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Eintracht Frankfurt vs. FC Chelsea

#12gegen11 – In 3 Stunden geht es los

Auch heute wird es eine spektakuläre Choreo geben

Halbfinal Hinspiel gegen den FC Chelsea

In ziemlich genau drei Stunden erfolgt der Anstoß zum EL Halbfinal Hinspiel in der Frankfurter Commerzbank Arena zwischen der Eintracht und dem FC Chelsea. Die letzten beiden Ligaspiele waren jetzt nicht unbedingt die Referenz für ein starkes Auftreten gegen die Blauen von der britischen Insel.

Mit dem Londoner Club kommt auch nicht irgendwer, sondern eine gestandene Champions-League Mannschaft gespickt mit grossen Namen. Die SGE hingegen konnte bis in dieses Halbfinale einziehen, weil ein Team auf dem Platz bis zur letzten Energiereserve gekämpft hat. Mit einem funktionierenden Team in jedem Detail kannst du auch grosse Namen schlagen und in dieser Saison haben sich die Frankfurter und allen voran ihre „Büffelherde“ einen Namen gemacht.

Luka Jović ist derzeit einer der begehrtesten Offensivspieler im europäischen Fussballgeschehen. Die beiden anderen aus dem „magischen Büffeldreick“ Rebić und Haller fehlen der Mannschaft jedoch im Moment. Ante Rebić ist gesperrt und Sebastien Haller leidet noch unter seiner Bauchmuskelverletzung. Dafür hat sich aber der Portugiese
Gonçalo Paciência gut eingefügt und ist durch seine Kopfballtore eine gute Waffe im gegnerischen Strafraum.

Eins steht fest

Es wird wieder zwei Fussballfeste auf europäischer Bühne geben. Die Hauptvorstellung beginnt in wenigen Stunden und sind in Vorbereitung. Ganz Europa wird wieder sehen, was der Zwölfte Mann in Frankfurt auf die Beine stellt.

Der abgedroschene Spruch, „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, ist gar nicht so abgedroschen. Hätte jemand den HSV im DFB Pokal Halbfinale erwartet?! Hätte jemand Ajax Amsterdam zugetraut jetzt mit der Möglichkeit nach dem ersten Halbfinale und dem 1:0 in Tottenham bis in das Champions-League Finale zu kommen?! Dabei hatten die Niederländer keine Freetickets oder Losglück. Auf dem Weg bis in das Halbfinale wurden bereits Real Madrid und Juventus Turin in beeindruckenden Spielen aus dem Weg geräumt. Sie stellten sogar den Rekord von Real und dem FC Bayern ein, in einer CL K.O. Runde bis jetzt alle Auswärtspiele gewonnen zu haben.

Wie man sieht; Diese Regel hat doch eine gewisse Gültigkeit!

Pressekonferenz vor dem Spiel SGE : Chelsea



PK vor dem EL Halbfinalspiel

Trainer Adi Hütter und Mijat Gaćinović auf der Pressekonferenz vor dem Halbfinal Hinspiel Eintracht Frankfurt vs. FC Chelsea.

Der Traum geht weiter

12 Mann versetzen Berge

Die Hessenadler begeistern weiter

Und zwar nicht nur die alteingesessenen Fans der Diva vom Main, sondern ganz Fussball-Deutschland, wenn nicht sogar ganz Fussball-Europa. Im Hinspiel nach dem 4:1 hätte niemand mehr einen Pfifferling auf die Hütter-Truppe gegeben, aber selbst in der 70 minütigen Unterzahl gelang der Eintracht der Treffer zum 4:2 und war zum Schluß dem 4:3 näher, wie die Portugiesen dem 5:2.

Der Einsatz und der Wille der Jungs im Adlerdress sind unübersehbar. Jeder für jeden, alle für einen, einer für alle – das ist das derzeitige Leitmotto in den Reihen der Frankfurter Eintracht. Nach dem verlorenen EL Hinspiel und der direkt folgenden Niederlage gegen die Augsburger in der Liga waren die Prognosen nicht mehr unbedingt so positiv. Zudem kamen die Ausfälle von Haller, Hinteregger, N`Dicka, etc., die es für Adi Hütter zu kompensieren galt.

Die mentale Stärke der Mannschaft und das allgemeine Auftreten ließen die Hoffnung, dass ein Weiterkommen in der Europa League ein schwieriges Unterfangen werden würde, aber keinesfalls eine utopische Träumerei ist.

Ein 2:0 würde reichen

Das war die Ansage nach dem Hinspiel. 2 Tore schiessen MÜSSEN ohne gegen die schnellen Offensivspieler aus Lissabon einen Treffer zu kassieren, war die Basis für das Rückspiel vor heimischem Publikum.

Damit wären wir bei einer kleinen „Unfairness“ gegenüber den Portugiesen, denn die SGE trat mit #12gegen11, so lautetet der Hashtag, gegen den portugiesischen Serienmeister an. Der Fansupport der Eintracht Anhänger hat wieder einmal alles getoppt, was es zu toppen gab. WENN sich ein Ligateam diesen 12. Mann auf die Fahne schreiben kann, dann die SGE.

Was diese Unterstützung zu leisten vermag, haben die Spieler wieder live gezeigt. JEDER auf dem Feld im Dienste der Eintracht hat sich zerissen, hat geackert, hat gekämpft und 150 % Leistungsvermögen abgerufen.

Das Musketier-Prinzip „Einer für Alle, Alle für Einen“ zeigt sich auch anhand der Torschützen beim 2:0 für die Hessen. Wenn die Stürmer nicht treffen, dann besorgt es eben das Mittelfeld, die durch das Gewusel der Offensivabteilung die nötigen Möglichkeiten und Räume bekommen. Dass ausgerechnet Seppl Rode seine Leistungen mit einem Tor krönt, stand wohl kaum auf irgend einem Zettel. Tante Rebić, die alte Maschine, hat genauso geackert, wie der Rest der Truppe.

Von daher ist es auch schwierig einzelne Spieler hervorzuheben, denn dort hat kein Spieler das Halbfinale klar gemacht, sondern ein Team. Ein Team, das nicht nur die Adlerfans begeistert hat. Natürlich hatten wir etwas Glück beim 1:0, dass Danny Pferdelunge da Costa in der Sichtlinie vom Linienrichter auf Filip Kostić stand und der damit die Abseitssituation nicht erkennen konnte.

Aber hey, DAS ist Fussball und den VAR gibt es eben bis zum Finalspiel der EL nicht. So wie es die Video-Kellerkinder vor 3 Jahren grundsätzlich noch nirgendwo im Fussball gab. Soll soviel heissen, dass es eben zum Fussball dazu gehört, wenn es Fehlentscheidungen gibt oder gab. Natürlich regt sich jeder Hobbytrainer am heimischen TV Gerät darüber auf, aber der hat ja dann auch drölfhundert Wiederholungen, die der Schiri eben nicht hat.



Hin oder her – die SGE ist im Halbfinale

Jeder ist seines Glückes Schmied und wenn sich jemand dieses Glück erkämpft, erarbeitet und verdient hat, dann Eintracht Frankfurt. Niemand könnte behaupten, Frankfurt wäre völlig unverdient so weit gekommen.

Hätte der Schiri das erste Tor nicht anerkannt, die Jungs hätten es trotzdem gewuppt. Mit diesem Willen, den alle von A bis Z an den Tag gelegt haben, hätten sie heute auch den FC Barcelona in die Knie gezwungen. Mit Sicherheit.

Hätte Kostić der Pfostenabpraller nicht eingenetzt…. Ach, wisst ihr was?
Hätte, hätte Fahrradkette…

Er HAT getroffen und der Treffer hat gezählt. Ende aus – Micky Maus!

Die Adler aus dem Hessenland sind im Halbfinale. Punkt!

In der Liga geht es nun zu den Wölfen und danach kommt die Hertha aus Berlin in die Frankfurter Fanhölle. Der kaum noch mögliche Halbfinal-Einzug ist vollbracht. Was spricht nun dagegen auch den 4. Tabellenplatz zu verteidigen und nächstes Jahr im höchsten europäischen Wettbewerb die Top-Clubs aufzumischen?

Zur Not steht ja noch der Weg über den Pokalgewinn offen. Wie das geht, das wissen wir nun alle. Über den DFB Pokal bis ins EL Halbfinale. Next Level wäre dann über den UEFA Pokal in die Champions League. Warum auch nicht?!

Die Ausgangssituation ist wie eine gediegene SM-Party. Alles kann, nichts muss!

London, wir kommen!

In diesem Sinne:
Dawai, Dawai, Uhh!

Der Bär will tanzen.

Eintracht Frankfurt – Benfica Lissabon

Das Rückspiel im Europa League Viertelfinale

Eintracht Fankfurt - was geht ab?

Ein 2:0 würde reichen

Nachdem die SGE im Hinspiel in Lissabon mehr oder weniger mit 4:2 baden gegangen ist, hört sich diese Niederlage und das Ergebnis schlimmer an, wie es war. Bereits nach 20 Minuten flog der junge Aussenverteidiger N´Dicka nach einem leichten Rempler im eigenen 16er mit glatt Rot vom Platz. Eigentlich gab es doch da mal so etwas wie die Verhinderung einer Doppelbestrafung, denn einen Elfer gab es für die Portugiesen ja auch noch.

Wie auch immer. Kevin Trapp war in der richtigen Ecke, konnte aber gegen den Schuss vom neuen Jahrhundert-Talent João Félix in den Reihen der Portugiesen nichts ausrichten. So stand es nach 20 Minuten 1:0 für Lissabon und die Hessenadler mussten 70 Minuten in Unterzahl gegen den portugiesischen Meister dagegen halten.

Wer dachte, dass sich die Frankfurter jetzt hinten einmauern, um Schadensbegrenzung zu betreiben, der hatte sich geirrt. Auch mit einem Mann weniger auf dem Feld gelang der EIntracht in der 40. Minute der Ausgleich durch den SGE Goalgetter Luka Jović. Die Freude hielt jedoch nicht lange, denn 3 Minuten später traf der 19-jährige Félix ein zweites Mal und man ging mit dem 1:2 aus Frankfurter Sicht in die Halbzeitpause.

Nach der Pause drehten die Portugiesen jedoch auf und in den Minuten 50. und 54. erhöhte Benfica zwischenzeitlich zum 4:1 und alle, die den Adler im Herzen tragen, waren schon sicher, dass es jetzt eine derbe Klatsche gibt und es das Aus im internationalen Wettbewerb bedeutet. Dabei schnürrte dieser junge Wirbelwind aus Lissabon einen Dreierpack und das vierte Tor besorgte Ruben Dias. Was willst du auch auf diesem Niveau 70 Minuten in Unterzahl ausrichten?

Die Antwort:
Weiterkämpfen, als wäre man nicht in Unterzahl und so taten es die Adler aus dem Hessenland dann auch. In der 72. Minute verkürzte der Portugiese in den SGE Reihen,
Gonçalo Paciência, mit einem spektakulären „Bogenlampen-Kopfball“ nach einem Eckball auf 4:2 und in den letzten Minuten hätte er sogar fast noch 4:3 stehen können.



Das bedeutet, dass im Rückspiel am Donnerstag in Frankfurt vor heimischer Kulisse ein 2:0 oder ein 3:1 reichen würden, um ins Halbfinale einzuziehen. Jetzt soll mal einer sagen, das wäre utopisch. Ist es nämlich nicht. Vorausgesetzt man beendet die Partie mal mit 11 Spielern, denn am Wochenende wurde auch die Serie „Ungeschlagen 2019“ in der Bundesliga beendet.

Eintracht Frankfurt vs. FC Augsburg

Ausgerechnet gegen den Abstiegskandidaten FC Augsburg, der mit dem neuen Trainer Martin Schmidt zu Gast in der Commerzbank-Arena war, unterlagen die Hessen mit 1:3. Dabei fing es für die Adler wirklich gut an. Wieder war es Paciência, der einen sehenswerten Kopfballtreffer in der 14. Minute erzielte und die Eintracht mit 1:0 in Führung brachte.

Diese Führung hielt aber nur bis zur 30. Minute, denn da glichen die Augsburger durch Richter zum 1:1 aus und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45 +4) traf ausgerechnet Marco Richter, der in 20 Bundesligapartien in dieser Saison nicht einen einzigen Treffer markieren konnte, zum zweiten Mal. So ging es mit dem 1:2 in die Halbzeitpause. Aus SGE Fansicht alles noch kein Beinbruch.

Erschwerend kam natürlich dazu, dass Eintracht Trainer Hütter den angeschlagenen Hinteregger bereits in der 24. Minute auswechseln musste. Doch damit nicht genug. Adler-Kapitän Gelson Fernandes kassierte kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Karte in der Begegnung und sah nach einem Foulspiel den gelben Karton.

Nach der Halbzeitpause, kaum wieder auf dem Feld, kassierte Fernandes nach der Pause in der 47. Minute seine zweite Gelbe im Spiel und konnte bereits nach 2 Minuten in der zweiten Hälfte wieder in die Kabine wandern. Also wieder eine komplette Halbzeit in Unterzahl. Herzlichen Glückwunsch!

Doch trotz der Tatsache, wieder einmal mit einem Mann weniger auf dem Feld zu stehen, drückten die Frankfurter weiter und in den letzten 20 Minuten war die SGE dem 2:2 näher, wie die Augsburger einem weiteren Treffer. Aber wenn du in Unterzahl weiter drückst, dann machst du zwangsläufig hinten auf und wirst anfälliger gegen einen Konter. Das passierte dann auch in der 84. Minute und der FCA erzielte das 3:1.

Trotzdem muss man der Mannschaft und dem Trainer Adi Hütter zum wiederholten Male ein dickes Kompliment machen. Ob du nun 2:1 oder 3:1 verlierst bleibt sich unter dem Strich gleich, denn so knapp ist es mit dem Torverhältnis nicht, dass dieses nachher ausschlaggebend wäre.

Die noch verbleibenden 10 Spieler gaben alles und kämpften bis zum Schlusspfiff. Verlieren kann man. Das lässt sich nicht verhindern. Es kommt jedoch immer darauf an, WIE du verlierst. Auch bei der zweiten Niederlage in Folge, wenn man das Europa League Spiel mitrechnet, kann man dem Truppe keinen Vorwurf machen, dass es an Lustlosigkeit oder Einsatzwillen mangeln würde.

Wie sagt man immer so schön:

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft der hat schon verloren!

SGE Ikone Steppie würde sagen: Lebbe geht weiter!

Also Mund abputzen und am Donnerstag mit 11 Mann auf dem Feld bleiben und den Portugiesen zeigen wo der Hammer hängt!