Aug 26 2010

Weilburger Tiergarten Weltweit

Goggel Ko(r)nradGoggel Ko(r)nrad war vor kurzem im Weilburger Tierpark.

“Sehr beeindruckend” - so sein Fazit. Aus diesem Grund hat Ko(r)nrad seinen Besuch im Tiergarten mal nachgestellt und damit weltweit Werbung betrieben.

Ingame marketing für die Stadt Weilburg. Prima. Da sollten sich einige mal was abschauen, was im Netz so alles möglich ist, wenn man mal etwas kreativere Lösungswege sucht, anstatt eine Zeitungsanzeige als letzten Strohhalm zu ergreifen.

Auf jeden Fall hat Ko(r)nrad den Weilburger Tiergarten würdig präsentiert.

Was das Browsergame SPP so hergab, hat Ko(r)nrad genutzt. Schließlich hat das Knuddelbärchispiel ca. 10 Millionen Spieler. Also kein Ober oder Unterlahn Tippspiel - sondern eine Präsentationsplattform mit wirklich Potential.

Der Spieleentwickler Slide wäre aktuell nicht von Google übernommen worden, wenn es sich um ein sinnloses Game aus einer Klitschenbude gehandelt hätte.

Die Version eines Online Tamagotchi Tierchens ist aber auch wirklich ein witziger Zeitvertreib. Tausende von Dekorationsmöglichkeiten an Möbeln, Blumen, Tieren und vieles mehr. Jedes Tierchen besitzt einen Garten und kann die lustigsten Dinge anpflanzen und ernten. Vom feuerspeiendem Knuddeldrache bis zum turnenden Pinguin ist dort alles vertreten.

Hier siehst du Ko(r)nrad hier bei der Präsentation des Tiergartens.


Ko(r)nrad im Tiergarten und weitere Abenteuer

Klick dich einfach mal durch die Galerie von Ko(r)nrad - Viel Spaß

Jetzt Kommentar hinterlassen

Apr 11 2010

Fütterungstour im Tiergarten Weilburg

Am heutigen Sonntag lädt der „Tiergarten Weilburg“ Kinder und Familien zur nächsten Fütterungstour ein.
Diese Führung lässt einen die Tierwelt aus nächster Nähe erleben.

Treffpunkt für dieses schöne Erlebnis ist am Sonntag, 11. April um 14 Uhr am Haupteingang des Weilburger Tiergartens.


Eine Vorstellung des Wildparks “Tiergarten Weilburg” finden sie hier.

Jetzt Kommentar hinterlassen

Apr 01 2010

Im Weilburger Tiergarten geht die Sonne auf

FrischlingeEs wird Frühling!

Und nicht nur wir Menschen erwachen wieder zum Leben, auch in der Tierwelt reibt sich alles den Schlaf aus den Augen. Zu dieser Zeit lohnt sich ein Besuch im Weilburger Tiergarten ganz besonders - sind doch erst vor wenigen Wochen die Frischlinge zur Welt gekommen. Wer die geführte Wanderung in der vergangenen Woche verpasst hat, hat im April gleich dreimal die Gelegenheit, andere Ressorts des Tiergartens zu erkunden.

Für Groß und Klein findet am 03.04.2010 um 10 Uhr die Veranstaltung “Wir bauen ein Osternest” statt. Weg vom grünen Plastikgras aus den gekauften Nestern des Supermarktes - stattdessen mehr Hinwendung zur Natur. Hand aufs Herz - wann haben Sie zuletzt etwas aus Naturmaterialien gebaut? Außer der Osteraktion soll es an diesem Tag auch um das Thema “Spurenerkennung Hase/Kaninchen” gehen.

Des Weiteren findet im April die stets beliebte Fütterungstour statt - am 11.04.2010 um 14:00 Uhr.

Am Ende des Monats (28.04.2010; 18:00 Uhr) heißt es: “Wer schleicht da durchs Gebüsch?”. Angeboten wird eine kurzweilige Wanderung zu den Luchsen.

Luchse sind in unseren Augen meist scheue Einzelgänger, die nur in der Wildnis zu Hause sind nur noch in kleiner Zahl hier leben. Dabei besuchen Luchse sehr regelmässig ihre Reviergrenzen, um sich über ihre Nachbarn zu informieren, leben auch oft in wildarmem Wald (dort lohnt es sich, unvorsichtigen Beutetieren nachzupirschen!) und sind nur deshalb kaum zu sehen, weil sie einen anderen Tagesrhythmus als wir Menschen haben (sie sind dämmerungs- und nachtaktiv).

Nutzen Sie den kommenden Frühling (der Kälte zum Trotz) und wagen Sie mal wieder einen Schritt weg vom Fernseher.

Bildquelle: Helmut J. Salzer / pixelio.de

(Die Frischlinge auf dem Bild sind NICHT aus dem Weilburger Tiergarten sondern exemplarisch abgebildet)

Ein Kommentar vorhanden

Mär 20 2009

Gibt es schon Nachwuchs im Tiergarten?

MuffelwildAuch im März findet wieder eine tolle Veranstaltung im Weilburger Tiergarten statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen möchten. Am kommenden Mittwoch um 18 Uhr können sich alle Besucher auf eine Wanderung unter dem Motto “Osterlämmer” zu den Skudden und Muffelwild und möglicherweise schon über Nachwuchs freuen.

Die Skudden sind in Nordeuropa beheimatete Landschafe, deren Vorgänger die Mufflons sind und deren Wolle schon vor über 2000 Jahren zum Fertigen von Kleidern genutzt wurde. Während des letzten Jahrhunderts ging ihr Bestand immer weiter zurück, bis er schliesslich in den 80er Jahren einen Tiefstand von weltweit 200 Exemplaren erreichte und die Rasse auszusterben drohte. Engagierten Züchtern und Tierparks ist es zu verdanken, dass heute hierzulande von einem Bestand von 2500 Tieren ausgegangen werden kann.

Der keilförmige Kopf, ein schneckenförmiges Gehörn und eine ausgeprägte Mähne sind zeichnend für die Skudden. Außerdem besitzen die Landschafe einen kurzen, dreieckigen Schwanz, der nur zu einem Drittel bewollt ist.

Erstaunlich im Vergleich zu Wildschafen ist die unabhängige Deckbereitschaft, da weibliche Skudden bereits im ersten Lebensjahr tragen können. Die Geburt der meist ein bis zwei Lämmer erfolgt fast immer ohne menschliche Hilfe.

Böcke erreichen bis zu 60 kg, bei einer Widerristhöhe von 65 cm. Die Weibchen werden bist zu 50 kg schwer und erreichen nur eine Widerristhöhe von ca. 60 cm. Die Lebenserwartung beträgt bei beiden Geschlechtern ca. 20 Jahre.

Da Skudden sehr anspruchslose und gesundheitlich robuste Tiere sind, können sie problemlos auf kargen Weiden mit offenem Unterstand ganzjährig gehalten werden.

Muffelwilder haben eine ereignisreiche Vergangenheit zu verzeichnen und es ist erstaunlich, dass sich die Wildschafe bis heute erhalten konnten. Durch die Klimaveränderung während der Eiszeit überlebten nur einige Tiere auf Korsika und Sardinien. Hinzu kam eine starke Bejagung im 16. Jahrhundert, wodurch der Bestand weiter zurückging, bis Ende des 20. Jahrhunderts ein Jagtverbot erlassen wurde.

1935 waren einige Tiere in den Weilburger Tiergarten gebracht worden, wo sie sich allerdings nicht lange aufhielten und allesamt über die 2m hohe Mauer in den Wald ausbrachen.

Zeichnend sind kurzes, braunrotes Sommerfell und ein langes, dichtes Winterkleid. Unterseite der Beine und Schnauze sind grauweiß. Hinzu kommt eine weiße Zeichnung auf dem Rücken, der sog. Sattelfleck. Ab dem ersten Lebensmonat wachsen die schneckenartigen Gehörne der Muffellämmer und können bei ausgewachsenen Tieren eine Länge von bis zu 80 cm bei vollständiger Rundung erreichen.

Nach der Paarungszeit und ca. 22 Wochen Tragezeit, können in der Regel im April Nachwuchstiere (meist ein Tier pro Schaf) erwartet werden, die dann im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif werden. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 16 Jahren, in der der freien Wildbahn etwas niedriger. Die Kopf-Rumpf-Länge eines Muffelwildes beträgt in der Regel 110 - 130 cm, die Schulterhöhe 65 - 90 cm und das Gewicht 25 - 50 kg.

Meist in Laub- und Mischwäldern zu Hause, ernähren sich die Tiere hauptsächlich von Gräsern. Sie leben gesellig mit ihrem Rudel zusammen und sind in der Regel tagaktiv.

Die Besucher können gespannt sein, ob die Weilburger Muffelwilder schon ausgetragen haben. Weilburg-online.de wünscht viel Spaß bei der ersten Frühlingswanderung :-)

Bildquelle: pixelio.de
Fotograf: Ernst Rose

Ein Kommentar vorhanden

Feb 20 2009

Jurassic Park im Weilburger Tiergarten?

Am kommenden Aschermittwoch um 16:30 Uhr ist es wieder soweit: Der Weilburger Tiergarten lädt zu einer spannenden Führung, bei der bereits der Titel vielversprechend wirkt.

“Jurassic Park?” oder: Kann man Tiere zurückzüchten?

Passend zum Thema findet eine Wanderung zu den Tarpanen und den Auerochsen statt, deren ursprüngliche Arten lange schon ausgestorben sind.

Nachweise für den Aufenthalt von Auerochsen in Deutschland reichen bis in eine Zeit von vor 250.000 Jahren zurück. Im 9. Jahrhundert fanden jedoch große Rodungsperioden statt, wodurch derAuerochsen im Weilburger Tiergarten Artenbestand schon drastisch verringert worden war, bis die ursprüngliche Art 1627 endgültig ausstarb. Die Pflanzenfresser und Herdentiere wurden damals bis zu 1000 kg schwer (die Männchen schwerer als die Weibchen) und nahezu zwei Meter groß. Hinzu kamen 80 cm lange Hörner. Die Fellfarben reichten von schwarzbraun bis grauweiss. Durch einen damals sehr stark ausgeprägten Mondkult, begann man Rinder zu Kultzwecken zu domestizieren. Die Hörner der Rinder symbolisierten die Mondgöttin, welche Fruchtbarkeit verkörpern sollte. 1934 begannen zwei Brüder damit, Rückzüchtungen durchzuführen.

Sie kreuzten verschiedene Rinderrassen, bei denen das ursprüngliche Aussehen der Auerochsen weitestgehend bewahrt worden war. Dadurch kann man sich zwar heute ein ungenaues Bild davon machen, wie diese Tiere einmal ausgesehen haben, kann die Rasse jedoch nicht wiederbeleben, da das Erbgut mit der letzten Kuh für immer ausgestorben ist.

Die Tarpane gehören zu einer Pferdeart, die wahrscheinlich mit zu den ursprünglichen Pferdeformen des heutigen Hauspferdes gehört. Etwas kräftiger als Wildpferde, suchten sie in den Wäldern Osteuropas Schutz vor Wölfen und Bären. Noch vor 200 Jahren wurden sie wild lebend beobachtet und galten bis 1798 als jagbares Wild. Privaten Pferdenarren ist es zu verdanken, dass die Art damals nicht ausgestorben ist. Diese sorgten mit einer Einfangaktion dafür, dass die noch reinen Tarpane in einem Wildpark angesiedelt wurden und sich weitervermehren konnten. Aus finanziellen Gründen konnten sie dort nur knapp 3 Jahrzehnte bleiben, und wurden anschliessend, weil als nutzlos angesehen, an die umliegenden Bauern verschenkt, was gleichwohl ihr Ende bedeutete, da die reine Art des Tarpans fortan mit “gewöhnlichen” Hauspferden gekreuzt wurde. Auch hier fanden wenig später Rückzüchtungen statt, die uns heute ein Abbild von einer Tierart liefern, die wir selbst ausgerottet haben.

Ein interessantes Thema also, für das es sich lohnen wird am Mittwoch in den Tiergarten zu fahren.

Außerdem weisen wir auch darauf hin, dass am 01.03.09 wieder eine Fütterungstour stattfindet.

Bildquelle: www.weilburg-lahn.info / Rudi Müller

Tierthemen powered by

***************************************************** www.zooplus.de - Mein Haustiershop

Jetzt Kommentar hinterlassen

Next »