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Gott ist tot…

Sorry Kids..oder: Warum niemand unersetzlich ist!

Seit einigen Tagen herrscht helle Aufregung um das Kids College. Zumindest macht es den Anschein, denn die örtliche Presse und die regionalen Internetplattformen werden ja bestens gefüttert mit „Informationen“.

Begonnen hat es mit „hochoffiziellen“ Ankündigung durch Thorsten Heimann, dass er zum 30. Juni 2010 das Kids College verlässt. Da findet man doch Wehklagen an vereinzelten Stellen, die immer wieder aus der selben Richtung kommen.

Oh Gott – der „MACHER“ ist weg. Es wurde sogar vom Zusammenbruch der Region geschrieben. Einem Netzwerk, dass zusammenbricht und einen unwiederbringlichen Verlust für den hiesigen Wirtschaftsstandort. Beim „Volksnetwork“ wkw wurde sogar von jemandem angeregt, das Fernsehen zu informieren. Als ob das wirklich jemanden interessiert. Solche Querelen passieren tagtäglich. Und selbst wenn das Fernsehen kommt – so bleibt auch das nur kurzweilig wie ein kleine Strohfeuer in den Gedanken derjeniger, die den Bericht gesehen haben. Morgen gibt es ja neue News über die man sich aufregen kann.

Also mal ehrlich – hier sollte die Kirche mal im Dorf gelassen werden – niemand ist unersetzlich – und auch der Weggang vom „Macher“ werden die Städte und Gemeinden Weilburg, Weinbach und Löhnberg nicht in den sicheren Untergang stürzen. Viel eher sollte man nach den wahren Gründen suchen.

Das ganze wird natürlich zum politischen Thema – klar – Kinder und Jugendthemen lassen sich da immer gut vermarkten. Da spricht man ja dem Wähler aus der Seele. Lustigerweise immer aus Oppositionsreihen. Ist man selbst am Ruder schiebt man das Verbockte eben auf den Vorgänger.

Die SPD in Weilburg verlangt hier nun bedingungslose Aufklärung über den Weggang von Thorsten Heimann. Aus Löhnberg hört man nichts, obwohl dort nach dem Bürgermeisterwechsel im vergangenen Jahr die Gängeleien erst angefangen haben. Dort sitzt mit Dr. Frank Schmidt, wer hätte es gedacht, ein Sozialdemokrat auf dem Bürgermeistersessel. Dieser war schon im Frühjahr 2009 auf Anfrage zu jugendpolitischen Themen in Bezug auf das Kids College zu keiner Stellungnahme bereit. Vielmehr berief man sich in einem 2 Zeiler darauf, dass dort unter anderem auch eine Frage zum „Kinderpornographie Gesetz“ im Bundestag auftauchte und Herr Dr. Frank Schmidt nicht mehr Mitgleid des Bundestages wäre. (obwohl der Titel MdB noch auf der eigenen Homepage verwendet wurde) So kann man sich natürlich auch vor unliebsamen Fragen schützen. Wirklich sehr sozialdemokratisch.

Nicht grundlos wurden die Berichte über das Kids College von Weilburg-Online im Mai 2009 eingestellt.

Im Grunde geht es hier weder um Macht, Politik oder gar etwas soziales für die Kinder. Hier geht es rein ums Geld.
Die Stadt- und Kommunenkassen sind leer. Pleite! Verschuldet! So sieht es nunmal aus. Und an Bildung lässt es sich ja vortrefflich sparen. Die grossen Herren der Politikszene machen es ja täglich vor.

Doch wo sind die Gelder hingeflossen? Bei einem Pressetermin zur Vorstellung des Ausbauprojektes Teen Academy wurde erwähnt, dass die Stadt Weilburg einen finanziellen Aufwand von 64.000 Euro im Jahr für das Kids College betreibt. Zusätzlich stehen noch Löhnberg und Weinbach auf der Finanzierer-Liste. Selbst wenn von dort keine Gelder geflossen sind, bzw die Summe von 64.000 Euro den Gesamtbetrag darstellt, fragt man sich – wo versickern diese Gelder? Und was ist aus dem groß angekündingtem Bildungsprojekt für Hauptschüler geworden? Ausser heisser Luft und einem Pressetermin um mal wieder in die Kameras zu lächeln und zu zeigen: Hey schaut her – wir tun was für die Jugend! – ist nichts passiert – Taten? Fehlanzeige!

Der Grossteil der Kids College Dozenten arbeitet ehrenamtlich. Die Unkosten für etwaige Bastelmaterialien wurden von den Eltern der teilnehmenden Kids gezahlt. Nach unserem Wissen sitzt selbst die Band Raketenklee, die in einem aufwendigen Workshop mit den Kids einen Song produziert und in einem Profi Tonstudio aufgenommen haben, auf den Kosten für das Tonstudio, obwohl hier eine Deckung zugesagt wurde. Lediglich die Studiokosten sollten getragen werden. Statt dessen sitzen Musiker, die sich für ein solches Projekt engagieren und viel Zeit investieren, auch noch auf externen Kosten.

Unser Rat an alle die Trauernden, die auf die Politik einprügeln und denken die Welt geht nun nach Heimann’s Weggang unter:

Nehmen Sie doch Ihre Kids einfach mal selbst mit in den Wald oder in den Tiergarten. Treffen Sie sich mit anderen Eltern und stellen selbst solche Kurse auf die Beine. Aber für einige ist es sicher einfacher auf die Politik zu schimpfen und andere dafür verantwortlich zu machen um sich aus der  Verantwortung der Erziehung und Bildung zu ziehen.

Es reicht doch, dass die Politiker, anstatt etwas zu tun, sich damit  beschäftigen den Schuldigen zu suchen und ständig Aufklärung verlangen. Langsam sollte doch jedem klar sein, dass aus der Politik nur Lug und Trug zu erwarten ist.

Selbst der „beste“ Politiker kann ohne finanzielle Mittel nichts erreichen. Er kann nur möglichst lange versuchen den anstehenden, finanziellen Komplettzusammenbruch zu vertuschen, nach hinten zu schieben und hoffen, dass es für die nächste Wahlperiode noch reicht.

„Millionengrab“ Parkhaus am Landtor

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Laut den Weilburger Nachrichten bekommt das „Millionengrab von Weilburg“ nun endlich Überwachungskameras!
Na herzlichen Glückwunsch.
Man klagt schon in Bezug auf die Kosten – zumal der Finanzhaushalt von Weilburg sowieso schon mehr als in Schieflage ist. Aber wenn man genauer recherchiert müssten diese Kosten doch schon längst gedeckt sein. Zumindest waren so die Äusserungen von Herrn Bürgermeister Hans Peter Schick vor mehr als 2 Jahren gegenüber dem Hessischen Rundfunk, dass in Kürze erst die Fertigstellung des Parkhauses zu erwarten ist. Auch die Montage der Videokameras wurde erwähnt. Im März 2008 wurde das Weilburger Stadtoberhaupt nämlich dahingehend schon interviewt, für wen das Parkdeck denn überhaupt gebaut wurde. Für Parker scheinbar nicht. Amüsant war besonders die Anmerkung, dass sich das Parkhaus am Landtor noch im Bau befindet. Also wurde am Hessentag 2005 und seit dem ständig in einer noch nicht fertiggestellten Baustelle geparkt. Aha – na dann.

Hier kann man sich nochmal das Video vom HR über das Parkhaus am Landtor in Weilburg ansehen – für diejenigen, die es nicht glauben wollen. Und hier der Bericht dazu.

Die Vorschlag der WN, einfach das ganze Parkdeck mit Baustahlmatten unzugänglich zu machen, ist garnicht so schlecht. Sicher ist das ganze günstiger als die Videoüberwachung. Und wenn man auch noch bedenkt, dass schon 2008 die laufenden Kosten des Parkhauses mit 60.000 Euronen pro Jahr bezuschusst wurden. Was man mit diesem Geld sinnvolles tun könnte….

Zum Beispiel das Geld in Jugend- und Streetworkprojekte stecken, denn dann würden die Verursacher der Schäden im Parkhaus und die jugendlichen Vandalen, für die ja die Überwachung gedacht ist, von selbst auf andere Ideen kommen und hätten vielleicht ein wenig Perspektiven.

Statt dessen werden Jugendprojekte wie das Kidscollege eingestampft, weil in Zeiten der Haushaltssperren keine Kohle da ist. Zum Glück ist aber noch was da für Überwachungskameras in einem Parkhaus in dem keiner parkt !

Kids College eingestampft

Sorry KidsKeine Angst! Bevor es jetzt Fragen, Proteste und Kritik hagelt: Nicht das Projekt Kids College wurde eingestampft, sondern jegliche Unterstützung von weilburg-online.de, die das Kinder- Uni-Projekt betrifft.

Von Beginn der Webpräsenzumstellung an hat Weilburg Online das tolle Projekt unterstützt und promotet.

Wieso, werden sich nun sicher einige fragen, wird die Unterstützung nun eingestellt? Es handelt sich doch um ein förderungswürdiges Projekt für die Kinder, für unser aller gemeinsamer Zukunft.
Das ist richtig. Der Sinn und Zweck dieses Projektes steht natürlich ausser Frage.

Es müsste viel mehr Organisationen und Projekte solcher Art geben.

Nun zu dem Warum!

Wir werden es tunlichst vermeiden Einzelheiten oder Namen zu nennen. Es handelt sich um eine rein persönliche Entscheidung der Redaktionsleitung.

Wir besitzen soviel moralischen Anstand, uns weder vor einen „politischen Karren“ spannen zu lassen, noch der political correctnes zu entsagen. Besonders Personen, die Behauptungen aufstellen ohne die geringste Ahnung zu haben von und besonders über wen sie reden, sollten sich hierüber Gedanken machen. Würden manche Amtsträger, Volksgewählte und Selbsternannte hier und da mal an dem Seil in die gleiche Richtung ziehen, dann würde das am Ende sogar Effektivität zur Folge haben.

Nicht auszudenken was passieren würde
, wenn so manches Projekt, egal aus welchem Lager es kommt, von allen, statt pauschal aus rein oppositionellen oder egopolitischen Gründen blockiert zu werden, neutral und besonders LOYAL unterstützt werden würde, solange es der Allgemeinheit dienlich ist. Da würde am Ende ein positives Ergebnis herausspringen. Kaum zu glauben wie einfach es manchmal wäre.

Aber nein – da wird ein soziales Projekt fadenscheinig in den Vordergrund gerückt um hinter den Kulissen politisches Machtgebalze zu vollziehen. Wirklich schade, dass vielversprechende Projektideen und lernwillige Kinder für die eigenen politischen Machtgehabe und Profilneurosen missbraucht werden.

Unser journalistischer Ehrenkodex verpflichtet uns dazu, uns von allem zu distanzieren, was die Wirklichkeit verwischt oder in einem anderen Licht erscheinen läßt. Was soviel heissen soll wie: Bleibe moralisch immer auf dem Weg, den du mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Aber vielleicht gehört das einfach zum politischen Tagesgeschäft.

Genau dieses Thema passt wunderbar in unseren Umschwung. Mit dem Minijubiläum 1 Jahr Weilburg Online werden auch einige Veränderungen bezüglich des Inhalts von Weilburg Online vollzogen.

Soll heissen: back to the roots! Zurück zum Sinn und Zweck der Medien. Auch wenn einige der Meinung sind, die Medien würden die Politik und die Unterstützung derselbigen benötigen – Hallo ! – einmal „Wachwerden“ für Neue Medien Noobs in der Doppelpackung, bitte. Nur weil zum Beispiel Weilburg Online nicht auf gedrucktem Papier erhältlich ist, sollten sich die selbsternannten Marketingspezialisten , die das Web 0,5 noch nicht verstanden haben, nicht auf dünnes Eis begeben und im Web 2.0 mitmischen wollen. Ihr habt noch garnicht verstanden was hier passiert ist. Es gibt tatsächlich Leser, die es interessiert, was online geschrieben steht, und bevor ihr es verstanden habt ist der Zug schon weg. Zieht euch warm an – lokal – regional – global !