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Der Schlossgarten erwacht

Rundgang im Mai

Dieses Video müsste normalerweise in den Mai sortiert werden, denn genau da sind die Bilder und Filmaufnahmen vom Niederländer Joop Terpstra aufgenommen worden.

Leider haben wir die tollen Aufnahmen jetzt erst gefunden und wollten sie auch nicht bis zum nächsten Frühling zurück halten 😉 Scheinbar war das Video im Youtube-Universum verschollen, denn es hat aktuell auch erst knappe 40 Aufrufe. Eigentlich Schade, denn das Video ist wirklich sehenswert.

Schlossrundgang

Videoblicke aus den verschiedensten Richtungen aus allen Aussenbereichen der Weilburger Schlossanlage. Vom Innenhof des Hochschlosses bis runter zur unteren Orangerie geht die Video-Tour und zeigt, wie dort die Gartenanlage auf Trapp gebracht wird.

Zudem findet man tolle Aufnahmen des alten Friedhofes an der Frankfurter Strasse. Die Heiliggrabkapelle am Kalvarienberg wurde 1505 errichtet und gehört zu den hessischen Kulturdenkmälern.

Werbepause



Schloss Café bleibt Schloss Café

Untere Orangerie

Untere Orangerie

Die Verwaltung Staatliche Schlösser und Gärten Bad Homburg nimmt die „Glaspalast“-Pläne zurück und das Schloss Café bleibt dort, wo es ist, war und wo es hin gehört.
Nämlich in der Unteren Orangerie des Schlosses. So hatte es Ex-Finanzminister Karlheinz Weimar zwei Tage vor seiner Verabschiedung aus dem Amt des Hessischen Finanzministers kund getan und nun ist es auch amtlich. So meldet die fnp:

Damit hat das Land Hessen Rücksicht auf die Stellungnahmen der Weilburger Stadtverordnetenversammlung und die Proteste der Bevölkerung genommen, die sich für den Verbleib des Cafés am alten Standort und gegen einen Neubau aus Glas ausgesprochen hatten. Die Schlösserverwaltung hatte geplant, das Café zu verlegen und zu diesem Zweck in einem Seitenbereich des Unteren Schlossgartens ein Glasgebäude zu errichten, in dem auch in der kalten Jahreszeit Gastronomie betrieben werden könnte. Der Entscheidung vorausgegangen waren entsprechende Vorarbeiten seitens der Schlösser-Verwaltung, des Hessischen Finanzministeriums und der Stadtverwaltung Weilburg.

Betreiber des Schloss-Café  bis Oktober ist der Verein «manage it e.V. Weilburg» . Das Ganze findet statt in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg (Berufs- und Berufsfachschule) in der in Ausbildung stehen jungen Kräften an die berufliche Arbeit heran geführt werden.

Einhellig begrüßt Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) und der Stadtverordnetenvorsteher Walter Frank (SPD) begrüßten die Entwicklung wie auch die Fraktionen des Weilburger Stadtparlamentes, die auf Initiative des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hans-Werner Bruchmeier einstimmig für den Erhalt des Cafés an der bisherigen Stelle und gegen den Bau eines Glashauses votiert hatten. Das von der Schlösserverwaltung in einem Nachbargarten in der Turmgasse geplante Gewächshaus soll laut Karlheinz Weimar aber errichtet werden.

so die FNP weiter.
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Was einem hier wieder geradezu ins Auge sticht ist die scheinheilige, politische Beweihräucherung einiger Beteiligter. Zunächst bringt die Schlösser-Verwaltung, das Hessischen Finanzministeriums und die Stadtverwaltung Weilburg den ganzen Quark auf den Weg und hinterher befürwortet man den Verbleib des Schlosscafes am traditionellen Platz und läßt sich jetzt auf die Schulter klopfen, dass man es so hinbekommen und sich durchgesetzt hat.

Schade, dass es damals keine Bürgerproteste gegen das Millionengrab an der Lahn gab. Dann würde man sich sicherlich heute noch damit profilieren, dass man das unnütze, Geld verschlingende Parkhaus NICHT gebaut hat.

Der Weilburger Schlossgarten (1)

Für Touristen stellen die Schlossanlagen und der Schlossgarten sicherlich einen der ersten Anlaufpunkte während ihrer Tour durch Weilburg dar.

Blick-SchlossgartenAllein der Blick vom südlichen Gartenende auf das Lahntal ist auf jeden Fall einen Ausflug in den Garten wert.
Die Anlagen, die sich über ca. 3,3 ha Fläche erstrecken, wurden auf verschiedenen Terrassen und Plateaus über mehrere Geländestufen hinweg errichtet.

Mit dem Anlegen des Gartens begann man schon im 16. Jahrhundert unter Graf Philipp III., was unter seinem Nachfolger Graf Albrecht fortgesetzt wurde. Die ersten Gartenanlagen entstanden südlich des neu erbauten Schlosses. Man hielt eine solche gärtnerische Anlage für erforderlich als passende Ergänzung zu den Schlossbauten. Nachdem jedoch die Schäden des Dreißigjährigen Krieges beseitigt werden mussten, ergriff man die Initiative für eine Komplettveränderung und -erweiterung der Anlagen, und machte daraus einen Lustgarten mit sich überkreuzenden Wegen und Wasserspielen.

Graf Johann Ernst v. Nassau-Weilburg nahm wiederum sowohl in den Gartenanlagen als auch in der gesamten Stadt umfangreiche Baumaßnahmen vor, wodurch es zu einer umfassenden Neugestaltung des Gartens kam.

1702 wurde der Garten durch weitere Elemente ergänzt. Baumeister Rothweil erstellte die Pläne für eine „obere Orangerie“ und eine „untere Orangerie„, die wesentlich zur Gestaltung der barocken Gartenräume beitrugen. Neben dem Gebäude, das die Orangerien verbindet, befinden sich Freitreppen. Ursprünglich wurde der Bau dort als Gewächshaus zur Überwinterung der Kübelpflanzen genutzt – heute befindet sich dort seit langem das „Schlosscafe„.

Untere Orangerie

Die Grundstruktur der Anlagen ist bis heute geblieben (mit den Orangerien, den Stützmauern, den Balustraden und dem Lindensaal), jedoch ist der barocke Originalzustand nicht mehr gegeben, sondern wurde im Nachhinein nachgebaut durch eine Rebarockisierung zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

Eine nachträgliche Erweiterung des Gartens stellt auch das Gebück dar. Durch entsprechende Bepflanzung wurde das Hindernis, welches allein schon durch den vorhandenen Steilhang gegeben war, noch verstärkt. Die Zugangswege und die Umgestaltung zum Landschaftspark folgten jedoch im 18. Jahrhundert.