Der Weilburger Schlossgarten (1)

Für Touristen stellen die Schlossanlagen und der Schlossgarten sicherlich einen der ersten Anlaufpunkte während ihrer Tour durch Weilburg dar.

Blick-SchlossgartenAllein der Blick vom südlichen Gartenende auf das Lahntal ist auf jeden Fall einen Ausflug in den Garten wert.
Die Anlagen, die sich über ca. 3,3 ha Fläche erstrecken, wurden auf verschiedenen Terrassen und Plateaus über mehrere Geländestufen hinweg errichtet.

Mit dem Anlegen des Gartens begann man schon im 16. Jahrhundert unter Graf Philipp III., was unter seinem Nachfolger Graf Albrecht fortgesetzt wurde. Die ersten Gartenanlagen entstanden südlich des neu erbauten Schlosses. Man hielt eine solche gärtnerische Anlage für erforderlich als passende Ergänzung zu den Schlossbauten. Nachdem jedoch die Schäden des Dreißigjährigen Krieges beseitigt werden mussten, ergriff man die Initiative für eine Komplettveränderung und -erweiterung der Anlagen, und machte daraus einen Lustgarten mit sich überkreuzenden Wegen und Wasserspielen.

Graf Johann Ernst v. Nassau-Weilburg nahm wiederum sowohl in den Gartenanlagen als auch in der gesamten Stadt umfangreiche Baumaßnahmen vor, wodurch es zu einer umfassenden Neugestaltung des Gartens kam.

1702 wurde der Garten durch weitere Elemente ergänzt. Baumeister Rothweil erstellte die Pläne für eine „obere Orangerie“ und eine „untere Orangerie„, die wesentlich zur Gestaltung der barocken Gartenräume beitrugen. Neben dem Gebäude, das die Orangerien verbindet, befinden sich Freitreppen. Ursprünglich wurde der Bau dort als Gewächshaus zur Überwinterung der Kübelpflanzen genutzt – heute befindet sich dort seit langem das „Schlosscafe„.

Untere Orangerie

Die Grundstruktur der Anlagen ist bis heute geblieben (mit den Orangerien, den Stützmauern, den Balustraden und dem Lindensaal), jedoch ist der barocke Originalzustand nicht mehr gegeben, sondern wurde im Nachhinein nachgebaut durch eine Rebarockisierung zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

Eine nachträgliche Erweiterung des Gartens stellt auch das Gebück dar. Durch entsprechende Bepflanzung wurde das Hindernis, welches allein schon durch den vorhandenen Steilhang gegeben war, noch verstärkt. Die Zugangswege und die Umgestaltung zum Landschaftspark folgten jedoch im 18. Jahrhundert.

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