Sep
05
2010

Untere Orangerie
Die Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Bad Homburg nimmt die „Glaspalast“-Pläne zurück und das Schloss Café bleibt dort, wo es ist, war und wo es hin gehört.
Nämlich in der Unteren Orangerie des Schlosses. So hatte es Ex-Finanzminister Karlheinz Weimar zwei Tage vor seiner Verabschiedung aus dem Amt des Hessischen Finanzministers kund getan und nun ist es auch amtlich. So meldet die fnp:
Damit hat das Land Hessen Rücksicht auf die Stellungnahmen der Weilburger Stadtverordnetenversammlung und die Proteste der Bevölkerung genommen, die sich für den Verbleib des Cafés am alten Standort und gegen einen Neubau aus Glas ausgesprochen hatten. Die Schlösserverwaltung hatte geplant, das Café zu verlegen und zu diesem Zweck in einem Seitenbereich des Unteren Schlossgartens ein Glasgebäude zu errichten, in dem auch in der kalten Jahreszeit Gastronomie betrieben werden könnte. Der Entscheidung vorausgegangen waren entsprechende Vorarbeiten seitens der Schlösser-Verwaltung, des Hessischen Finanzministeriums und der Stadtverwaltung Weilburg.
Betreiber des Schloss-Café bis Oktober ist der Verein «manage it e.V. Weilburg» . Das Ganze findet statt in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg (Berufs- und Berufsfachschule) in der in Ausbildung stehen jungen Kräften an die berufliche Arbeit heran geführt werden.
Einhellig begrüßt Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) und der Stadtverordnetenvorsteher Walter Frank (SPD) begrüßten die Entwicklung wie auch die Fraktionen des Weilburger Stadtparlamentes, die auf Initiative des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Werner Bruchmeier einstimmig für den Erhalt des Cafés an der bisherigen Stelle und gegen den Bau eines Glashauses votiert hatten. Das von der Schlösserverwaltung in einem Nachbargarten in der Turmgasse geplante Gewächshaus soll laut Karlheinz Weimar aber errichtet werden.
so die FNP weiter.
Was einem hier wieder geradezu ins Auge sticht ist die scheinheilige, politische Beweihräucherung einiger Beteiligter. Zunächst bringt die Schlösser-Verwaltung, das Hessischen Finanzministeriums und die Stadtverwaltung Weilburg den ganzen Quark auf den Weg und hinterher befürwortet man den Verbleib des Schlosscafes am traditionellen Platz und läßt sich jetzt auf die Schulter klopfen, dass man es so hinbekommen und sich durchgesetzt hat.
Schade, dass es damals keine Bürgerproteste gegen das Millionengrab an der Lahn gab. Dann würde man sich sicherlich heute noch damit profilieren, dass man das unnütze, Geld verschlingende Parkhaus NICHT gebaut hat.
Aug
26
2010
Goggel Ko(r)nrad war vor kurzem im Weilburger Tierpark.
“Sehr beeindruckend” - so sein Fazit. Aus diesem Grund hat Ko(r)nrad seinen Besuch im Tiergarten mal nachgestellt und damit weltweit Werbung betrieben.
Ingame marketing für die Stadt Weilburg. Prima. Da sollten sich einige mal was abschauen, was im Netz so alles möglich ist, wenn man mal etwas kreativere Lösungswege sucht, anstatt eine Zeitungsanzeige als letzten Strohhalm zu ergreifen.
Auf jeden Fall hat Ko(r)nrad den Weilburger Tiergarten würdig präsentiert.
Was das Browsergame SPP so hergab, hat Ko(r)nrad genutzt. Schließlich hat das Knuddelbärchispiel ca. 10 Millionen Spieler. Also kein Ober oder Unterlahn Tippspiel - sondern eine Präsentationsplattform mit wirklich Potential.
Der Spieleentwickler Slide wäre aktuell nicht von Google übernommen worden, wenn es sich um ein sinnloses Game aus einer Klitschenbude gehandelt hätte.
Die Version eines Online Tamagotchi Tierchens ist aber auch wirklich ein witziger Zeitvertreib. Tausende von Dekorationsmöglichkeiten an Möbeln, Blumen, Tieren und vieles mehr. Jedes Tierchen besitzt einen Garten und kann die lustigsten Dinge anpflanzen und ernten. Vom feuerspeiendem Knuddeldrache bis zum turnenden Pinguin ist dort alles vertreten.
Hier siehst du Ko(r)nrad hier bei der Präsentation des Tiergartens.

Ko(r)nrad im Tiergarten und weitere Abenteuer
Klick dich einfach mal durch die Galerie von Ko(r)nrad - Viel Spaß
Apr
11
2010
Weite Teilstrecken der Lahn sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Ein Großteil des Flusses zwischen Lollar und Limburg gehört beispielsweise zum Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Lahn-Dill. Hier dürfen Boote nur an bestimmten, gekennzeichneten Stellen zu Wasser gelassen werden und anladen, währenddessen Zelten oder Übernachten vollständig untersagt ist.
Dadurch möchte man den Pflanzen- und Tierbestand der Auenlandschaften schützen und den typischen Talauencharakter an der Lahn erhalten.
Es gibt auch einige Naturschutzgebiete an der Lahn, wo Anlanden und Betreten gar nicht gestattet ist, wie z.B. auf der Strecke Weilburg-Limburg. Dieser Teil gehört dem Naturschutzgebiet “Runkeler Laach” an, wo am linken Ufer generelles Anlandeverbot herrscht.
Mär
21
2010
Schon im Mittelalter konnte man die Lahn von der Mündung bis nach Diez befahren. Vor allem die Wehre mussten irgendwie befahrbar gemacht werden, als man im Jahr 1808 mit der Schiffbarmachung und Regulierung begann. Bereits ein Jahr später war die Lahn bis Runkel befahrbar - ein weiteres Jahr später folgte die Strecke Runkel - Weilburg. Bereits vorher waren große Pläne für den Ausbau der Lahn gemacht worden. Für die Schiffahrt sollte sie bis Marburg erweitert werden. Nassau und Preußen waren wegen der rasanten Eisenerzbergbau-Entwicklung an einem Ausbau bis nach Gießen interessiert, um einen Transportweg für das Eisenerz nutzen zu können.
1844 einigten sich die Regierungen
Preußens,
Nassaus und
Darmstadts auf eine Befahrbarmachung der Lahn bis
Gießen. Im Zuge dessen baute man außerdem den
Schiffstunnel in Weilburg an der Lahn.
Nur 10 Jahre lang kam der Lahnschifffahrt wirtschaftliche Bedeutung zu, da bereits 1858 der Bau der Lahntalbahn begann. Dennoch erfolgten weiterhin Pläne, die Lahn doch noch umfangreicher als Schifffahrtweg auszubauen (zuletzt 1953), von denen allerdings aus ökonomischen Gründen keiner realisiert werden konnte.
Die Lahn Teil 1 - Ihr Ursprung
Nov
18
2009
Die Lahn entspringt am Südhang des 633 m hohen Ederkopfes, dem südlichsten Punkt im Rothaargebirge. Hier befindet sich das ehemalige Forsthaus “Lahnhof”, das heute als Restaurant und Hotel genutzt wird.
Früher dachte man, die Quelle der Lahn trete im Keller des Lahnhofes aus, was sich allerdings als fälschlich erwiesen hat. Der Ursprung der Lahn liegt nämlich nicht in einer Einzelquelle, sondern in einem kleinen Teich am Lahnhof, der um 1750 angelegt wurde und wo sich mehrere Quellen vereinen.
Nur ca. 82 km Luftlinie trennen den Ursprung der Lahn von ihrer Mündung in den Rhein bei Lahnstein. Tatsächlich sind es, gemessen am vielfach gewundenen Lauf der Lahn, 242 km von der Quelle zur Mündung. Anfangs gen Osten durch einen Teil des Rheinischen Schiefergebirges, wendet sie sich oberhalb von Marburg nach Süden durch das Gießener Becken und tritt letzlich wieder ins Schiefergebirge ein, bevor sie wieder gen Rhein fliesst.
Weitere Daten und Fakten zur Lahn:
- Ihr Einzugsgebiet beträgt mehr als 5.900 qkm.
- An ihr liegen u.a. die Städte Laasphe, Biedenkopf, Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg, Limburg, Diez, Nassau und Bad Ems.
- Ihre Hauptnebenflüsse sind Ohm, Dill, Weil, Elb-Bach, Aar und Gelbach.
- Sie ist befahrbar für Schiffe bis 210 t
Wer sich für die Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler rund um den Lahnverlauf interessiert, sollte einen Blick auf die vielen Burgen und Schlösser an der Lahn werfen.
Bildrecht: CC 3.0
Fotograf: Brego