Der Traum geht weiter

12 Mann versetzen Berge

Die Hessenadler begeistern weiter

Und zwar nicht nur die alteingesessenen Fans der Diva vom Main, sondern ganz Fussball-Deutschland, wenn nicht sogar ganz Fussball-Europa. Im Hinspiel nach dem 4:1 hätte niemand mehr einen Pfifferling auf die Hütter-Truppe gegeben, aber selbst in der 70 minütigen Unterzahl gelang der Eintracht der Treffer zum 4:2 und war zum Schluß dem 4:3 näher, wie die Portugiesen dem 5:2.

Der Einsatz und der Wille der Jungs im Adlerdress sind unübersehbar. Jeder für jeden, alle für einen, einer für alle – das ist das derzeitige Leitmotto in den Reihen der Frankfurter Eintracht. Nach dem verlorenen EL Hinspiel und der direkt folgenden Niederlage gegen die Augsburger in der Liga waren die Prognosen nicht mehr unbedingt so positiv. Zudem kamen die Ausfälle von Haller, Hinteregger, N`Dicka, etc., die es für Adi Hütter zu kompensieren galt.

Die mentale Stärke der Mannschaft und das allgemeine Auftreten ließen die Hoffnung, dass ein Weiterkommen in der Europa League ein schwieriges Unterfangen werden würde, aber keinesfalls eine utopische Träumerei ist.

Ein 2:0 würde reichen

Das war die Ansage nach dem Hinspiel. 2 Tore schiessen MÜSSEN ohne gegen die schnellen Offensivspieler aus Lissabon einen Treffer zu kassieren, war die Basis für das Rückspiel vor heimischem Publikum.

Damit wären wir bei einer kleinen „Unfairness“ gegenüber den Portugiesen, denn die SGE trat mit #12gegen11, so lautetet der Hashtag, gegen den portugiesischen Serienmeister an. Der Fansupport der Eintracht Anhänger hat wieder einmal alles getoppt, was es zu toppen gab. WENN sich ein Ligateam diesen 12. Mann auf die Fahne schreiben kann, dann die SGE.

Was diese Unterstützung zu leisten vermag, haben die Spieler wieder live gezeigt. JEDER auf dem Feld im Dienste der Eintracht hat sich zerissen, hat geackert, hat gekämpft und 150 % Leistungsvermögen abgerufen.

Das Musketier-Prinzip „Einer für Alle, Alle für Einen“ zeigt sich auch anhand der Torschützen beim 2:0 für die Hessen. Wenn die Stürmer nicht treffen, dann besorgt es eben das Mittelfeld, die durch das Gewusel der Offensivabteilung die nötigen Möglichkeiten und Räume bekommen. Dass ausgerechnet Seppl Rode seine Leistungen mit einem Tor krönt, stand wohl kaum auf irgend einem Zettel. Tante Rebić, die alte Maschine, hat genauso geackert, wie der Rest der Truppe.

Von daher ist es auch schwierig einzelne Spieler hervorzuheben, denn dort hat kein Spieler das Halbfinale klar gemacht, sondern ein Team. Ein Team, das nicht nur die Adlerfans begeistert hat. Natürlich hatten wir etwas Glück beim 1:0, dass Danny Pferdelunge da Costa in der Sichtlinie vom Linienrichter auf Filip Kostić stand und der damit die Abseitssituation nicht erkennen konnte.

Aber hey, DAS ist Fussball und den VAR gibt es eben bis zum Finalspiel der EL nicht. So wie es die Video-Kellerkinder vor 3 Jahren grundsätzlich noch nirgendwo im Fussball gab. Soll soviel heissen, dass es eben zum Fussball dazu gehört, wenn es Fehlentscheidungen gibt oder gab. Natürlich regt sich jeder Hobbytrainer am heimischen TV Gerät darüber auf, aber der hat ja dann auch drölfhundert Wiederholungen, die der Schiri eben nicht hat.



Hin oder her – die SGE ist im Halbfinale

Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn sich jemand dieses Glück erkämpft, erarbeitet und verdient hat, dann Eintracht Frankfurt. Niemand könnte behaupten, Frankfurt wäre völlig unverdient so weit gekommen.

Hätte der Schiri das erste Tor nicht anerkannt, die Jungs hätten es trotzdem gewuppt. Mit diesem Willen, den alle von A bis Z an den Tag gelegt haben, hätten sie heute auch den FC Barcelona in die Knie gezwungen. Mit Sicherheit.

Hätte Kostić der Pfostenabpraller nicht eingenetzt…. Ach, wisst ihr was?
Hätte, hätte Fahrradkette…

Er HAT getroffen und der Treffer hat gezählt. Ende aus – Micky Maus!

Die Adler aus dem Hessenland sind im Halbfinale. Punkt!

In der Liga geht es nun zu den Wölfen und danach kommt die Hertha aus Berlin in die Frankfurter Fanhölle. Der kaum noch mögliche Halbfinal-Einzug ist vollbracht. Was spricht nun dagegen auch den 4. Tabellenplatz zu verteidigen und nächstes Jahr im höchsten europäischen Wettbewerb die Top-Clubs aufzumischen?

Zur Not steht ja noch der Weg über den Pokalgewinn offen. Wie das geht, das wissen wir nun alle. Über den DFB Pokal bis ins EL Halbfinale. Next Level wäre dann über den UEFA Pokal in die Champions League. Warum auch nicht?!

Die Ausgangssituation ist wie eine gediegene SM-Party. Alles kann, nichts muss!

London, wir kommen!

In diesem Sinne:
Dawai, Dawai, Uhh!

Der Bär will tanzen.

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