Schloss Café bleibt Schloss Café

Untere Orangerie

Untere Orangerie

Die Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Bad Homburg nimmt die „Glaspalast“-Pläne zurück und das Schloss Café bleibt dort, wo es ist, war und wo es hin gehört.
Nämlich in der Unteren Orangerie des Schlosses. So hatte es Ex-Finanzminister Karlheinz Weimar zwei Tage vor seiner Verabschiedung aus dem Amt des Hessischen Finanzministers kund getan und nun ist es auch amtlich. So meldet die fnp:

Damit hat das Land Hessen Rücksicht auf die Stellungnahmen der Weilburger Stadtverordnetenversammlung und die Proteste der Bevölkerung genommen, die sich für den Verbleib des Cafés am alten Standort und gegen einen Neubau aus Glas ausgesprochen hatten. Die Schlösserverwaltung hatte geplant, das Café zu verlegen und zu diesem Zweck in einem Seitenbereich des Unteren Schlossgartens ein Glasgebäude zu errichten, in dem auch in der kalten Jahreszeit Gastronomie betrieben werden könnte. Der Entscheidung vorausgegangen waren entsprechende Vorarbeiten seitens der Schlösser-Verwaltung, des Hessischen Finanzministeriums und der Stadtverwaltung Weilburg.

Betreiber des Schloss-Café  bis Oktober ist der Verein «manage it e.V. Weilburg» . Das Ganze findet statt in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg (Berufs- und Berufsfachschule) in der in Ausbildung stehen jungen Kräften an die berufliche Arbeit heran geführt werden.

Einhellig begrüßt Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) und der Stadtverordnetenvorsteher Walter Frank (SPD) begrüßten die Entwicklung wie auch die Fraktionen des Weilburger Stadtparlamentes, die auf Initiative des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Werner Bruchmeier einstimmig für den Erhalt des Cafés an der bisherigen Stelle und gegen den Bau eines Glashauses votiert hatten. Das von der Schlösserverwaltung in einem Nachbargarten in der Turmgasse geplante Gewächshaus soll laut Karlheinz Weimar aber errichtet werden.

so die FNP weiter.
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Was einem hier wieder geradezu ins Auge sticht ist die scheinheilige, politische Beweihräucherung einiger Beteiligter. Zunächst bringt die Schlösser-Verwaltung, das Hessischen Finanzministeriums und die Stadtverwaltung Weilburg den ganzen Quark auf den Weg und hinterher befürwortet man den Verbleib des Schlosscafes am traditionellen Platz und läßt sich jetzt auf die Schulter klopfen, dass man es so hinbekommen und sich durchgesetzt hat.

Schade, dass es damals keine Bürgerproteste gegen das Millionengrab an der Lahn gab. Dann würde man sich sicherlich heute noch damit profilieren, dass man das unnütze, Geld verschlingende Parkhaus NICHT gebaut hat.

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