Eintracht Frankfurt – Benfica Lissabon

Das Rückspiel im Europa League Viertelfinale

Eintracht Fankfurt - was geht ab?

Ein 2:0 würde reichen

Nachdem die SGE im Hinspiel in Lissabon mehr oder weniger mit 4:2 baden gegangen ist, hört sich diese Niederlage und das Ergebnis schlimmer an, wie es war. Bereits nach 20 Minuten flog der junge Aussenverteidiger N´Dicka nach einem leichten Rempler im eigenen 16er mit glatt Rot vom Platz. Eigentlich gab es doch da mal so etwas wie die Verhinderung einer Doppelbestrafung, denn einen Elfer gab es für die Portugiesen ja auch noch.

Wie auch immer. Kevin Trapp war in der richtigen Ecke, konnte aber gegen den Schuss vom neuen Jahrhundert-Talent João Félix in den Reihen der Portugiesen nichts ausrichten. So stand es nach 20 Minuten 1:0 für Lissabon und die Hessenadler mussten 70 Minuten in Unterzahl gegen den portugiesischen Meister dagegen halten.

Wer dachte, dass sich die Frankfurter jetzt hinten einmauern, um Schadensbegrenzung zu betreiben, der hatte sich geirrt. Auch mit einem Mann weniger auf dem Feld gelang der EIntracht in der 40. Minute der Ausgleich durch den SGE Goalgetter Luka Jović. Die Freude hielt jedoch nicht lange, denn 3 Minuten später traf der 19-jährige Félix ein zweites Mal und man ging mit dem 1:2 aus Frankfurter Sicht in die Halbzeitpause.

Nach der Pause drehten die Portugiesen jedoch auf und in den Minuten 50. und 54. erhöhte Benfica zwischenzeitlich zum 4:1 und alle, die den Adler im Herzen tragen, waren schon sicher, dass es jetzt eine derbe Klatsche gibt und es das Aus im internationalen Wettbewerb bedeutet. Dabei schnürrte dieser junge Wirbelwind aus Lissabon einen Dreierpack und das vierte Tor besorgte Ruben Dias. Was willst du auch auf diesem Niveau 70 Minuten in Unterzahl ausrichten?

Die Antwort:
Weiterkämpfen, als wäre man nicht in Unterzahl und so taten es die Adler aus dem Hessenland dann auch. In der 72. Minute verkürzte der Portugiese in den SGE Reihen,
Gonçalo Paciência, mit einem spektakulären „Bogenlampen-Kopfball“ nach einem Eckball auf 4:2 und in den letzten Minuten hätte er sogar fast noch 4:3 stehen können.



Das bedeutet, dass im Rückspiel am Donnerstag in Frankfurt vor heimischer Kulisse ein 2:0 oder ein 3:1 reichen würden, um ins Halbfinale einzuziehen. Jetzt soll mal einer sagen, das wäre utopisch. Ist es nämlich nicht. Vorausgesetzt man beendet die Partie mal mit 11 Spielern, denn am Wochenende wurde auch die Serie „Ungeschlagen 2019“ in der Bundesliga beendet.

Eintracht Frankfurt vs. FC Augsburg

Ausgerechnet gegen den Abstiegskandidaten FC Augsburg, der mit dem neuen Trainer Martin Schmidt zu Gast in der Commerzbank-Arena war, unterlagen die Hessen mit 1:3. Dabei fing es für die Adler wirklich gut an. Wieder war es Paciência, der einen sehenswerten Kopfballtreffer in der 14. Minute erzielte und die Eintracht mit 1:0 in Führung brachte.

Diese Führung hielt aber nur bis zur 30. Minute, denn da glichen die Augsburger durch Richter zum 1:1 aus und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45 +4) traf ausgerechnet Marco Richter, der in 20 Bundesligapartien in dieser Saison nicht einen einzigen Treffer markieren konnte, zum zweiten Mal. So ging es mit dem 1:2 in die Halbzeitpause. Aus SGE Fansicht alles noch kein Beinbruch.

Erschwerend kam natürlich dazu, dass Eintracht Trainer Hütter den angeschlagenen Hinteregger bereits in der 24. Minute auswechseln musste. Doch damit nicht genug. Adler-Kapitän Gelson Fernandes kassierte kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Karte in der Begegnung und sah nach einem Foulspiel den gelben Karton.

Nach der Halbzeitpause, kaum wieder auf dem Feld, kassierte Fernandes nach der Pause in der 47. Minute seine zweite Gelbe im Spiel und konnte bereits nach 2 Minuten in der zweiten Hälfte wieder in die Kabine wandern. Also wieder eine komplette Halbzeit in Unterzahl. Herzlichen Glückwunsch!

Doch trotz der Tatsache, wieder einmal mit einem Mann weniger auf dem Feld zu stehen, drückten die Frankfurter weiter und in den letzten 20 Minuten war die SGE dem 2:2 näher, wie die Augsburger einem weiteren Treffer. Aber wenn du in Unterzahl weiter drückst, dann machst du zwangsläufig hinten auf und wirst anfälliger gegen einen Konter. Das passierte dann auch in der 84. Minute und der FCA erzielte das 3:1.

Trotzdem muss man der Mannschaft und dem Trainer Adi Hütter zum wiederholten Male ein dickes Kompliment machen. Ob du nun 2:1 oder 3:1 verlierst bleibt sich unter dem Strich gleich, denn so knapp ist es mit dem Torverhältnis nicht, dass dieses nachher ausschlaggebend wäre.

Die noch verbleibenden 10 Spieler gaben alles und kämpften bis zum Schlusspfiff. Verlieren kann man. Das lässt sich nicht verhindern. Es kommt jedoch immer darauf an, WIE du verlierst. Auch bei der zweiten Niederlage in Folge, wenn man das Europa League Spiel mitrechnet, kann man dem Truppe keinen Vorwurf machen, dass es an Lustlosigkeit oder Einsatzwillen mangeln würde.

Wie sagt man immer so schön:

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft der hat schon verloren!

SGE Ikone Steppie würde sagen: Lebbe geht weiter!

Also Mund abputzen und am Donnerstag mit 11 Mann auf dem Feld bleiben und den Portugiesen zeigen wo der Hammer hängt!

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