1. Wann und wie habt ihr angefangen Musik zu machen und für was steht Dr. Denon und HD-Sys?

Denon: “Ernsthaft” angefangen haben wir ca. 2000/01. Ab dem Zeitpunkt wurden immer wieder eigene Beats produziert und Songs aufgenommen, mit mehr oder weniger großen Abständen dazwischen. Voher haben wir 1-2 Jahre meistens einfach mit nem Mikrofon im Zimmer gestanden und über irgendwelche Beats von Platte gerappt und so weiter.
Doc Denon ist der Name, unter dem ich auf unseren Tracks zu erkennen bin.

Zur Geschichte: Wir waren 2000 auf der Musikmesse in Ffm. Der japanische Chef vom Denon-Electronics Stand stolperte und ließ einen Koffer + alles was er bei sich hatte fallen. Ich habe ihm wieder auf die Beine geholfen und den Kram mit ihm eingesammelt. Er hat sich überschwenglich bedankt und mir einiges an Premium-Kunden-Schnick-Schnack geschenkt. Von diesem Tag an war ich Dr. Denon.

HD-SYS: HD steht für Hard-Disk-Systems, eine Anspielung auf die Art wie ich seit 2001 Musik produziere. Keine Band, kein spezielles Equipment, nur viel zeit und spass an nem Loop. Daran hat sich seitdem nichts mehr gross geändert. Die ersten Versuche waren noch mit “Fruity Loops” später dann “Reason“, bis hin zu meinen derzeitigem setup.
Mit dreizehn fing ich an zu trommeln - doch ausser einem legendärem Auftritt beim “Tag der offen Tür” an der Schule, wurde zwecks mangeldem Engagement leider nichts…
Mitte der 90 iger lernte ich dann die Vorzüge der Technoszene zu schätzen.
Schnell fielen ein paar 1210er vom Laster und ich sammelte meine ersten Erfahrungen mit Vinyl.
Doch Auflegen konnte ich genauso wenig, wie Schlagzeug spielen.

Ne lange Zeit standen meine Plattenspieler nur rum und verstaubten, während sich in Deutschland langsam so was wie ne Rapszene entwickelte; der ich gerne zuhörte…
Zur selben Zeit lernte ich Denon kennen. Man teilte die Begeisterung für Beatz, um die 90 Bpm und es enstand die Skizze von FiveFour.

2. Wie kam der Name FiveFour zustande?

HD-SYS: Da gab es ein Sample, ein Countdown, es ging ungefähr so:”Five, Four, Three, Two, One - Oh Yeah…”. Ich scratchte diesen Part ohne Unterlass bis die Platte nicht mehr zu spielen war.

3. Wie kam es zu dem Umzug nach Berlin und wie steht ihr noch mit Weilburg und Umgebung in Verbindung?

Denon: Ich hab ca. 24 jahre in Weilburg und Umgebung gewohnt, gearbeitet und in Giessen studiert. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich für mich entschieden habe, dass ein Tapetenwechsel gut für mich wäre. Die einzige plausible Alternative in Deutschland war für mich Berlin.
Außerdem war HD schon ein halbes Jahr vorher nach Berlin gezogen und ich wollte auch unbedingt weiter Musik machen, was zusätzlich motiviert hat, Richtung Hauptstadt zu ziehen. Ganz nebenbei hat Berlin auch sonst einiges zu bieten.

HD-SYS: Ich bin in der Nähe von Mainz aufgewachsen und landete, vorallem wegen dem Abi, in Hessen. Zeitgleich zogen Freunde aus Mainz nach Berlin, so daß ich durch Besuche die Hauptstadt schon vor dem Umzug ein wenig kennen lernte.
Nach dem Verlust des Führerscheins im jahre 2003 wurden aber die Wohnverhältnisse “an der Perle von der Lahn” nicht mehr zumutbar. Das halbwegs Vertraute Umfeld durch die vorgezogen Kumpels von Früher und die Chance auf einen Studienplatz, waren für mich die Hauptfaktoren für den Umzug.

4. Wie oft seid ihr noch in Weilburg?

Denon: Ich bin ca. 2-3 Mal pro Jahr in Weilburg und war das letzte Mal anfang 2008 in der Gegend.

Hd-SYS: Asche über mein Haupt - Ich bin nicht mehr all zu oft “Unten”. Das letzte mal, zum 60igsten Geb. meines Vaters im April 2008.

5. Was gefällt euch an Weilburg und was würdet ihr ändern?

Denon: Zu meiner Zeit wollten wir immer einen Skatepark irgendwie in die Stadt bekommen, was aber nie geklappt hat. Positiv wäre auf jeden Fall ein Club oder ähnliches (von mir aus auch wie das alte Tia), denn die Situation in der Stadt ist in dieser Hinsicht absolut katastrophal.

HD-SYS: Weilburg hatt ne Menge an Vorzügen, wenn man sie zu schätzen weiss…
Landschaftlich die Note eins; doch die verkehrstechnischen Anbindungen sechs minus. Die Leute sind hier herzlich und sie wissen sich ihre freie Zeit selber zu gestalten. Hier in Berlin bekommste ja alles vorgekaut; was natürlich auch von Vorteil ist. Ich kann mich Denon nur anschliessen: Ein wenig mehr Abwechslung als das “Empire “, würde Weilburg schon gut tun.

6. Mit wem würdet ihr gerne Mal zusammen auftreten?

Denon: Ich muss sagen, dass mir das eigentlich komplett egal ist, solange mir die Musik der anderen gefällt und sie persönlich keine Vollidioten sind.

HD-SYS: Dito

7. Würdet ihr auch in Weilburg auftreten, wenn sich die Möglichkeit ergeben würde?

Denon: Ja.
HD-SYS: << zustimmend nickt.

Weilburg Online bedankt sich bei euch für das Interview!

Hier könnt ihr in eine Videoslideshow Einblick nehmen und auf der Myspace Seite von Five Four könnt ihr weitere Sounds und Infos bekommen.

El Propheto

2 Kommentare zu diesem Artikel

Mai 20 2008

Weilburg Online fragt Raketenklee

“Sieben Fragen - unzensiert”- heute auf dem heissen virtuellen Interviewhocker - Raketenklee

Raketenklee

1. Wo habt Ihr Euch kennen gelernt und seit wann spielt Ihr in dieser Formation?

Wir haben uns beim Musik machen in verschiedenen Bands kennen gelernt. Bidi und ich spielten zusammen im “Bidi Bop Popensemble” und hatten nach dem das Projekt sich etwas tot gelaufen hatte, schon länger die Idee was Neues mit lustigen deutschen Texten zu machen. Haben uns dann ne Zeitlang als “Changing Drivers” zu zweit getroffen und hier und da was aufgenommen, irgendwann war Ray, mit dem ich zusammen bei der Covertruppe „Mad Washed“ spiele zufällig im Proberaum und war von den Songideen, die meist vom Bidi kommen, ziemlich angetan. So hat sich’s dann ergeben, dass wir zu dritt dann als Raketenklee gestartet sind, was jetzt allerdings erst einige Monate her ist.

2. Habt Ihr davor schon Musik gemacht und wenn ja wo?

Also der Ray und ich mucken wie gesagt beide bei “Mad Washed”. Ray hat früher mal bei der Weilburger Rock-Legende “ETPTT” gespielt und macht sonst auch noch so einige Projektchen hier und da.

Bidi hat früher mal bei “Non Transferable” und bei den abgehörten Telefonaten gespielt. Dann hat er ma ne zeitlang Solo was gemacht und dann wie gesagt mit mir zusammen im “BidiBopPopensemble” musiziert.

Außer den beiden schon erwähnten Bands spiele ich im Moment noch bei ner Jazzband namens “The Importance Of Being Bop” und bei ner Covertruppe namens “Dani and the Parttimepimps”. Davor war ich bei einigen Bands hier aus der Umgebung: “Devils Gun” is vll. dem ein oder andern noch ein Begriff. “Dom” und “Trockenfutter” is schon ne zeitlang her, das waren so die Anfangstage. Später war ich noch bei der englischen Popsängerin “Juli Thomson” in der Band, muckte bei “Celebration” (die Partyband - yeah) und bei der Hendrix-Tribute Band “Electric Ladyboyz”, mit denen wir bis heute ab un an spielen. Das nächste mal übrigens am 12. 06. im Kreml in Zollhaus.*WERBUNG*:) Sehr viel Spaß hat mir auch die Zeit in Mainz gemacht, wo ich bei der Jazzband “Southwest-Relation” und der Covercombo “Wallstreetgang” spielen durfte. An dieser Stelle möchte ich ma alle meine aktuellen und ehemaligen Kollegen ganz lieb grüßen.

Raketenklee

3. Wann wart Ihr das letzte mal in Weilburg?

Also ich heute Mittag; Schlagzeug-Unterricht geben an der Mankelschule. Der Ray wohnt in Weilburg in der Innenstadt und der Bidi is mindestens einma die Woche zum Proben hier in Löhnberg, also quasi Weilburg.(Sorry an die Löhnberger Hardliner!)

4. Wann Wo und Wie kann man Euch das nächste mal live erleben?

Wann: Am 14. Juni - Wo:bei der Rocknacht vom “PeeZ” in Niederbrechen - und wie: wahrscheinlich total aufgeregt, weil erster offizieller Gig :)

5. Was gefällt Euch an Weilburg und was würdet Ihr sofort ändern, wenn Ihr für einen Tag die Möglichkeit dazu hättet?

Find Weilburg für seine Größe eigentlich garnet so schlecht. Is schon immer wieder ma was los. Man muss halt einfach selber was machen dann geht’s schon. Schön is auf jeden fall das Bild der “City” jetzt nach den ganzen Umbaumaßnahmen zum Hessentag etc… an der Lahn kann man im Sommer toll Radfahren und Paddeln… und außerdem is die Gaststätte “Zum Kanapee” auch noch ganz toll… gell Paul :)

Zu wünschen wäre vll. ma en richtiger Live-Musik-Club mit eingebautem Inhouse-PA-System. Wenn de hier in der Kneipe spielst musste nämlich immer alles selber ankarren. Außerdem wär’s natürlich auch gut für die Weilburger Musikszene, die ja wirklich beachtlich groß is im Vergleich zur Größe Weilburgs.

Aber das sollte natürlich länger als für einen Tag sein. Also für einen Tag würd ich gerne mal die Innenstadt zur Freiparkenzone erklären und der Typi der immer die Strafzettel verteilt wird am Brunnen angebunden und muss zugucken. ;)

6. Mit wem würdet Ihr gerne mal einen Gig zusammen spielen?

Mit der besten Band der Welt.

7. Wer hat Euch und Eure Musik inspiriert und auf wen könntet Ihr getrost verzichten?

Da die meisten Songideen vom Bidi stammen trau ich mich hierzu kaum was zu sagen, aus angst vor Abstrafung ;)

Nee, aber ich glaube Bidi is lustiger Weise von Musik beeinflusst die ganz anders klingt als Raketenklee, also von guter Musik. ;) zB. Bruce Springsteen oder Dave Mathews Band.

Ray steht ziemlich auf deutschen Punk und Rock soweit ich das weiß, also z.B. WIZO, Wohlstandskinder, Terrorgruppe, is aber auch allem andern überhaupt net abgeneigt.

Ich selber bin absoluter Die Ärzte-Fan schon immer gewesen und unsere Musik geht glaube auch etwas in die Richtung von der Idee her zumindest. Mich haben aber auch die unterschiedlichsten Stilistiken von Jazz bis Heavy Metal beeinflusst.

Ich glaube bei uns is das gute die Offenheit für verschiedene Stile, das wegen geht fast jeder Song stilistisch in ne bisschen andere Richtung, auch wenn natürlich alles ROCK ist und bleibt! (Hell yeah!)

Danke für das Interview sagt:
Weilburg Online

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Mai 19 2008

Weilburg fragt - Temesis antwortet

“Sieben Fragen - unzensiert!” -

Temesis aus Weilburg

Temesis

Die Jungs von Temesis auf dem heissen Stuhl.

1. Seit wann spielt Ihr zusammen und wie und wo habt Ihr euch kennengelernt?

Bartos und Benny in der Schule, danach hat Bartos Manuel in einer Jugendband kennengelernt. Der Kontakt zu Joni wurde dann durch eine gemeinsame Freundin geknüpft und Markus lernte man zwangsläufig kennen, weil wir 100000 x Inside Out supporteten =)

2. Wo und wann ist euer nächster Auftritt?

Unser nächster Auftritt wird am 23.6 im Rahmen des Emergenza Festivals in der Batschkapp in Frankfurt sein.

3. Wann wart Ihr das letzte mal in Weilburg?

Jedes Wochenende, weil wir dort unseren Proberaum haben und auch sonst ab und an unsere sozialen Kontakte pflegen.

4. Kann man Euch irgendwann mal wieder in Weilburg hören ? Wenn ja - wann und wo?

Immer mal wieder. Wann es das nächste mal sein wird, bleibt abzuwarten, aber wir hoffen so schnell wie möglich !!! Wer es aber nicht erwarten kann, kann uns auch während den Proben zuhören =)

5. Was gefällt Euch an Weilburg und was würdet Ihr sofort ändern, wenn Ihr die Möglichkeit dazu hättet?

Wir haben einen persönlichen Bezug zu Weilburg, weil wir alle den größten Teil unserer Jugend (gerade durch die Schule) in Weilburg verbracht haben , von daher haben wir einfach viele schöne Erinnerungen an die gemütliche Atmosphäre der Stadt.
Abgesehen davon, uns einen Proberaum mit neuestem „High-End-Equipment“ zur Verfügung zu stellen, würde uns spontan nicht viel einfallen; den größten Teil unserer Zeit verbringen wir woanders.

6. Habt Ihr musikalische Vorbilder - oder gibt es jemanden der euren Style beeinflusst hat?

Ein aus Rumänien stammender und mittlerweile in Winkels lebender Musiker, den wir auch liebevoll als „Band-Papa“ bezeichnen ;-) Er hilft uns, unseren musikalischen Horizont zu erweitern, beeinflusst uns aber prinzipiell nicht – da sind wir schon sehr engstirnig und wollen das umsetzen, was wir repräsentieren wollen.

7. Wem würdet Ihr mal gerne richtig den Marsch blasen?

“Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“
(August H. Hoffmann von Fallersleben)

Mehr Infos über Temesis auf ihrer myspace Seite

weilburg-online.de bedankt sich für das Interview.

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