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Wechsel von Luka Jović nach Madrid fix?

Die Gerüchteküche um den Adlerträger brodelt weiter

Luka Jović ist derzeit wohl einer der begehrtesten Stürmer auf dem europäischen Fussball Markt. Die Meldungen häufen sich und derzeit scheint es in die heisse Phase zu gehen, wenn sich die angeblichen Wechselgerüchte um den Frankfurter Goalgetter in allen Medien überschlagen.

Angeblich ist man sich in Frankfurt über einen Transfer von der Frankfurter Eintracht nach Madrid zu den Königlichen einig. Behauptetet zumindest die spanische AS und die deutschen Medien haben sich auf die Meldung gestürzt, wie die Aasgeier.

https://twitter.com/diarioas/status/1124442806347534336

Zunächst gab es aus der Frankfurter Presse- und Medienabteilung der SGE keinen Kommentar und mittlerweile hat Fredi Bobic diese Meldung wieder dementiert. Es läge kein offizielles Angebot vor.

BurnartTV will wissen was geht

Was geht ab mit Luka?!

Wie würde der Deal rein hypotetisch aussehen?!

Angeblich steht bei diesem Wechselgeschäft ein Spieler von Real Madrid mit auf dem Zettel. Jovic wechselt für 60 Millionen in der nächsten Saison zu den Königlichen nach Madrid. Davon gehen rund 12 Millionen (20%) an den alten Club Benfica Lissabon. Rechnet man die gezahlte Ablöse und die im Vergleich lächerliche Leihgebür für die vergangenen beiden Jahren zusammen, dann blieben der SGE satte 40 Millionen kleben, dafür, dass man einen Stürmer in seinen Reihen hatte, der mit seinen Toren in der Liga und besonders der EL dem gesamten Eintracht-Komplex einen Auftrieb verschafft hat, der kaum zu vergleichen ist.

Der überhitzte Markt

Aus Fanreihen hört man diese Summe und der allgemeine Tenor ist: „VIIEEELLL ZU BILLIG! 60 Millionen sind viel zu günstig!“

Fakt ist: Dieser Deal wäre der ertragreichste Transfer in der Vereinsgeschichte der Frankfurter Eintracht.

In der verbreiteten Wechselmeldung wurde ein Gegentransfer ins Spiel gebracht. Die Hessenadler sollen im Gegenzug den 26-jährigen Mariano Díaz Mejía für eine im Raum stehende Summe von 20 bis 25 Millionen bekommen. Mariano kam 2016/2017 aus der Real Jugend und Zweitmannschaft in das Profikader und kam dort auf acht Spieleinsätze. In der Spielsaison 2017/2018 wechselte der Stürmer zum französichen Club Olympique Lyon und erzielte dort in 34 Ligaspielen, bei denen er 16 mal von der Bank kam, 18 Tore.

2018/19 holte ihn Madrid wieder zurück und dort kam er auf 12 Kurzeinsätze und einen Treffer. Immerhin beerbte er den grossen CR7 in dieser Saison mit der glorreiche Rückennummer 7. Die Trikotnummer mag nicht so bedeutend sein und sagt nicht zwangsläufig etwas über die fussballerische Qualität seines Trägers aus, aber die Nummer 7 bekommst du bei Real Madrid auch nicht als Kreisklassekicker aus China.



Sollte an dieser Transfer-Kostenlation wirklich etwas dran sein, wäre es durchaus denkbar, daß Adi Hütter Mariano als gleichwertigen Ersatz in die Mannschaft integriert bekommt. Blieben den Frankfurtern durch diesen Tausch die „grob gerechnet“ 20 Millionen übrig, dann könnte das die benötigte Summe für die offenen Posten Hinteregger, Trapp und Rode zum grössten Teil deckeln und man könnte das Team eventuell ohne großen Umbruch in die neue Saison schicken.

Bis dato leistet die Scouting-Abteilung, genau wie alle anderen Beteiligten, von Vorstandschef bis hin zum Fan, eine tadellose Leistung. Das Gesamtprodukt Eintracht Frankfurt läuft im Moment wie ein gut geöltes Laufwerk und mit diesem Erfolg, Stand heute, hätten vor der Saison genauso viele gerechnet, wie mit dem Pokalgewinn gegen die Bayern. So gut wie NIEMAND!

Jović hat sich in 18 Monaten vom Bankdrücker aus der portugiesischen Liga bei der Eintracht zu einem der begehrtesten Stürmer auf dem europäischen Markt geschossen. Warum sollte das mit einem Ersatzspieler von Real Madrid, der schon bewiesen hat, dass er das Tor trifft, nicht auch gelingen?

Für die Preisskeptiker

Selbst wenn man 20 Mio mehr für Jović bekommen würde. Wo bekommt man einen Stürmer, der was taugt, für billiges Geld her? Genau das ist nämlich das Problem. Die krassen Preise. Wenn Mariano wirklich ins Gespräch gekommen ist, dann hat man sich mit Sicherheit bei den Verantwortlichen auch ein Bild von ihm gemacht und ihn beobachtet.

Genauso, wie die Leistung von Rode in der Regionalliga in der zweiten Mannschaft der Borussen. Den hatte doch auch sonst niemand auf dem Radar und jetzt präsentiert sich der Seppl auf europäischer Bühne auf Weltklasse Level.

Die Tatsache kann man durch die SGE Fanbrille mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge betrachten, denn alle 3 Leihspieler schrauben durch ihre Leistungen ihre Marktpreise gehörig nach oben und die derzeitigen Vertragspartner, ob Augsburg, der BVB oder PSG, werden sich schon die Hände reiben. Das wird es zum Ende der Saison nicht günstiger machen.

Würde sich ein Mariano bei der Eintracht, schon bedingt durch mehr Einsatzzeiten, ähnlich entwickeln, wie Luka, dann wäre es mittelfristig wieder ein richtig genialer Deal, der den Kaderwert in 1-2 Jahren vom jetzigen Stand wieder massiv erhöhen würde.

Behind the scenes

Wer kennt schon die genauen Vertragsmodalitäten?

Die Eintracht hatte im Leihgeschäft ein Vorkaufsrecht für den Serben, das die SGE vor gut zwei Wochen auch genutzt hat, aber das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass der Spieler dann auch bei diesem Verein bleiben möchte, wenn sich für seine sportliche Karriere ganz neue Türen öffnen.

Die Gerüchteküche brodelt schon lange und in den vergangenenen Wochen wurden so ziemlich alle grossen europäischen Vereine mit Jović in Verbindung gebracht. Chelsea, die Bayern, PSG, Barcelona, Real Madrid, etc.

Auch wenn die Eintracht aktuell noch die Möglichkeit hat in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen, ist die Eintracht eben noch lange nicht Barcelona oder Real Madrid. Wer will es einem Spieler verdenken, wenn er eine solche Möglichkeit nutzt, wenn sie sich ergibt?!

Es kennt doch auch niemand die aktuellen Vertragsklauseln von Jović. Vielleicht war das eben eine kleine taktische Aktion mit einer Win-Win Situation für beide Parteien, den Vertrag bei der Eintracht erst einmal zu unterzeichnen. Die Eintracht ist damit in der Gestaltung der Ablösesumme oder Vertragsmodalitäten bei einem Transfer zum Saisonende in einer wesentlichen besseren Position.

Vielleicht hat Jović den Vertrag unterschrieben, obwohl alle Beteiligten wussten, dass er beim passenden Angebot wechseln wird. Wer weiß schon genau, was hinter geschlossenen Türen intern besprochen wird?

Diese Lösung kann einem als Fan doch hundert mal lieber sein, wie die Taktik, die Spieler bis zum bitteren Ende des Vertrages zu halten und sie dann ablösefrei ziehen zu lassen oder ein Spieler, der sich zu seinem Wunschverein „hinstreikt“.

Dieses Phänomen ist ja bei den Topstars auch kein Einzelfall mehr.

Warten wir es ab

Tabelle nach dem 32. Spieltag VOR dem Spiel Leverkusen – Eintracht Frankfurt

Es wird schon werden. Jetzt steht erst einmal das wichtige Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen auf dem Programm. Trotz dem Unentschieden der SGE gegen Berlin lief der letzte Ligaspieltag noch positiv. Heute haben sich die direkten Mitkonkurrenten um die internationalen Plätze wieder gegenseitig die Punkte geklaut.

Die Wolfsburger haben zwar erwartungsgemäß gegen den FC Nürnberg mit 2:0 gewonnen, aber die Fohlen aus Gladbach und die TSG Hoffenheim trennten sich mit 2:2 und haben sich die Punkte geteilt. Was besseres konnte den Frankfurtern nicht passieren. Damit wird das Spiel gegen die Bayer-Elf zu einem echten Bigpoint Spiel und bei einem Sieg wäre der Platz 7, der durch die Pokalsituation wieder international eine Eintrittskarte zum internationalen Fussballgeschäft bedeutet, gesichert. Man hätte dann zwei Spieltage vor Schluß 5 Punkte Vorsprung auf Platz 5 und das wesentlich bessere Torverhältnis. Quasi 5,5 Punkte.

Bei einer Niederlage bleibt man zwar weiterhin auf Platz 4, aber Leverkusen wäre punktgleich auf Platz 5 heran gerückt und der Abstand auf Hoffenheim wäre auf 3 Punkte geschrumpft bei fast gleichem Torverhältnis.

War noch was?!

Eintracht Frankfurt vs FC Chelsea EL Halbfinal Hinspiel in der Commerzbank Arena

Achso – stimmt. So ganz nebenbei. Kleine Randnotiz.
Am Donnerstag fliegen die Hessenadler nach London zum Halbfinal Rückspiel, um den Einzug ins Europa League Pokal Finale gegen den FC Chelsea. Das Hinspiel vor grandiosem Publikum, wie schon fast gewohnt, endete mit einem durch schier übermenschlichen Leistungen erkämpften 1:1 Unentschieden.

Die Hessenadler gingen sogar früh mit 1:0 in Führung, aber Chelsea ist eben eine gestandene Champions-League Truppe, die alleine mit Hazard zu Beginn der Partie einen Spieler auf der Bank sitzen haben, der alleine den Wert der gesamten Frankfurter Mannschaft übersteigt.

Kurz vor der Halbzeit fiel das 1:1 und in der zweiten Halbzeit zeigten die Londoner was sie drauf haben. Aber was alleine die #HintiArmy da abgeliefert hat, daran wird sich Top Stürmer Oliver Giroud noch länger erinnern. Nämlich daran, dass er gegen einen lädierten Hinteregger KEINEN Stich gemacht hat.

Der Franzose führt die EL Torjägerliste mit 10 Treffern in 12 EL Spielen an. Das Zwischen-Duell um die Torjägerkanone der Europa-League hat damit unser serbischer Torgarant gewonnen, denn der hat das 1:0 erzielt. Aber nicht einfach nur so, sondern mit einer artistischen „Hecht-Tieftauch-Flugkopfball“ Einlage, gefühlt 50 cm über der Grasnarbe.

Prompt flattert das „Gerücht“ um die Real Offerte mit 60 Millionen für Luka Jović durch die Netzwelt.

Unser Karriere Modus Taktiktipp

Mach´s noch 3 x, Luka!

Nur 3 mal – in 3 Spielen!
Das würde vollkommen genügen, um dich im SGE Trikot, den Fanherzen und der Frankfurter Finanzabteilung unsterblich zu machen, auch wenn du uns am Ende der Saison verlassen solltest.

Weil die Roadmap etwas länger geworden und mit Vermerken versehen wurde, hier als eigenen Artikel.

Hier die kleine Roadmap für die nächsten Spiele