Drei paradoxe Fragen der Religion (2/3)

[ad#jessen-250-square-left]Im vorherigen Artikel hätten wir also geklärt, ob Gott, seine Existenz angenommen, sich selbst bewusst seiner Allmacht berauben könnte. Die zweite Frage ist sicher nicht sehr umfangreich, was ihre Antwort betrifft, weil sie aus christlicher Sicht eindeutig ist, aus nicht-christlicher Sicht keinen Sinn ergibt.

Zur Erinnerung – die Frage lautete:

Könnte Gott seine eigene Existenz endgültig beenden?

Da hier eine Beantwortung aus nicht-christlicher Sicht wie bereits erwähnt ziemlich sinnfrei wäre, antworte ich dieses mal rein aus meinem christlichen Bewusstsein heraus.

Die Lösung ist eigentlich ganz simpel: Ja, könnte er! Aber warum sollte er das tun?

Erstens ist Gott kein kleines Kind, das willkürlich mit seinem Spielzeug in der Gegend herumwirft und nach Lust und Laune sein Konzept umschmeisst, noch ist er suizidal. Er hat seit Beginn einen Plan und wird keine Handlungen vornehmen, die er für nicht sinnvoll erachtet. Warum auch, das tun wir Menschen ja auch nicht.

Wenn er sich wirklich selbst auslöschen würde, würde seine ganze Schöpfung vor die Hunde gehen. Seine große Schöpfung, für die er so viel Zeit investiert hat und die er ja auch liebt. Daher würde er sie niemals sich selbst überlassen.

Warum sollte ein Autor ein großartiges Buch schreiben, daran feilen und arbeiten, bis es ihm gefällt, und es dann verbrennen oder wegwerfen? Denn das würde er tun – uns unseren Abgründen überlassen.

Und woher weiß ich das so genau?
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In erster Linie weiß ich es gar nicht. Ich kann mich nur auf das stützen, was ich wahrnehme.

Fazit also: Ja, er könnte seine Existenz beenden, aber es gibt nicht den Hauch eines Grundes für ihn so zu handeln, weil sonst überall Chaos ausbrechen würde.

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